Autor Thema: Flugzeuge *Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72  (Gelesen 22334 mal)

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Hans

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Flugzeuge *Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #30 am: 08. März 2005, 09:38:51 »
Heavytank, mit deiner Auffassung sind sich auch die 'grossen Experten' a la P M Grosz einig. Nur: Fokker war bekannt dafür, dass er extrem auf Effizienz bedacht war. Bereits damals war jede Arbeitsstunde kostbar, trotz 6-Tage-Woche und 10-Stunden-Tag. So ganz als reine Verzierung kann ich es mir einfach nicht vorstellen.

H.
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heavytank

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #31 am: 08. März 2005, 14:55:39 »
Ja Hans, ich verstehe was Du meinst.
Ich habe mich mit meinem Kollegen mal unterhalten. Er ist altgedienter Metallbauer. Wirklich Sinn macht es nicht.
Entweder ist es Dekoratioin oder es ist ein Nebeneffekt einer anderen Bearbeitung. Vielleicht war das ursprüngliche formgebende Verfahren nicht so richtig effektiv, daß die Oberfläche nachpoliert wurde, und das halt diese Oberfläche zur folge hatte.
Bei welchen Modellen war das denn so? Nur bei dieser, oder auch bei anderen?
Oder aber, es war die persönliche Macke eines Wartungstechnikers? :rolleyes:

Hans

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #32 am: 08. März 2005, 15:25:06 »
Nein, kein Einzelstück o.ä. Bereits bei den ersten A-Serien, den M-Vorläufern, bei der ganzen E-Serie E.I bis E.III sowie den frühen D-Typen. Das hatte Methode und war keinesfalls die Laune eines Werkmeisters.

H.
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Spritti Mattlack

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #33 am: 08. März 2005, 17:50:19 »
@ Wolf

Ich weiss nicht, ich weiss nicht.

Sicher hast Du nicht unrecht, wenn Du auf den Maßstab und dessen Grenzen verweisst. Andererseits ist der "Effekt" auf dem Foto schon recht deutlich zu erkennen.

Und Deine "ersten Versuche" diese Oberfläche nachzuahmen finde ich so schlecht nicht. Wenn die Oberfläche beim realen Objekt durch anschleifen aufgehellt wurde (die dadurch hervorgerufene Strukturänderung ist wohl wirklich absolut zu vernachlässigen), wäre doch ein Versuch mit unterschiedlich hellen Metalltönen ein Klacks, oder?

Wie dem auch sei. Du wirst für Dich schon die richtige Entscheidung treffen. Und das ist es was zählt.
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Murdock

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #34 am: 08. März 2005, 18:11:29 »
@Wolf

Ich glaube mit der Nachbildug der Haubenstruktur bist Du auf dem richtigen Weg. Ein  kleineres Muster und etwas stärkere Kontraste und es paßt.

Kennst Du diesen link schon ?  Ist ganz interssant.Fokker Team Schorndorf


   :winken: Murdock

Wolf

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #35 am: 08. März 2005, 18:12:02 »
ich werde auf jeden Fall die Grundfarbe, wie schon geschrieben, noch einmal abdunkeln. Aber sehr viel weiter kann man es nicht abdunkeln, weil es dann einfach schlechter aussieht. Dann lieber einen geringeren Kontrast aber dafür eine weichere, aber deutlich Maserung.
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Hans

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #36 am: 08. März 2005, 22:18:22 »
http://www.theaerodrome.com/forum/showthread.php?t=19370

Interessant. 3 Antworten, 3 unterschiedliche Meinungen: Indikator für Beschädigungen durch Vibration, gezielte Korrosionsunterstützung, Beseitigung der Treib/-Bearbeitungsspuren.

Hm. Die erste Meinung erscheint mir etwas 'over-engineered'. Die zweite Antwort habe ich schon mal gehört, das es etwas mit Korrosionskontrolle zu tun hat. Interessant der Hinweis auf die Engländer, die die Hauben ( Pub, Triplane, frühe Camel) mit einer anderen Version behandelt haben. Die Engländer haben kreisförmige Schleifspuren an kreisförmige Schleifspuren gesetzt. Ich hab sowas bei div. Maschinen auch bei uns mal gesehen und damals auch erklärt bekommen, das hätte was mit Korrosionsschutz zu tun. Panzerchen als unser Schwermetalingenieur sagt aber, das hat diese Wirkung gerade eben nicht.
Die Beseitigung der Bearbeitungsspuren klingt plausibel, ich weise aber darauf hin, dass sie auch innerhalb des Cockpits an völlig flachen Teilen aufgebracht wurden, da wo das Metall keinesfalls zu formen war, höchstens zu schneiden.

Es bleibt schwierig.

Hans
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funke4ever

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #37 am: 08. März 2005, 22:25:34 »
Bei den Revell Powerflaschen, ist ein ähnliches Muster unten an der Rundung. Mein Dad sagt, dass das mit einer Art Kegel(Walze wie auch immer) gemacht wird. Wenn man das aneinander reiht, ergibt das so ein Muster. Vielleicht war das einfach nur da, um die Rundung schön hinzubekommen.*dummi*

Ist meine Meinung dazu, schade das die Typen alle nicht mehr leben.

Rolle

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #38 am: 08. März 2005, 23:51:47 »
Hallo,
sind das eventuell gewalzte Bleche, gewalzt in unterschiedlicher Richtung? Das kann auch Muster hervorrufen.
Gruß aus Hamburg
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panzerchen

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*Fertig* Fokker E.IV Eduard Profipack 1/72
« Antwort #39 am: 09. März 2005, 00:27:54 »
nach mehreren ausführlichen Diskussionen im chat:
mir ist nach wie vor kein zwingender technischer Grund für diese "Würmchen" einsichtig.
Ich halte es nach wie vor für eine Erscheinung des damaligen Zeitgeistes.

Hans

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« Antwort #40 am: 09. März 2005, 08:36:24 »
Ich habe im aerodrome.com nochmals nachgehakt und zudem mich an meine eigenen Erfahrungen bei der Verarbeitung von Blechen ( Fe und Ms) erinnert. Meiner Theorie nach handelt es sich tatsächlich um eine Oberflächenbearbeitung die - Zeit spart! -

Erklärung: Nach jeder Bearbeitung des Blechs entstehen Kratzer, Grate vom Schneiden, man muss man die Kanten passend schleifen, Nietlöcher verputzen. Ich spreche von Metallarbeit bei Einsatz von (fast) reiner Handarbeit.

Um die verkratze, verdengelte, vergratete Oberfläche wieder von den Bearbeitungsspuren zu befreien, hilft nur beschleifen und polieren. Jeder, der das schon mal gemacht hat, weiss wie zeitaufwändig das sein kann. Mit immer feinerem Schleifleinen schleifen, wobei man zum immer wenige die Schleifrichtung wechseln sollte, damit's schön einheitlich wird. Man sieht sonst jede Schleifspur, wenn man nicht poliert wie blöd.

Nimmt man dagegen eine Schleifmaschine, rund, mit einheitlicher Körnung und bringt dann dieses Muster auf ist man razz-fazz fertig.

Also: Man spart Arbeitszeit. Man spart die Lackierung. Mission accomplished.

Wie der Korrosionsschutz, der auch diskutiert wird, physikalisch funktionieren soll, keine Ahnung. Da halt ich mich raus.

Grüße
Hans
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Wolf

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« Antwort #41 am: 10. März 2005, 16:24:07 »
schauen wir mal wie das mit dem Blech später am Modell wird.

Um am Flugzeug nach der Lackierung das durchschimmern der Rippen zu simulieren, sowie als Vorbereitung für Verschmutzungen wurde die Oberfläche des Modells im Bereich der Rippen und Spanten mit einem mittleren Braunton von Gunze lackiert. Das Ganze muss dann Rippe für Rippe maskiert werden um später exakte „Schatten“ im Bereich der Rippen zu erhalten. Auf dem Foto sieht man links den bereits maskierten Flügel sowie rechts unmittelbar nach der Lackierung.

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panzerchen

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« Antwort #42 am: 10. März 2005, 22:15:22 »
das mit den "Schatten" habe ich zwar nicht begriffen, aber ich nehme an, das werden wir noch erfahren ?

Wolf

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« Antwort #43 am: 12. März 2005, 00:17:35 »
@ panzerchen: schauen wir mal wie es wird. Genau weiß ich das auch noch nicht.
Auf jeden Fall habe ich zunächst einmal die inneren Felder mit Gunze "Sail" auslackiert. Dabei habe ich aber nicht ganz bis an den Abkleberand gsprüht.
Auf einem Flügel habe ich mal anhand der einzelnen Felder demonstriert, wie ich dabei vorgegangen bin. Wie man sieht habe ich erst den inneren Teil eines einzelnen Segmentslackiert und mich dann langsam nach außen gearbeitet.
In den nächsten Stufen kommen dann noch Lackierungen mit aufgehellten und abgedunkelten Grundfarben dazu. Danach kommen die Maskierungen ab und zum Schluß wird zum filtern nochmals die Grunfarbe drübegenebelt, in der Hoffnung, dass das dann was aussieht ;)

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Pacific Strafer

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« Antwort #44 am: 12. März 2005, 11:40:53 »
Hallo Wolf,

war leider einige Tage ans Bett gefesselt (nicht was Ihr wieder denkt :D ), die Grippe hatte (und hat noch) mich voll im Griff.
Aber zum Thema, ich denke das Du damit einen wirklich schönen Effekt erzielen wirst. Jetzt kommst es nur auf Dein Gefühl beim übernebeln der Spanten an. Klasse.

Aus dem Fieberwahn grüßt

Peter
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