Autor Thema: Flugzeuge Gloster / Whittle Prototyp 1:72  (Gelesen 1180 mal)

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panzerchen

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Flugzeuge Gloster / Whittle Prototyp 1:72
« am: 08. September 2004, 22:36:01 »
Es sind nicht immer die komplizierten Dinge, die Freude bereiten, manchmal sind es so ganz einfache, geradezu simple, wie dieses etwas schrumpelige 1:72 Modell des ersten englischen Düsenflugzeuges:














Technische Daten: Typ : strahlgetriebener Prototyp  
Antrieb : 1 Strahltriebwerk Whittle W.2/500, 800 kp Standschub  
Bewaffnung : keine ( aber vorbereitet für 4 MG 7,7 mm )
Startgewicht : 1700 kp
Länge : 7,72 m
Spannweite : 8,84 m
Geschwindigkeit : 750 km/h  
Besatzung : 1 Mann

Die Gloster E.28/39 war Englands Einstieg in das Düsenzeitalter.
Dieser 1. Prototyp mit einem Radialstrahltriebwerk flog erstmals richtig am 15.5.1941, aber noch mit einem W1 Triebwerk mit 390 kp Schub.
Die gedrungene Tonnenform des Ganzmetallrumpfes resultierte aus dem größeren Durchmesser des Radialverdichters. Die zeitgenössischen deutschen Strahlturbinen waren mit Axialverdichter ausgerüstet, die einen deutlich kleineren Querschnitt ermöglichten.
Abweichend vom damaligen Standard für Jagdflugzeuge war dieses Muster bereits mit Bugfahrwerk ausgerüstet.

Meines Wissens wurden 2 Prototypen gebaut, die einzigen mir vorliegenden Fotos zeigen, abweichend vom Modell, kleine Hilfs-Seitenflossen auf dem Höhenleitwerk.

zum Modell:  
Es ist ein kleines, simples Modellchen, das mit seiner rundlichen Form durchaus auffällt.
Beim Vergleich mit Originalfotos fallen allerdings wahrnehmbare Abweichungen in der Kontur des Rumpfes vor der Kanzel und am Rücken der Kanzel auf. Das Modell wirkt etwas zu gleichmäßig gerundet.

Die Hinterkanten der Trag- und Steuerflächen sind übermäßig dick ausgefallen, ebenso der Auslaß des Düsentriebwerkes und das Klarsichtteil für die Kanzel:
 
 
Abweichend von der allgemein etwas groben Gestaltung des Modells sind die Federbeine recht filigran ausgeführt. Deshalb sind sie mir im Laufe der Jahrzehnte leider irreparabel abgebrochen, ich mußte das Modell deshalb auf Flugposition umbauen und nachlackieren, wobei ich den ursprünglichen Farbton leider nicht mehr traf.

Bemalt wurde das Modell mit dem Pinsel mit Humbrol Authenticals, die sich bei solch kleinen Fächen durchaus ohne größere Pinselmarken verarbeiten ließen.
Ich benutzte für die Oberseite die zeitgenössischen Standardfarbtöne "dark green" und "dark earth", für die Unterseite mußte, wie für englische Prototypen damals üblich, "trainer yellow" herhalten.
Eine Alterung hatte ich nicht durchgeführt.
« Letzte Änderung: 21. November 2011, 11:12:36 von Warlock »