Autor Thema: Zivilfahrzeuge Lotus E21 - Kimi Räikkönen  (Gelesen 11947 mal)

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Paul

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Zivilfahrzeuge Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #15 am: 27. Dezember 2013, 15:17:50 »
Servus Leute,

da momentan der RB10 meine volle Aufmerksamkeit und (Frei-)Zeit einfordert, machen sich die Updates zu meinem Lotus recht rar. Nichtdestotrotz konnt eich in den vergangenen zwei Monaten die innere vordere Aufhängung fertigstellen. War diese (Dämpfer, Federn, Hydraulik, Umlenkhebel ect.) beim Red Bull noch ein simples Rohmodell und beim Audi gerade eine Basisausrüstung, ist sie beim Lotus voll ausdetailliert.
Die beiden Hälften des Monocoques sind inzwischen auch schon zusammengeklebt, aber dieses Update werde ich erst in ein paar Tagen bringen.

Die vorderen Umlenkhebel.


Die vorderen Umlenkhebel im Monocoque montiert.


Federn, Dämpfer, PAS (Power Assisted Steering) and und Lenkwelle:


Zwei Potentiometer und ein bisschen Elektronikerzeugs für Messungen der Dämpferbewegung.


Zusammenbau eines Potentiometers - eine Sch***arbeit, sogar für mich. ;)


Kimis pedalerie: Die Ausschnitte (für Gewichtsersparnis) in den Pedalen sollten Halbkreisförmig sein. Allerdings wäre das wesentlich schwieriger geworden als ein einfacher Kreis.


Die Pedalbaugruppe in der unteren Monooquehälfte. Die das dicke Kabel, das von hinten her kommt, ist die Hydraulikleitung für die FRIC (Front Rear Interconnected Suspension - also Verbindung der hinteren und vorderen Dämpferelemente).


Andere Ansicht desselben.


Ih hoffe, dass meine Arbeit genau genug war und ich keine Probleme beim Zusammenbau kriege...


Links sieht man die Hydraulikleitungen für die Verbindung der Aufhängungen und die Bremsleitung für die Hinterachse. Auf der rechten Seite sind die Hydraulikleitungen für das Lenksystem und das Kabel für das Gaspedal.


Nochaml die Pedalbaugruppe:


Die beiden Chassishälften fertig zum zusammenkleben:


Der Cockpiteinstieg muss noch lackiert werden:


Ist mir schon klar, dass das alles vielleicht ein bisschen Verrückt ist, aber so läufts halt nun mal.  :1:
Das wars dann wieder, Danke fürs Vorbeischauen!

Grüße Paul

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #16 am: 27. Dezember 2013, 21:35:26 »
"ein bisschen verrückt" sagt er.  8o

Das ist der Oberhammer.

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Paul

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #17 am: 29. Dezember 2013, 15:44:57 »
Servus Leute,

"ein bisschen verrückt" sagt er.  8o
[...]
Von mir auch ein bisschen mehr...  :6:

Hier der angekündigte zweite Teil des Updates der letzten Monate über die Verklebung der zwei Hälften des Monocoques.
Ich hatte einige geringfügige Schwierigkeiten beim zusammenfügen der beiden Teile, so dass sich die Einzeldämpfer etwas nach innen verschoben haben - sie sind mit der Pedalerie kollidiert. Da man davon aber nicht mehr viel sieht stört es nicht, dass die Dämpfer nicht an ihren vorgesehenen Plätzen im inneren des Chassis befestigt sind. Auch habe ich den ersten Teil der Außenlage des Monocoques gefertigt und angebracht - das war recht anspruchsvoll.

Die zwei Hälften fertig zum Verkleben. Daneben liegen die Rahmenteile für die Innenauspolsterung.


Die fertige Cockpitauspolsterung nach FIA Vorgabe. Ref. 2013 FORMULA 1 TECHNICAL REGULATIONS-Drawing 3


Die montierte Innenauspolsterung. Recht wenig Platz bleibt übrig für den Fahrer. Aber genau so sieht so ein Fahrerplatz aus...


Und schlusendlich die Verklebten Chassishälften (das wird bei den echten Autos übrigens genau gleich verklebt wie ich es hier mache). Auch wenn ich darauf hingearbeitet habe, dass das Monocque sehr sehr steif werden sollte, bin ich dennoch überrascht wie hoch die Steifigkeit letztendlcih ist. Wesentlich höher als beim Red Bull. Das war schon eine recht gute Arbeit, bich ich zufrieden.  :6:


Eine kleine delamination hat es beim Verkleben gegeben, aber das ist recht einfah zu reparieren.


Die äußere Lage des Monocoques mit allen ihren Ausnehmungen für Aufhängungsteile, Wartungsöffnungen und so weiter.


Die äußere Schicht verklebt mit dem strukturellen Teil des Chassis.


Das wars auch schon wieder von mir, Danke fürs Vorbeischauen.
Blöderweise hat man mir am Flughafen alle meine Werkzeuge abgenommen und somit bin ich in den Ferien ein bisschen eingeschränkt...  :5: :12:

Grüße Paul

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Reveller

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #18 am: 29. Dezember 2013, 17:49:20 »
Wow, das sieht schon jetzt sehr beeindruckend aus.


Tormentor

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #19 am: 29. Dezember 2013, 19:25:56 »
Paul, mit Verlaub, das ist der absolute Oberhammer was du hier zeigst! Deine Carbonstruktur sieht stellenweise so echt aus, das ich zweimal hinschauen musste ob's nicht ein Bild des Originals ist! Respekt, das ist Spitzenklasse und wirklich absolut beeindruckend!

 :meister:

Paul

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #20 am: 20. Januar 2014, 02:34:23 »
Servas Jungs!

Paul, mit Verlaub, das ist der absolute Oberhammer was du hier zeigst! Deine Carbonstruktur sieht stellenweise so echt aus, das ich zweimal hinschauen musste ob's nicht ein Bild des Originals ist! Respekt, das ist Spitzenklasse und wirklich absolut beeindruckend!

 :meister:
Jo Pierre, ich dachte ja eigentlich, dass die Luft dünn würde was Verbesserungen nach dem RB7 und dem Audi betrifft. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Der Teufel steckt, wie üblich, im Detail. Und davon gibt's eine Menge. Und eines davon ist eben die CF Struktur.
Danke!

Ein paar nennenswerte Fortschritte über die letzten paar Wochen. Nach dem Verkleben der beiden Monocoquehälften startete ich gleich mit dem Design der Seitenkästen. Das ist immer eine der herausfordernsten Aufgaben. Die Form von modernen F1 Seitenkästen sind solche Meister/Kunstwerke dass es wirklcih schwierig ist, diese zu modellieren. Da die Oberfläche der echten Seitenkästen in zwei Richtungen gebogen ist, und Papier grundsätzlich nur in eine Richtung gebogen werden kann, musste ich die Form soweit vereinfachen als das ich eine abwickelbare Oberfläche erhalte die dann halt nur noch in eine Richtung gebogen ist. Es hat dann am Ende ganz gut geklappt mit den halt üblichen Problemen dieses Vorgangs.

Zweiter großer Fortschritt ist die Airbox. Die Airbox des E21 ist vielleicht die Auto-spezifischste seit der 2010/11 Mercedes genutzten Finne. Die zwei PDRS (Passive Drag Reduction System) Schlappohren waren etwas unangenehm zu designen. Das Rechte ist nicht ganz super geworden, aber es ist akzeptabel. Dies ist auch die erste Airbox, die ich voll ausdetailliert habe mit integriertem Überrollbügel, profilierter Einlauf- Vorderkante und so weiter. Das Auto wird möglicherweise etwas zu hoch (ich bin schon sehr knapp am 950mm Limit). Vielleicht nehm' ich den dann mal mit zu RBT und messe ihn mit ordentlichem Werkzeug aus - nicht mit einem Geodreieck und einfachem Messschieber.

Ein weiterer großer Fortschritt ist die Oberflächenbehandlung des Wagens. Ich schleife jetzt jede einzelne Oberfläche mit 1500er Papier ab. Das sollte dann auch sehr beim Lackieren helfen. Der Lackierprozess wird in zwei Schritten durchgeführt werden. Zuerst werden alle farbigen (das heißt die rot-schwarze Oberfläche mit den ganzen Spornsoren Logos) Oberflächen mit etwa 7 bis 8 Schichten Klarlack lackiert und anschließend nochmal 4 bis 5 Schichten mit erweitertem Equipment wie etwa Befestigungsflansche, Carbon-Texturen ect.

Kurzer Ausblick für die nächsten Wochen. Am 28. wird der RB10 vorgestellt. Ich hoffe er ist so gut wie der 9er zu Saisonende. :6: Ich denke, dass ich das ganze Zeugs so mit nächstem Wochenende fertigstellen kann und dann am Sonntag beginnen kann zu lackieren. Parallel werde ich mit der Fertigung des Motors beginnen. Das sollte nicht do schwierig werden, da ich den RS27 ja schon beim RB7 gebaut habe und die Maschine jetzt ja schon zig male in echt gesehen habe.

Die fünf Stufen der Seitenkastenform. Oben links sieht man die ursprünglich errechnete Form. Die nachfolgenden sind alles neu definierte Formen die ich unter Verwendeung meiner Seitenkasten Vorrichtung/Form evaluiert habe. Es hat schlussendlich ganz gut hingehauen.


Meine Vorrichtungen für die Seitenkästen. Ganz links ist die Außenform um die beste Lösung zu erarbeiten, rechts ist die Verklebevorrichtung, die den Seitenkasten in die ideale Position drücke sollte/tat während der Kleber aushärtete.


Seitenkasten währen der Verklebung. Auch da gibt es natürlich mehrere Schritte. Ich habe z.B. einen Klebefilm an der innenseite der Form angebracht, um ihr etwas mehr Steifigkeit zu geben.


Erster Versuch der Airbox. Die Verkleidung zwischen dem Lufteinlauf und dem Monocoque durchläuft in etwa den selben Prozess die der Seitenkasten.


Die Airbox mit separatem Überrollbügel. Ich denke, heißt nich wissen, dass Lotus wohl eine Karbon Überrollstruktur verwendet. Auch wenn ich weiß, dass Teams wie etwa Toro Rosso oder FI Aluminiumstrukturen verwenden.


Der Verklebte Überrollbügel. Es war später etwas schwierig um Zugang zu den (später angeklebten) PDRS Luftkanälen zu klriegen.


Formung des PDRS Einlaufs. Die Negativform ist aus Voll-KArton/Pappe und dann zurechtgeschliffen.


Momentaner Stand des Chassis. Wie ihr sehen könnt sind die ersten Sponsor Logos schon angeklebt. Die Airbox ist auch Verklebt und schaut recht gut aus.


Heckansicht. Die interne Luftführung wird sicher recht anspruchsvoll zu designen und Fertigen. Aber das ist nicht Gegensand der momentanen Denkerei. Das ist dann das Problem des Monats März oder so.


Hinterteil des Monocoques. Es schaut schon alles recht gut aus. Ich bin eigentlich recht zufrieden mit dem Großteil meiner Arbeit. Schaut euch die schönen Lüftungsschlitze seitlich der Crashstruktur am Fahrerkopf an. Die helfen später der Motorraumentlüftung.


Die hübschen Vanes und Winglets auf der Oberseite der Seitenkästen.


Einer der wenigen Unterschiede zwischen dem echten Auto und Meinem (abgesehen von der Größe) ist mein Logo. Zum Ersten habe ich mich entschieden, von jetzt an jedes meiner Autos mit meinem Logo zu versehen und zweitens konnte ich so sehr elegant die Schnittkante zwischen Seitenkasten und Monocoque verstecken.


Und ein bisschen Spaß am Schluss. Wie man sieht, es geht nicht immer (mit ein paar Bier) ganz so ernst zu beim Bau. Ich habe sicherlich den Sinn einer Airbox begriffen. Aber diese ist mit zu 100% angrenzender Wahrscheinlichkeit am falschen Ort montiert.


Dankeschön fürs Vorbeischauen und bis demnächst,

Grüße Paul

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #21 am: 20. Januar 2014, 04:42:50 »
Hallo

Auch ich muss mich da Anschliesen was du da nur aus Pappe und Papier zauberst einfach ein Klasse für dich :meister: :meister: :meister:

Mfg Roli
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Paul

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #22 am: 24. Januar 2014, 00:21:17 »
Servus Leute!

Ich weiß ja, dass es für euch um diese Jahreszeit viel interessanter ist, die Autos für die neue Saison anzuschauen (ist im Werk momentan nicht viel anders). Trotzdem gibt es von meinem Lotus auch wieder etwas Neues: Nur ein kleines, aber gut begründetes Update. Und zwar ist das Chassis jetzt fertig für die erste Lackierstufe. Werden so um die 5 bis 7 Schichten sein, bevor ich weitere Anbauteile anbringe und dann das Chassis mit der zweiten Lackierstufe beende.


Grüße Paul

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GerhardB

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #23 am: 24. Januar 2014, 01:09:54 »
Meinst du mit der Lackierstufe einen Klarlack  ?( Muß jetzt so unwissend fragen da ich mit Karton eigentlich nichts am Hut habe.
Was du hier ablieferst ist aber schon der helle Wahnsinn  :respekt:

Gruß Gerhard

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Gruß Gerhard

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #24 am: 09. Februar 2014, 15:55:23 »
Servus Leute!

Meinst du mit der Lackierstufe einen Klarlack  ?( Muß jetzt so unwissend fragen da ich mit Karton eigentlich nichts am Hut habe.
[...]
Jop, das ist ganz einfacher Klarlack aus der Dose... Mal glänzend, mal matt, je nach Anforderung.

Wie im letzten Post berichtet, bfand sich das Chassis in den letzten Tagen im Lackierprozess. Bei diesem Auto habe ich zum ersten mal einen speziellen Lackierprozess ausgearbeitet. Wenn auch teilweise mehr durch Zufall und Glück als durch gezielte Planung... Generell lässt es sich in vier Stufen unterteilen:

- 1. Schritt, Vorbereitung: Zuerst wurden alle Oberflächen und natürlich speziell die Schnittkanten die man später nicht mehr sehen sollte, mit bis zu 1500er Schleifpapier bearbeitet. Danach wurden so schnell wie möglich alle Sponsorlogos aufgeklebt und die großen Oberflächen grob von irgendwelchem Schmutz befreit.
- 2. Schritt, Grundierung: Zuerst wurden hierbei alle Oberflächen abgeklebt, die keine Hochglanzlackierung erhalten sollten. D.h. Monocoque Innenseite, Chassis Seiten hinter den Lufteinlässen, ect. Zwischen dem Abschluss des ersten Schrittes und dem Aufbringen der ersten Lackschicht sollte so wenig Zeit wie möglich vergehen, um diverse Beschädigungen, Verschmutzungen oder Ausbleichen der Logos und Oberflächen zu vermeiden. Die Grundierung besteht aus 9 Schichten Klarlack. Diese habe ich unter nicht wirklich idealen Bedingungen aufgebracht (kalt). Dadurch geriet der Lack ganz matt und milchig. Glücklicherweise, konnt ich dies mit dem dritten Schritt beheben. Zwischen den verschiedenen Lackschichten habe ich immer zumindest eine halbe Stunde gewartet.
- 3. Schritt: Hauptschicht(en): Jetzt wurden alle fehlenden Oberflächen vorbereitet (die, die keinen Hochglanz erfahren sollten), wie zum Beispiel die Unterseite des Chassis, das vordere Querschott, ect. Hier habe ich zumindest eine Stunde zwischen den einzelnen Lackschichten gewartet und diese auf einem Heizkörper trocknen lassen (was meiner Meinung nach den Ausschlag für das perfekte Hochglanz-Finish gegeben hat).
- 4. Schritt, Nachbesserungen: Hierbei habe ich nach etwa 24 Std alle Oberflächen inspiziert, und da wo noch kein schönes Hochglanz-Finish vorhanden war, habe ich eben nachgebessert.

Das Resultat dieses Prozesses kann sich durchaus sehen lasen. Noch nie habe ich eine derart wunderbare Oberfläche erhalten!
Nach der Lackiererei ist es natürlich relativ kritisch um am Auto zu Arbeiten. So eine Hochglanzoberfläche ist, wie ihr sicherlich alle wisst (besser als ich wahrscheinlich) sehr anfällig gegen Verschmutzung. So wird jetzt halt immer alles abgeklebt, wenn ich an einem bestimmten Bereich am Auto arbeite. Was mir auch aufgefallen ist, während ich die Löcher für die Rückspiegelbefestigung und die Nosepins (da gibt es bei Gott keine treffende schöne deutsche Übersetzung) gemacht habe. Da hatte ich ordentlich zu kämpfen, als ich, bewaffnet mit Hammer, Reißnadel und Nagel, versuchte diese Löcher ins Chassis zu bringen. Was allerdings zeigt, dass meine Überlegungen und auch Umsetztung zur Versteifung des Chassis ohne großen Gewichtszuwachs volle Wirkung gezeigt haben. Ich war glaube noch nie so zufrieden mit einem Chassis wie momentan. Es gibt zwarnoch einige unwesentliche Verbesserungspotentiale, aber die können bis zum nächsten Auto warten.
Währen dem Lackierprozess, der natürlich viel Wartezeit beinhaltet (welche ich teilweise mit Biertrinken überbrückt habe), habe ich auch mit der Fertigung des Motors begonnen. Die Erstellung des Motorblockes ist die wahrscheinlich unlustigste Arbeit am ganzen Modell...

Das Chassis kurz vorm Beginn der Lackiererei. Alle Oberflächen mit 1500er Schleifpapier behandelt. Ein paar Logos und Rückspiegel fehlen noch.


In meinem spezial Lackierschuppen.


So sah es nach den 9 Schichten Grundierung aus. Da war ich ein bisschen entäuscht/geschockt. Aber glücklicherweise wurde es ja besser...


Anbringen der nicht auf hochglanz lackierten Flächen.


Nach dem Fiasko mit dem Red Bull :3: ist dies nun das erste Auto, an dem ich ein spezielles Befestigungssystem für die ganzen Verkleidungsteile entwickelt habe. Wenn es dann auch so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe, dann wäre das super. Das System basiert auf den tatsächlich in der F1 angewendeten Befestigungselementen. MAl schauen wie das wird. Hier jedenfalls die Befestigung einer dieser Buchsen in die später ein Stift der Motorverkleidung einfahren sollte.


Bei der Erstellung der Löcher für die Nasenbefestigung musste ich ordentlich würgen, damit das funktionierte. Dabei habe ich glaube ich das Lenkungssystem etwas in Mitleidenschaft gezogen - ist aber wurscht.


Erstes Bild nach der Beendigung der 3. Lackierstufe.


Fertiges Chassis mit Heitzeschild am Heck.


Momentaner Stand mit angefangenem Motorblock und halbfertigen Kühlern.


Vorderes Querschott.


Hier sind noch ein paar Bilder um zu zeigen, wie sauber die Oberfläche geworden ist. Das Kimi Logo ist übrigens das Einzige, das ich noch wirklich von Hand gemacht habe. Davon gab's keins im Google.


Hier kann man sehr gut die Wahnsinns-Oberfläche sehen. Hoffentlich werden alle Oberflächen des Autos so.


Lotus! Es würde mich interessieren, ob die Lotus Mannen auch schon auf mich aufmerksam geworden sind, wie es ja beim RB7 und beim R18 TDI der Fall war (damals natürlich nicht Lotus, sondern Red Bull respektive Audi).


Anfangs war ich ein bisschen besorgt über den Look der Seitenkästen. Speziell diese Ausbuchtungen (mit dem burn Logo oben) welche die seitliche Crashstruktur beinhaltet. Diese war sehr schwierig herzustellen und war nicht sehr sauber. Allerdings hat der Lack ale schön abgerundet und durch das Schleifen sieht man auch die Schnittkanten nicht mehr.


Das wars wieder, Danke fürs Vorbeischauen!

Grüße Paul

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #25 am: 09. Februar 2014, 16:06:06 »
Wahnsinn was du aus pappe bzw papier zauberst...DAS ist pervers.  X(
in welchem massstab baust du noch gleich?


Paul

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #26 am: 11. März 2014, 01:21:50 »
Servus wieder mal!

[...]
in welchem massstab baust du noch gleich?
1:10 - Ist am einfachsten zum Umrechnen. Und von der Größe her passts auch ideal.

Während der letzten paar Wochen habe ich etwas am Motor gebaut und die Nase gefertigt. Natürlich alles nebenbei zur Problembehebung vom RB10.

Es war eigentlich nicht geplant, die Nase so früh schon zu bauen. Aber gewisse Umstände zwangen mich dazu. Diese Umstände sind sowas wie ein geheimes Projekt in Zusammenarbeit mit RBT, welches ich euch in ein paar Wochen präsentieren werde. Angestrebter Präsentationstermis ist irgendwann anfang April. Lasst euch überraschen.

Motor: Die Vorderseite vom Block ist so gut wie fertig. Die Montagepunkte zum Chassis sind alle fertig und schauen im Bezug auf Steifigkeit sehr gut aus. Sonst gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Auser der zu erwartende extremst hohe Detailgrad.

Die Nase stellt eine gewaltige Verbesserung zum RB7 dar. Die Laminatdicke ist wesentlich realistischer gestaltet (nicht so dick wie beim RB7). Wie auch immer, die Nase ist sehr steif geraten. Die Flügelpylonen waren auch ein Schwahpunkt am RB7. Hier habe ich die Pylonen mit jeweils einem Stahldraht verstärkt. Daneben habe ich auch ein weiteres Röhrhen vorgesehen, welches dann auf jeder Seite den Frontflügel aufnehmen sollte. Die Form dieser Nase ist extrem komplex. Im Speziellen, die Beule an der Unterseite und die Stufe an der Nasenfront. Die Nase ist mir eventuell etwas zu tief geraten - aber immerhin innerhalb der Regularien.


Momentaner Stand des RS27. Links vorne gabe es einen kleinen Feuerschaden. Eventuel belasse ich das so, um ein paar Gebrauchsspuren vorzutäuschen.


Erster Versuch den Motor mit dem Chassis zu verbinden war sehr erfolgreich. Dei Steifigkeit des Verbundes ist beeindruckend. Das Tehnische Reglement schreibt 6 M10 Schrauben zur Befestigung der Maschine vor. Bei mir handelt es sich um 6 Stahlstifte.


Zeichnung der Nase. Alles voller sogenannter Regelementslinien. Man kann auch gut die Beule an der Unterseite erkennen, welche allerdings nicht bei jedem Rennen im Einsatz war. Das heißt, dass Lotus zumindest zwei verschiedenen Nasenspezifikationen über die Saison verwendeten. Da ich weiß, dass ich die Belgien-Version baue, habe ich gar nicht weit in diese Richtung geforscht, da es nicht interessiert, wie viel verschiedene Nasen gefahren wurden.


Crshbox mit Klebevorrichtung für die Nosepins.


Verklebungsprozess der Nosepins. Das ist immer einer der kritischen Punke, da die Nase ja abnehmbar sein sollte. Aber alles lief zur Zufriedenheit aller.


Die Vorlagen für die schwarze Verkleidung. Links nach Rechts: Die Seitenteile und die Unterseite besteht aus einem Teil (Beule an der Unterseite ist inkludiert). In der Mitte sieht man die Verkleidung der Oberseite der Nase. Die Schnittkanten werden später von dem Goldstreifen abgedeckt. Das eiigenartig aussehende Teil ganz recht ist ein Pylon für den Frontflügel.


Erster Versuch mit der Nase...


Hier sieht man recht gut die Innereien der Pylonen. Das hintere Röhrchen ist der strukturelle Arm, das vordere Röhrchen stellt die Aufnahme des Fronflügels dar.


Logos aufkleben...


Ich werde auch immer besser mit dem Lackieren. Die Oberfläche der Nase ist nahezu perfekt.


Hier gibt's nicht viel zu sagen...


Chassis: E21-03; Cockpit Plakette


Das wars für den Moment. Freut euch auf mein spezial-Projekt. ;)

Grüße Paul

PaulsF1

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #27 am: 11. März 2014, 06:42:00 »
Was soll man dazu noch sagen....  8o


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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #28 am: 11. März 2014, 11:24:14 »
Die Lackierung macht natürlich einiges her.
Aber bei weißen Aufklebern wie den Namensschriftzügen sieht man doch deutlich das Problem das Papier den Lack aufsaugt.
Vielleicht klebst du nächstes Mal alles was weiß gehört doppelt auf. Möglicherweise hilft das.

 :winken:

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Re: Lotus E21 - Kimi Räikkönen
« Antwort #29 am: 11. März 2014, 20:12:01 »
Überflüssiges Zitat entfernt
GS


Ich find's gar nicht so schlimm. Wenn ich es doppelt aufklebe, dann kriege ich halt eine große Unebeheit (das sind gleich einmal 0,25mm). Da ist mir eine etwas glattere Oberfläche mehr Wert, als ein möglicherweise (auch nicht) besseres Logo. Oberflächenqualität ist in der Formel 1 das Um und Auf (Ja ich weiß, mein Auto fährt nicht.)!
« Letzte Änderung: 11. März 2014, 20:36:54 von Graf Spee »

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