Autor Thema: Flugzeuge ** Fertig** Tropen-Gustav in 1:32  (Gelesen 19482 mal)

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Seal301

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Flugzeuge *Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #15 am: 23. Dezember 2003, 15:10:29 »
:P Wird sicher ein toller baubericht. :P

Könntest du vieleicht die bemalungsvarianten posten.

PS: Ich liebäugle auch schon mit der me109

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #16 am: 24. Dezember 2003, 01:00:08 »
@Quarter: Jau, alles klar; vielen Dank!:P

@Seal: Nun, wie gesagt: viermal JG 53, d.h. Tarnung in RLM 78, 79 und 80.

Ich hatte erst die schwarze 1 im Sinne, die sich vom Erscheinungsbild her grob mit dieser G-2 vergleichen lässt:



Neuentdecktes Problem: Die Maschine hatte die MG 151/20 unter den Tragflächen und die will ich an meinem Modell nicht haben; die nehmen der 109 m. E. was von ihrer Eleganz!;)

Deswegen bin ich auf die gelbe 7 von Oblt. Tonne umgestiegen; deren Schema entspricht in etwa auch den beiden anderen dargebotenen Versionen.



Ausserdem gibts da für die Airbrush auch mehr zu tun! :D

So, im ganzen Weihnachtstrubel bin ich wenigstens etwas weitergekommen. Der Rumpf wurde verklebt und das aus zwei Teilen bestehende Rumpfhinterteil inkl. Seitenleitwerk wurde angeklebt. Die Passgenauigkeit war hier nicht soo erstklassig, aber auch nicht zweitklassig - nichts was sich nicht mit etwas Mr. Surfacer lösen ließe. Auch mussten zwei Wartungsklappen verschwinden; hier im Bild oben rechts. Ansonsten das übliche Programm: Schleifen, füllen, schleifen, probelackieren, schleifen...



Auch um die Gurte habe ich mich nun leider nicht mehr läger drücken können...das komplette Cockpit wird dann von unten in den Rumpf eingeklebt, die Schultergurte kommen aber erst später dran, da der Rumpf oben ums Cockpit herum ja noch verschliffen und lackiert wird!



So, jetz aber erstmal frohe Weihnachten und gute Nacht! :santa:
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #17 am: 24. Dezember 2003, 12:08:59 »
Hallo,
na das sieht ja schon sehr gut aus. Sag er mal woher weisst du wo welche Maschine ihre Wartungsklappe hat. Ich seh das immer nicht so genau, hab mir darüber aber auch noch nie son Kopf gemacht.(wem fällt sowas auf, nur der es weiss)
Nur ist es mir jetzt schon ein paarmal aufgefallen das dies bei einigen Maschinen immer mal geändert wird.
Wo habt ihr das entsprechende Material her um das am Modell zu ändern. Irgendwie hab ich da nix.
Trotzdem weiter so ist sehr interessant:P
Gruß aus Hamburg
Rolf Karotka
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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #18 am: 24. Dezember 2003, 12:46:20 »
Hallo Rolle,

das mit dem Material ist ganz einfach. Der Hang zum Zweitbuch hält immer noch an.:D

Gerade über die Bf-109 gibt es unmengen an Literatur.
Aber wenn man sie dann hat, wird es erst richtig schwierig. Welche Zeichnug ist richtig (auf dem Foto sieht das ganz anders aus!), welcher Autor hat recht, wer hat von wem den Fehler abgeschrieben, usw.
Im Grunde muß man immer die Aussagen überprüfen und wenn möglich bis zur Quelle zurück.
Rolle, Du mußt wissen, in vielen Flugzeug Modellbauern schlummert so ein kleiner Luftfahrt Historiker.:1:
Wenn man einfach nur ein Modell bauen will, natürlich ein riesen Aufwand. :santa: :winken:

„Ich weiß, dass Sie glauben, Sie wüssten, was ich Ihrer Ansicht nach gesagt habe. Aber ich bin nicht sicher, ob Ihnen klar ist, dass das, was Sie gehört haben, nicht das ist, was ich meinte.“ Alan Greenspan

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #19 am: 24. Dezember 2003, 12:58:50 »
Naja, ehrlich gesagt hat mich die Bauanleitung auch mit der Nase draufgestupst!:D  Ich war mir anfangs auch noch nicht so ganz sicher, ob das so richtig ist...schließlich stammt die Urform des Bausatzes ja von Hasegawas G-6, und die ist soweit ich weiss zellenmäßig praktisch identisch mit der G-4.

Ich hab mal zwei Fotos, einmal auf der Zeichnung einer G-2 ohne Klappen...



...und einmal auf einer G-6 mit Klappe(n).



Ich hoffe einfach das ich den Revell-Jungs da nicht auf den Leim gegangen bin, denn Fotos hab ich zwar eigentlich genug vom Cockpitbereich, jedoch sind sie zu 95% von der linken Seite aufgenommen...:5:
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

Quarter

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #20 am: 25. Dezember 2003, 02:59:30 »
Es gibt bald eine unübersehbare Menge an Literatur für die Bf 109. Leider wird darin oft das selbe falsch geschrieben, ganz einfach weil der eine vom anderen abgekupfert hat.
Gerade die G-Reihe der Bf 109 gehört zu den unübersichtlichsten Baureihen die gebaut wurde, von den Untervarianten und verschiedenen Rüstsätze will ich gar nicht erst anfangen.
Hier gutes Quellenmaterial zu finden ist schwer.
Hichkocks 0-nine Gallerie ist ein sehr gutes, aber auch leider schon seit vielen Jahren nicht mehr erhältliches Buch.
Das selbe gilt für die Reko Maßstabsblätter oder die Monogram Close Up Hefte.
Die Ponisch/ Czechischen Heftserien von Schlage "Militaria" oder "Monografie- Lotnice" sind zwar gut, aber auch mit Vorsicht zu genießen!
Wer hier im Detail nachsieht stört sich sehr bald an den zwar augenscheinlich schönen, aber durchaus nicht immer richtigen Farbprofilen.
Wenn Du ganz sicher  gehen willst, besorge Dir Kopien der originalen Bau Blaupausen.......... vorausgestzt Dein Geldbeuten spielt da mit:rolleyes:
Ich habe es da ein wenig leichter was die G- angeht. Wenn´s um Details geht fahr ich zu einem Freund und setz mich rein, bzw. seh mir die Baupläne in 1:1 an oder die Bauunterlagen durch.
Gerade der Bausatz der 32er Revell/ Hasegawa Bf 109 wurde viel kritisiert.
Exemplarisch soll hier nur einmal der Propspinner erwähnt werden. Auch haben sich die Gemüter sehr stark an den kleinen Kühllufthutzen der Motorhauben erhitzt.
Als Beispiel sei hier nur genannt, das diese nicht grundsätzlich höhenversetzt waren. Bei zwei vorliegenden Originalteilen der linken Motorhaubenhälfte haben wir jeweils einmal versetzte und einmal gleich hohe Hutzen vorgefunden.
Fakt ist das Du sehr genau, am besten nach Fotovorlagen, recherchieren solltest willst Du ein korrektes Abbild bauen.

(Wenn ich doch bloß wüßt wie man hier Bilder ins Board bekommt, dammich)!:12:

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #21 am: 25. Dezember 2003, 13:23:38 »
Mit begrenzten finanziellen und auch zeitlichen Mitteln hat man halt nur begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung. Man kann jeden Bausatz kaputtreden; irgendetwas wird man immer finden, das nicht jeden so 100%ig zufriedenstellt. Ich habe bisher eigentlich ausnahmslos Gutes über den Kit gelesen, aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren.

Wenn ich aber über keine Quellen verfüge, mit denen ich solche Dinge zweifelsfrei aus der Welt räumen kann, muss ich mich halt an anderen Maschinen orientieren und das dort Gesehene übernehmen. Klar ist die 109 ein Brennpunkt und ein gefundenes Fressen für Nietenzähler; so eine Geschichte hatten wir hier im Board vor einiger Zeit auch mal - einige ( insbes. Hans ) erinnern sich vielleicht und auch im FF wurdet Ihr von selbsternannten Experten ja nicht unbedingt verschont.;)

Der Idealfall ist mit Sicherheit ein lückenloser Walkaround zur echten Vorbildsmaschine. Jedoch hat Captain Tonne seine G-4 vorher in den Flugfeldboden gerammt, deswegen muss ich halt mit dem auskommen was da ist. Ob man damit leben kann muss jeder für sich entscheiden - ich kanns bisher ganz gut; wenn irgendwas nicht stimmt, hab ich ja immer noch Euch als Feuerwehr!:6:

In diesem Sinne: Nix für ungut und nen schönen 1. Weihnachtsfeiertag!
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Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #22 am: 25. Dezember 2003, 13:35:11 »
Jetzt muss ich mich mal einklinken: klar, wir versuchen alle, unsere Modelle so vorbildgetreu wie möglich zu machen. Aber meiner persönlichen, unmaßgeblichen Meinung sollte man eines nicht außer acht lassen: es ist immer noch ein Modell, kein 1 zu 1 verkleinertes Original!

Denn ich könnte mich jetzt bei jedem noch so guten Bausatz so lange auf den Hosenboden setzen und recherchieren, bis ich irgendwas finde, was so nicht sein dürfte oder was nicht zu 100 % zu belegen ist, dass es am Original so war. Aber bin ich jetzt der Marcel Reich-Ranicki der Modellbausatzkritik oder doch ein Mensch, der einfach Spaß am Hobby Plastikmodellbau hat und der versucht, sein Modell im Rahmen der Vernunft so vorbildgetreu wie möglich zu bauen? Ich denke doch eher letzteres, man muss auch auf dem Teppich bleiben.

Den perfekten Bausatz wird es nie geben, und sollte es ihn doch mal geben, was ich mir nicht vorstellen kann, wird es garantiert keine Me 109 sein. Denn gerade bei der Me 109 gibt es weltweit so viele Experten (echte und selbsternannte), dass immer irgendwas gefunden wird, was so nicht sein sollte.

Quarter

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #23 am: 25. Dezember 2003, 21:11:06 »
Ohne den Kit zerreden zu wollen, ich habe ihn auch nahezu aus der Schachtel gebaut und was viel schlimmer sist, er ist vorzeigbar so!
Ansonsten stimme ich in allen Punkten meinem Vorrednern zu, gerade die Bf 109 wird immer zum Stein des Anstoßes werden, dafür gibt es in unserem Ländle ganz einfach zu viele selbsternannte Experten und Gralshüter der EDL!

Det190

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #24 am: 26. Dezember 2003, 21:21:38 »
Hi Dude,

ich weiß gar nicht so genau ob ich mich hier zu Wort
melden darf, doch zweierlei Gründe zwingen mich förmlich dazu....
Det ein nicht selbsternannter Experte jedoch sehr an der Geschichte interessiert und auch mit einer großen Bibliothek ausgestattet, hat wieder Plastik in den Händen und ausgerechnet das GLEICHE Modell.
Zwar wird es bei mir eine ganz andere Maschine
was die Markierungen anbetrifft doch habe ich mich zuvor auch
mit dem im Bausatz befindlichen Bemalungs- und Markierungsmöglichkeiten
beschäftigt.
Die Maschine von Oblt. Tonne wurde im Übrigen doch noch recht gut
fotografiert bevor er sie in den Boden rammte.........:D
Beim betrachten der Fotos viel mir im übrigen leider ein weiteres Faul
des Bausatzes auf bzw. ein.
Revell hat zwar eine G-2/4 aus der Hasegawa G-6 gemacht doch leider
fehlen dem Revellbausatz die Speichenräder.
Diese jedoch tragen alle Maschinen, meine inbegriffen und das sollte man
doch in jedem Fall beachten und entsprechend ändern.

Ich wünsch Dir maximale Erfolge beim weiteren Bau Deiner 109
und zolle Dir ebenfalls schon jetzt :respekt: für das bisher geschehene.

Mit Besten Grüßen
Det

Wolf

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #25 am: 26. Dezember 2003, 22:18:22 »
Zitat
ich weiß gar nicht so genau ob ich mich hier zu Wort melden darf,


komische Frage, natürlich darfst Du. Wir freuen uns hier über jeden Kommentar der einem Modellbauer weiterhilft.
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Hans

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #26 am: 26. Dezember 2003, 22:20:54 »
Nach allem was ich weiss, sind mitten in der Serie der G-4 die Radgrössen und die Felgen gewechselt worden. Anders sind auch die Fotos von MG-"Beulenlosen" Maschinen, also < G-5 und mit Scheibenfelgen bzw. Beulen auf der Tragfläche nicht zu erklären.

Für Tonnes Maschine ist es ok, also mit  Speichenräder / ohne  Flächenbeulen.



Hier jedoch die oben genannte Kombination, es können nur G-4 sein!




Und die Speyerer Maschine hat auch noch niemand bestritten, daß es eine G-4 ist.



Wenn man Revell was 'vorwirft', dann eher dass nur lauter Wüsten-Maschinen als Decal-Optionen dabei sind. Die Weisse 3 z.B. hätte hervorragend gepasst...

Grüße
Hans
Poly(1-phenylethan-1,2-diyl) makes it all

Det190

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*Fertig* Tropen-Gustav in 1:32
« Antwort #27 am: 27. Dezember 2003, 00:29:24 »
Ja richtig, doch leider sind alle zu bauenden Modellmarkierungen
mit Speichenrädern unterwegs. :(
Dem Baugleichem jedoch etwas teureren Hasegawa Bausatz liegen diese als seperater Resinguß bei.

Dude

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« Antwort #28 am: 27. Dezember 2003, 01:26:35 »
Autsch!

Hab grad mein neues 109-Buch durch - am Ende werden nochmal alle Radarten behandelt, aber aufs Modell hätt ich zwischendurch vielleicht auch mal schauen sollen...zumal ich die Radbeulen schon aufgeklebt hab. :rolleyes:

Jungs, wenn ich Euch nicht hätte; wenigstens hab ich die Tragflächen noch nicht an den Rumpf geklebt! Die Beulen bekomm ich wieder runter und was die Räder angeht, hilft mir Cutting Edge wohl weiter. Über die Resinräder in der Hase G-4 hatte ich auch schon gelesen, aber ich Newbie hatte nicht gesehen dass die auch an die Versionen des Revellmodells gehören sollten.

Obwohl ich Hans´ Foto von Tonnes Maschine auch hab: für weitere Fotos wär ich super dankbar, denn sonst hab ich nix großartiges gefunden.
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Steffen

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« Antwort #29 am: 29. Dezember 2003, 17:48:52 »
So, den kleinen Schock ( mit der Hase-G4 kann man sogar eine Version des Revell-Pendants bauen - MIT Speichenrädern ) überwunden, die Weihnachtsfeiertage überlebt und frohen Mutes zurück an die Arbeit! Die weitere Passgenauigkeit ist wirklich sehr gut; der Spachtel kann in der Tube bleiben, lediglich der gute Mr. Surfacer kommt hier und da zum Einsatz. Sogar der Tragflächenübergang ist völlig problemlos; man erkennt auch die gefüllten Löcher der Radbeulen.



Des weiteren wurde viel veschliffen und graviert; hier der Rumpfbauch...



...und nochmal der aktuelle Stand der Dinge zum Überblick:



Eine Frage hab ich noch zu den automatischen Vorflügeln: war es nicht so, dass diese sich auf dem Boden immer im eingefahrenen Zustand befanden? Bei den meisten 32igern sieht man diese nämlich im ausgefahrenen Zustand - kann ich das ruhigen Gewissens so machen, oder doch lieber einfahren?
...denn mehr als ein Siegerländer kann der Mensch kaum werden.

Aufs Allerherzlichste,
Steffen

De Sejener