Autor Thema:  Kälte in Gesicht malen  (Gelesen 1908 mal)

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Jensel1964

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Re: Kälte in Gesicht malen
« Antwort #15 am: 22. Mai 2019, 07:25:28 »
Ich hab kürzlich in einem Airbrush Kurs gelernt, dass man Abplatzer und Roststellen durch das Auftragen von Aquarellfarbe aus der Tube darstellen kann. Allerdings muss die Form und Ausdehnung der Abplatzer schon vorher festliegen, weil die Aquarellfarbe.......naja, hält eine Eigenfarbe hat.
Die Vorgehensweise ist folgende: Du grundierst die jeweiligen Flächen z.B. mit einem Rostton, tupfst Aquarellfarbe drüber und trägst nach dem Trocknen (wenige Minuten) die nächste Farbschicht drüber. Nachdem die getrocknet ist, entfernst Du die Aquarellfarbe mit Wasser.
Diese Flecken kann man nach Bedarf nacharbeiten. Bei einem Helm kann das gut funktionieren.
Bei Rostflecken sah das bei mir echt gut aus. Allerdings ist das kein 100%-über Ersatz für die Haarspraymethode, die einfach mehr Freiheiten in der Nachbearbeitung erlaubt.
Jens  :winken:

Koffeinfliege

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Re: Kälte in Gesicht malen
« Antwort #16 am: 22. Mai 2019, 07:33:48 »
Bei der Technik soll man nicht warten, sondern zügig weiterarbeiten. Auch wird es kontrollierbarer, je dünner die abzutragende Schicht ist.
Dann wie die Igel – gaaanz vorsichtig und ohne Druck mit dem feuchten Pinsel drüber. Zeit lassen. Denn anfangs passiert nichts und dann beginnt man fester zu rubbeln und zack, ist die halbe Farbe weg.

Hans

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Re: Kälte in Gesicht malen
« Antwort #17 am: 22. Mai 2019, 10:30:27 »
Ich hab die Technik im Figurensektor nur ein-zweimal angewandt, und dann nur mit Pinsel. Aber bei Airbrush wirds nicht viel anders sein.

- Grundfarbe auftragen und diese wirklich fest und lange trocknen lassen.
- Haarspray auftragen, nicht zu dünn. Trocken föhnen.
- Deckfarbe auftragen, trocken föhnen. Dauert keine Minute. Nicht länger warten. Durch die lange Wartezeit polymerisiert die Farbe komplett durch und geht in grösseren Placken ab. Nicht zu dick auftragen!
- Mit nassem/feuchten Werkzeug Deckfarbe sofort wieder entfernen. Bei grossem Werkzeug nicht erwarten, dass feine Stellen abplatzen. Kurze steife Pinsel (alten Pinsel kürzen) geht am besten
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Drache74

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Re: Kälte in Gesicht malen
« Antwort #18 am: 22. Mai 2019, 14:06:22 »
Hallo zusammen,

erstmal noch vielen Dank an alle für eure Tipps und Hilfe.

So wie es Hans und Koffeinfliege geschrieben hat, könnte mein "Fehler" daran gelegen haben, dass ich die weiße Farbe auf dem Helm hab zu lange durchtrocknen lassen. Und vermutlich auch die Farbe etwas zu dick aufgesprüht habe.

Aktuell ist der Helm wieder "sauber" und hat eine neue Schickt Haarspray bekommen. Die werde ich noch durch eine weitere Schicht verstärken und dann wenn das Weiß erneut drauf kommt, gleich danach abreiben. Vielleicht erreiche ich dadurch ein besseres Ergebnis.

@Wolf: Auch Dir Danke schön. Ich nutze die Vallejos, und die sind schon nach dem aufsprühen relativ trocken.

Ich werde berichten, wie sich der nächste Versuch entwickelt hat.

Viele Grüße
Andreas

Jensel1964

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Re: Kälte in Gesicht malen
« Antwort #19 am: 22. Mai 2019, 14:18:45 »
Falls es das hier noch nicht gibt (ich hab jetzt nichts gefunden :woist:), wäre das Thema "Haarspray Methode" einen eigenen Thread wert wäre.
Allerdings würde das Abtrennen der entsprechenden Posts wieder Arbeit für die Moderatoren nach sich ziehen. Muss ja auch nicht sein.
Vielleicht kommt das Thema ja nochmal gesondert auf den Tisch.
Jens  :winken:

Drache74

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Re: Kälte in Gesicht malen
« Antwort #20 am: 22. Mai 2019, 17:43:57 »
Hallo zusammen,

also ich habe vorhin nochmal wie schon geschrieben eine zweite Lage Haarspray auf den Helm gemacht und das trocknen lassen.

Eben habe ich den Helm dann weiß als Wintertarnung eingesprüht und noch bevor ich die Airbrushpistole gereinigt habe, mit einem Pinsel dann das wieder stellenweise gelöst.
Fazit: Es hat etwas besser geklappt, aber nicht wirklich viel. Es ist jetzt ganz passabel geworden und so lass ich den Helm auch. Noch ein bissi Dreck und gut ist.
Unterm Strich muss ich sagen, in Büchern und Videos sah das eigentlich ganz leicht aus, wenn man bedenkt, wie manche "geschrubbt" haben , um dann auch sehr feine Stellen heraus arbeiten zu können. Und bei mir kommt mir die Farbe schon fast freiwillig mit erhobenen Händen entgegen. Was ich noch in "Verdacht" habe, evtl waren die Borsten vom verwendetetn Pinsel noch zu lang, obwohl ich schon recht kurz waren. Oder hat das doch etwas mit der verwendeten Farbe Marke oder Enaml/Acryl zu tun?

Viele Grüße
Andreas

Koffeinfliege

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Re: Kälte in Gesicht malen
« Antwort #21 am: 23. Mai 2019, 07:41:46 »
Die Farbart wird sich bestimmt irgendwie auswirken, aber Experimentiert habe ich damit nicht.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass zu viel Haarspray kontraproduktiv sein könnte. Ich habe immer nur eine dünne Lage aufgesprüht. Dann rubbelt man zwar eine Weile, aber es löst sich nicht gleich alles.


Drache74

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Re: Kälte in Gesicht malen
« Antwort #22 am: 23. Mai 2019, 14:10:53 »
Hallo Koffeinfliege,

das werde ich beim nächsten mal testen.  :P

Viele Grüße
Andreas