Autor Thema:  B-24J Coastal Command, Hasegawa, 1:72 *18.03.14*  (Gelesen 2117 mal)

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matz

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B-24J Coastal Command, Hasegawa, 1:72 *18.03.14*
« am: 18. März 2014, 21:42:18 »
Nachdem Familie und Beruf endlich wieder etwas mehr Zeit lassen, hier nun der Baubericht für meinen zweiten Beitrag zum Groupbuild 4-Mot.

In der letzten Zeit hat sich mein Interesse vermehrt auf die Geschichte des U-Bootkriegs im Atlantik gerichtet. So fällt die Wahl für die B-24 als U-Bootjäger nicht schwer.

Basis ist der bekannte und vielgelobte Bausatz von Hasegawa (Bausatzvorstellung hier).

Ergänzt wird das Ganze durch das Eduard Set (BIG7247) und Detailset bomb-bay (72489), Quickboost Bugfahrwerksklappen, TrueDetails Rädersatz 72016, das Pavla Set Liberator GR Mk.V (ua.  Leigh-Light) sowie 2 Mk 24 Minen (Fido) von AttackSquadron. Zur Optimierung des Buggewichts kommen vermutlich auch das Bugfahrwerk und die Bodenplatte des Cockpits in Schwermetall (Blei?) von ScaleAircraftConversions zum Einsatz. Hier einiges der "Ersatzteile" auf einem Haufen.



Da doch etliche Ätzteile verbaut werden hier das verwendete Werkzeug, mit dem ich versuchen werde dem Fizzelkram Herr zu werden. Die Marmorfliese hat sich zum Abtrennen der Teile bisher gut bewährt, eine frische Skalpellklinge (Form No10, muß häufig gewechselt werden), den Small-Bug zum Teilefalten mit stabiler Klinge, eine Pinzette mit großer Auflagefläche (gegen den "Fling"-effekt) sowie eine "Blechschere" und eine stabile Zange sollten für den Anfang genügen.



Welche Markierung bzw Variante wird gebaut ?

Die Gr Mk.VI wird vom Bausatz vorgegeben und entspricht im wesentlichen der B-24J. Der Bausatz stellt u.a. die KG904 mit der Markierung ZZ-E dar, April 1945 stationiert beim 220.Sq Dezember 44 bis Mai 1946 in Lagens/Azoren. Das wäre die einfache Lösung.



Nach all der Recherchearbeit wäre aber auch eine kanadischen Maschine mit "Geschichte" interessant. Eine Gr Mk.V mit den Optionen Bugradar (ASV), Leigh-Light und  HVAR (ungelenkte Raketen an kleinen Winglets). BZ792-G mit der Markierung XB-G. Im Rahmen der Operation Cork (U-Boot Bekämpfung während der Invasion) konnte diese Maschine bei einem Patrouillenflug am 7/8.Juni 1944 2 U-Boote versenken (U-373 und U-441). Den Decalsatz von Aviaeology (AO72001) hätte ich schon. Blöd nur, dass der Heckturm durch einen Boulton-Paul 4 ersetzt werden sollte der dann z.B. dem Revell Halifax Bausatz entwendet werden muß. Denke die Entscheidung wird erstmal vertagt.




Entgegen der üblichen Vorgehensweise wird zunächst der spärliche Rumpfbereich sowie der Bombenschacht aufgebaut und detailliert. Die rückwärtige Fenster werden geöffnet dargestellt, eines mit einer ausgeschwenkten AN/M2 Kanone. Der Bombenschacht wird nur z.T beladen,  da später im Rahmen eines Dios eine Beladungsszene mit den Mk 24 "Fido" Torpedos dargestellt werden soll.



Dazu bin ich noch schwer auf der Suche nach Bildern und ggf Resinteilchen für die 250lb Wasserbomben Typ Mk.VIII oder XI. Wer einen Tipp hat …….

Der aktuelle Bauzustand:

Begonnen hat es nicht wie sonst immer mit dem Cockpit, sondern mit dem grob vernachlässigten Heckbereich. Will man die Fenster des waist-gunners geöffnet darstellen muß hier ordentlich nachgebessert werden. Mit Sheetstreifen unterschiedlicher Dicke hab´ ich versucht die Verstrebungen darzustellen. Hier war auch der hervorragende Baubericht von Pacific Strafer zu seiner B-24 D "StrawberryBitch" hilfreich. Erste Ätzteile wurden gefaltet und, nach Plan Eduard bzw. Zuhilfenahme vieler verschiedener Vorbildfotos, montiert.
Schwupps war das Wochenende schon wieder rum.



Nächste Haltestelle ist dann das Steuerbordabteil und der Bombenschacht komplett sowie die Innen-Lackierung.
 
Dann muß auch die Entscheidung zwischen Vallejo interior green 71.010 und green zinc chromate 71.094 fallen. Gelegentlich sieht man aber auch Naturmetall.
Also, wer hier Tipps hat, noch ist es nicht zu spät ....

Bis bald  :winken:
matz

EDIT:Schreibfehlär
« Letzte Änderung: 16. Mai 2014, 13:10:23 von matz »
Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
(Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916 +2001)

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Re: B-24J Coastal Command, Hasegawa, 1:72 *18.03.14*
« Antwort #1 am: 18. März 2014, 22:59:23 »
ERSTER!!!!

Irgendwie haben wir immer einen ähnlichen Geschmack ...
Ich bin auch gerade wieder in den U-Boot Sektor abgerutscht und die PB4Y-2 passt ebenfalls.

Nun ja, das sieht schon ziemlich gut aus ... bin dabei.

f1-bauer

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Re: B-24J Coastal Command, Hasegawa, 1:72 *18.03.14*
« Antwort #2 am: 25. März 2014, 15:16:45 »
Hallo Matz,
da bin ich doch mal schwer dabei.

... sowie 2 Mk 24 Minen (Fido) von AttackSquadron ...

...

Dazu bin ich noch schwer auf der Suche nach Bildern und ggf Resinteilchen für die 250lb Wasserbomben Typ Mk.VIII oder XI. Wer einen Tipp hat …….

Zu dem Thema hätte ich mal was zusammengetragen. Willst Du FIDO und Mark VIII zusammen ans Modell bringen? Das funktioniert glaube ich nicht.

Hier KLICK ist ein interessanter Artikel zur Entwicklung des Mark 24 Torpedos (oder Tarnname FIDO oder Tarnname Mark 24 Mine).
Das Ding war offensichtlich so geheim, dass es keine zeitgenössichen Fotos davon gibt - jedenfalls habe ich keine gefunden. Die Tarnnamen dienten dazu, den Gegner über die Eigenschaft "Torpedo" im unklaren zu lassen. Es war nie eine Mine.

Hier KLICK ist ein Artikel zum Einsatz der Waffe. Die Piloten wurden angewiesen, die Waffe nur auf getauchte U-Boote abzufeuern bzw. das tauchen zu erzwingen (kleine Bomben, Bordwaffenbeschuss), bevor der Mark 24 eingesetzt wird. Ebenso war daruf zu achten, dass die Waffe nur benutzt wurde, wenn kein anderer Gegner in Sicht war, der dann den Einsatz der Waffe beobachten und darüber berichten konnte. Es bestand auch die Anweisung, die Waffe nicht in Küstennähe anzuwenden, damit ein "Fehlschuss" nicht auf den Strand läuft und so in die Hände des Gegners kommen kann.

Auch taucht die Wffe in keiner Bomben-Beladungsvorschrift auf. Aufgrund der Spezifikation (Größe und Gewicht wie 1000 lbs Bombe, s. o.), der durchschnittlichen Bombenlast einer B-24 mit 5000 lbs (max. 8000 lbs) und der Vorschrift "U-Boot zum tauchen zwingen" hat m. E. die Kombination Mark 24 Torpedo und Mark VIII WaBo keinen Sinn. Eher 2 FIDO und 6 x 500 lbs Bombe.

Zum Aussehen der Mark 24 habe ich hier ein Video

Hier wird, an einen anderen Luft-Wasser Torpedo-Typ, gezeigt, wie das mit dem "Breakaway Nose and Tail" funktioniert - ab 1:35. Sehr interessant - Haltebolzen aus Holz! Wenn Du die beiden FIDO an den Flieger hängst, dann mit den zusätzlichen Breakaway-Teilen.

So, ich hoffe, das ist kein kalter Kaffee für Dich, ich fand das Thema sehr interessant.

Ich freu mich auf die Fortsetzung des BB.

Jürgen  :winken:   

 

Bongolo67

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Re: B-24J Coastal Command, Hasegawa, 1:72 *18.03.14*
« Antwort #3 am: 25. März 2014, 19:30:42 »
Hallo matz,

schön, dass es bei Dir losgeht, da bin ich gern dabei. :P

Gruß

Ulf
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