Autor Thema:  USS Missouri von Revell 1:350  (Gelesen 4025 mal)

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bastelstephan

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USS Missouri von Revell 1:350
« am: 22. Januar 2006, 13:06:51 »
Hersteller: Revell
Art.-Nr.: 05071
Maßstab: 1:350
Größe: 77,4 cm lang
Skill-Level: 5
Teile: 549
Preis: mittlerweile für 25 Euro zu haben, voriges Jahr noch für 50 Euro.
Der Ätzsatz kostet bei nntmodell ca. 58 Euro



Die U.S.S Missouri, eines der größten und mächtigsten Kriegsschiffe, wurde berühmt durch die Unterzeichnung der japanischen Kapitulationsurkunden. Die Missouri war das letzte von insgesamt vier Kriegsschiffen der Iwoa- Klasse, die über eine ideale Kombination aus Feuerkraft und Geschwindigkeit verfügten, und lief im Juni 1944 aus. Die aktiven Kriegseinsätze der Missouri reichten von der Iwo-Jima Landung im Februar 1945 bis zur Einstellung der Kämpfe im September.

Zum Modell:
- Detaillierte Deckaufbauten
- Ausgeprägte Oberflächenstruktur
- Zwanzig 12,7 cm Luftabwehrkanonen
- Zwanzig 40 mm Verling Maschinengewehre
- Fünfzig einzelne Maschinengewehre
- Drei bewegliche Geschütztürme mit 40,6 cm Kanonen
- Zwei Wasserflugzeuge
- Farbige Abziehbilder

Das Modell ist ca. 77,4 cm lang. Die Spritzlinge sehen von der Verarbeitung her ganz gut aus, es ist wenig Grat oder Gußreste vorhanden und die Passgenauigkeit sieht auch sehr gut aus.
Das große ABER kommt nun: Der Rumpf wird fertig gegossen geliefert. Beim genaueren Begutachten sind auf der Rumpfunterseite kleinere Vertiefungen und sehr viel Grat in der Mitte. Das wird sehr viel Spachtel und Schleifarbeit  :5:
Praktisch überall, wo die kleinen runden Nippel im Rumpf nach oben stehen, sind diese kleinen Vertiefungen an der Unterseite.



Damit das ganze nicht zu einfach wird, habe ich mir noch den Ätzsatz von GMM dazu gekauft:



Sämtliche benötigten Farben: 5, 8, 9, 56, 57, 75, 78, 88, 91, 92, 99, 331 zu dem Bausatz.

Fazit:
Der Bausatz ist nichts für Anfänger. Es muß am Rumpf und an einigen Teilen einiges gespachtelt und geschliffen werden. Die Paßgenauigkeit ist relativ OK, da muß sehr wenig nachgearbeitet werden.
Aber für mittlerweile 25 Euro kann man aus diesem Bausatz mit etwas Aufwand ein schönes Schiff zusammenbauen. Der Ätzsatz wertet die schlechten Seiten des Bausatzes dann wieder etwas auf.

Vorteile:
- schöner großer Maßstab
- recht ordentliche Passgenauigkeit

Nachteil:
- viele Nacharbeiten

Gruß

Stephan

USronald

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #1 am: 22. Januar 2006, 13:36:50 »
Hallo Stephan,

Na, da freue ich mich schon auf dein baubericht! Gut gemacht  :P  :P

Danke,  8) Ronald  8)
Gruss, Ronald

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Burkhardt

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #2 am: 22. Januar 2006, 13:51:07 »
Löle,


Danke für die Modellvorstellung! Der Rumpf ist nicht zusammengeklebt! Wenn ich das richtig in Erinnerung habe dann ist das eine dreiteilige Form wodurch die Mittelnaht zustande kommt! Die Sinkstellen sind wirklich nicht schön lassen sich am Rupf aber bestimmt einfacher bearbeiten als an Filigraneren Aufbauteilen;) Oder sind die da auch zu finden?

Gruß
Burkhardt

bastelstephan

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #3 am: 22. Januar 2006, 14:13:50 »
Hallo,

@Burkhardt: Danke für die Erklärung.

Diese Sinkstellen sind nur am Rumpf zu finden, sollte also kein größeres Problem darstellen.
Der Rest ist in bekannter Revell-Qualität.

Über den GMM-Satz werd ich auch ein Review erstellen.

Gruß

Stephan

Hans

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #4 am: 22. Januar 2006, 18:33:27 »
Nach allem was ich von Gusstechnik im allgemeinen weiss, sind solche Sinkstellen nur schwer zu vermeiden. Das Material ist ja sehr heiss wenn es gespritzt wird und schrumpft beim Abkühlen. Wenn man sich nun so einen Zapfen/Zylinder vorstellt, dann schrumpft er 'überall', also auch 'unten'.

Man könnte es vermeiden, indem an 'Opfermaterial' an dieser Stelle anbringt. Sieht man auch ab und zu mal bei Sprizgussbausätzen, manchmal in Form von flachen Zylindern/Scheiben, wo man sich fragt, was soll das denn hier sein....

Also dann halt doch mal schlicht zur Spachteltube greifen...

H.
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meistertommes

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #5 am: 22. Januar 2006, 18:58:21 »
hi

die sinktstellen lassen sich´nach meiner erfahrung her sehr gut vermeiden.. das teil schrumpft zwar beim abkühlen aber dafür gibt es beim spritzvorgang die sogenannte " nachdruckphase" ... sie ist dazu da um die volumenschwindung auszugleichen.. nur mal so am rande  ;)

gruss thomas

Hans

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #6 am: 22. Januar 2006, 19:39:11 »
Auch bei solchen Teilen, Thomas? Man kann zwar das Schrumpfen des Teils ingesamt beeinflussen, aber auch an solchen Stellen? Gut, man lernt nie aus und zudem ist das wenige was ich weiss eher auf Metall- denn auf Plastikguss zurückzuführen.

H.
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panzerchen

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #7 am: 22. Januar 2006, 20:25:42 »
Hans, Du hast schon recht !
Auch bei Spritzguß ( Kunststoff ) ist ein hoher Aufwand erforderlich, um Sinkstellen, oder auch nur Fließlinien, zu vermeiden.
Auch da werden mehrere teure Runden während der Entwicklung der Werkzeuge und Prozeßführung gedreht.
Überall, wo Unstetigkeiten in der Wandstärke sind, gibt es diese Probleme.

An der  Stelle bei dem  Modell würde ich es nicht  so schlimm bewerten.

Pakenko

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #8 am: 22. Januar 2006, 21:34:14 »
Ist es die alte Hasegawa oder tatsächlich eine neue Form von Revell?

Madcat

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #9 am: 23. Januar 2006, 12:07:19 »
hallo,

zu den Sinkstellen kann ich was schreiben, das habe ich erst kürzlich im Studium gehabt.

:klugscheiss modus ein:

Sinkstellen entstehen immer dann, wenn man im Kunststoff stark unterschiedliche Abkühlgeschwindigkeiten hat.

Wenn man ein Spritzgusswerkeug auslegt, wird das normalerweise so getan, das der Kunststoff immer zur Einspritzstelle hin aushärten kann.
Die oben erwähnte Nachdruckphase kann dann teilweise die sogenannte Schwindung ausgleichen.
Ausserdem gilt es, stark unterschiedliche Wanddicken zu vermeiden, da dann die dünne Wand schneller abkühlt als die dickere-->Verzug und/ oder Sinkstellen sind die Folge. Schön kann man diese Erscheinung an besonders dicken Gussästen sehen, die haben an den Übergängen sehr krasse Schwindungen.
Bei dem Rumpf des Modells sieht man schön, das dieses "Wanddickenkriterium" nicht erfüllt ist, da die dünne Wand natürlich viel schneller erkaltet als die Auswerfermarken.

Ich kann jetzt sogar *tusch* den Grund für die Problematik nennen. :D

Die Auswerfer(stangen) im Formwerkzeug verschleissen nach einiger Zeit und müssen dann erneuert werden. Das kann man auf zwei Arten machen. Entweder man ersetzt den Auswerfer, oder man schleift einfach oben ein Stück ab und setzt ihn wieder ein. Da heutzutage natürlich alles möglichst "billig" sein soll, werden die Dinger häufig einfach abgeschliffen. Mit jedem Wartungszyklus wird dann die Auswerfermarke etwas dicker und die Sinkstelle grösser. Ich würde wetten das bei den ersten Modellen aus dem Werkzeug die Sinkstellen noch nicht vorhanden waren.. :)

Mit den Bindenähten ist das dann nochmal ne andere Geschichte... :D

:klugscheiss modus aus:

man für meinen ersten Beitrag war das mal ein krasser Informationsgehalt... ;)

Gruss Sebastian
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Special Hobby Sack As-6 in 1:48
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USronald

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USS Missouri von Revell 1:350
« Antwort #10 am: 23. Januar 2006, 12:26:58 »
Hallo Sebastian,

Na das ist info :respekt:  Der bruder eines freundes von mir hat ein kleiner betrieb mit 5 spritzgussmaschinen, und um das gaengig zu halten ist doch eine menge kenntnis notig :1: Hab da mal einige stunden verbracht, und dan kriegt man doch alle achtung fur dieses verfahren, ob man gute oder schlechte modelle macht :baby: Dieser beruf ist fast ein "ambacht".
Wenn man nur weiss das die meisten mallen mit 100 bis 150 bar/ato zugeklemmt werden.....Das dann ein bisschen an's modell fehlt, naja, das haelt uns ja von der strasse... X(

Danke fur deine story. Wieder etwas dazu gelernt :D

Grusse,  8) Ronald 8)
Gruss, Ronald

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