Autor Thema: Flugzeuge Dassault Rafale B (1:48 von Revell)  (Gelesen 5288 mal)

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Hobbybastler

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Flugzeuge Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« am: 24. Mai 2007, 20:47:46 »
Hallo!

Heute fertig geworden, habe ich vor Beginn des großen Regens noch eben schnell die Gelegenheit zu einigen Fotos meiner Rafale als Zweisitzer genutzt. Es handelt sich hierbei um mein erstes Modell, bei dem ich die Technik des Preshadings angewendet habe. Daher ist es auch ausnahmsweise keine Sonderlackierung, sondern eine ganz normale Einsatzmaschine der Armée de l'air geworden. ;)

Zum Bau selbst und auch zum Modell - ich sage jetzt nur: Genie und Wahnsinn in einer Box! - werde ich später noch einiges ergänzen, wenn ich etwas mehr Zeit habe.

















Wie gesagt, etwas Text kommt später, entweder morgen oder am Wochenende. Bis dahin viel Spass beim Gucken und Fehler suchen! :D

Viele Grüße, Christian
« Letzte Änderung: 14. Juli 2017, 22:37:05 von Hobbybastler »

NetRider

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #1 am: 24. Mai 2007, 21:02:45 »
Hallo Christian  :winken:

klasse Modell, sieht wirklich sehr sehr schön aus, und auch wenn Sonderlackierungen schön sind, bin ich immer noch ein Fan von Standart Einsatz Lackierungen.

mfg
Marcus
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Dannebrog

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #2 am: 24. Mai 2007, 21:16:13 »
Schickes Modell, auch wenn mir das Original nicht ganz so zusagt...  :P
Mit besten Empfehlungen vom Mike!
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Ein kanadisches Sprichwort sagt: "don´t eat yellow snow!"

panzerchen

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #3 am: 24. Mai 2007, 21:36:17 »
Von der Vorschattierung erkenne ich zwar nahezu nichts, aber das einfarbige Grau ist sehr schön belebt, es überzeugt mich.

Und ganz prima:
Keine überzogenen Gravuren für die Blechstöße !
Eben entsprechend dem Original,  es soll ja schließlich ein Modell sein und kein Fantasiegebilde.
Soooo finde ich es goldrichtig !

Carzenburg

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #4 am: 25. Mai 2007, 02:14:28 »
Wie "jede Woche" wenn Du uns mit einem neuen Modell beglückst :meister:
Wie bekommst Du eigentlich die Kanzeln immer so sauber hin,nur Tamiya Band und Cutter,oder mit Hilfe von Onkel Eduard?

J. :winken:

Erdinger

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #5 am: 25. Mai 2007, 07:07:13 »
Genie und Wahnsinn? Na, da bin ich aber gespannt. Auf jedenfall ein Hingucker!  :P
Grüße!
Thomas 
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KlausH

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #6 am: 25. Mai 2007, 07:18:44 »
Hallo,

wunderschöne Maschine! Ich finde übrigens den Effekt des Preshading genau richtig: Nicht aufdringlich, aber noch wahrnehmbar. Gefällt mir sehr gut! :P

Schöne Grüße
Klaus

Flugwuzzi

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #7 am: 25. Mai 2007, 07:52:54 »
:P  :P  gefällt mir ausgesprochen gut.

Die sonst so langweilige Basislackierung ist schön und subtil aufgelockert und sieht optimal aus.
Wie auch Carzenburg meint ... die Kanzel ist super geworden ... was ist dein Geheimnis? :D

 :winken:
Walter
MACHEN ist wie WOLLEN ... nur viel besser!

Hobbybastler

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #8 am: 25. Mai 2007, 11:42:01 »
Danke schön! :winken:

@ panzerchen, KlausH und flugwuzzi: So sah das Teil zwischenzeitlich einmal aus:



Nach einer grauen Grundierung mit der Tamiya-Sprühdose habe ich zunächst ordentlich schwarze Farbe mit der Airbrush ausgetragen, besonders an Panellines, Lufthutzen und änhlichen Stellen, aber teilweise auch nach Belieben. Dann war ich der Meinung, dass etwas mehr Kontrast nicht schaden könnte, und habe mit weisser Farbe die größeren Flächen aufgehellt und noch hier und da einige Punkte gesetzt. Verwendet habe ich wieder Acryl-Farben aus dem Künstlerfarbenangebot von Hansa.

Hierbei kam mir extrem zugute, dass ich mir eine neue Airbrush zugelegt habe. Mit der bisherigen Triplex habe ich nur flächige Lackierungen hinbekommen, mit der neuen Evolution 2in1 kann ich auf einmal auch feinere und punktuellere Arbeiten. ;)

Für die graue Farbe habe ich dann Revell AquaColor 374 verwendet, in einer recht dünnen Mischung mit destilliertem Wasser, so über den Daumen etwas mehr als 2,5 zu 1. Damit habe ich dann so lange flächig lackiert, immer so wenig wie gerade eben möglich, bis ich der Meinung war, dass die Wirkung passt.

Diese Vorgehensweise sollte übrigens tatsächlich nur die grauen Flächen auflockern, eine spezielle Heraushebung der Panellines habe ich damit nicht vorgehabt. Dafür hätte ich später noch ein Washing gemacht, allerdings habe ich mich dann wegen der meiner Meinung nach ohnehin schon guten Wirkung der Gravuren auf die Hervorhebung von Details - Lufthutzen und -auslässe, Ansätze der Steuerflächen, Vorflügel, Räder und Triebwerk - beschränkt.

Mit dem ersten Versuch bin ich sehr zufrieden, und ich freue mich sehr über die positive Resonanz! :D

Ein Missgeschick auf der Zielgeraden mit Farbresten an den Fingern beim Anfassen des Modells ( :14: ) konnte ich übrigens relativ gut kaschieren. Wer genau hinsieht, sieht oben am Übergang des Rumpfes zur rechten Tragfläche einen etwas helleren Bereich, der auch im Glanzgrad nicht genau passt. ;)

Zitat
Original von Flugwuzzi

Wie auch Carzenburg meint ... die Kanzel ist super geworden ... was ist dein Geheimnis? :D

@ Carzenburg und flugwuzzi: Bei den Kanzeln habe ich schon alles mögliche ausprobiert, Tamiya-Tape und Holzleim waren meine bisherigen Favoriten. Für einige Modelle auf Halde habe ich mir auch schon Unterstützung von Onkel Eduard zugelegt, aber bisher nicht eingesetzt. Bei der Rafale habe ich erstmals Maskierflüssigkeit verwendet, und zwar von der tschechischen Firma Agama, die übrigens auch ganz hervorragende Farben produziert. Frühere Versuche mit Maskol und wie die Sachen alle heißen sind grundlich daneben gegangen, das Zeugs hat viel zu sehr gestunken und hatte eine für meine Verhältnisse viel zu zähflüssige Konsistenz, um auch nur ansatzweise eine vernünftige Kante hinzubekommen. Die Maskierflüssigkeit von Agama verbreitet zwar auch einen leichten Hauch von Ammoniak, aber wirklich nur einen leichten. Dafür stimmt die Konsistenz zu 100%: Flüssig genug, um mit einem Zahnstocher an die Kanten gebracht zu werden und sich dann mit Kapillarwirkung schön hineinzuziehen, und fest genug, um nicht gleich über das ganze Modell zu verlaufen.

Bei geraden Kanten würde ich weiterhin eher auf Tamiya-Tape setzen, für die Rundungen der Rafale-Verglasung war das aber einen Versuch wert, der ganz gut hingehauen hat.

Zitat
Original von Erdinger
Genie und Wahnsinn? Na, da bin ich aber gespannt.

@ Erdinger: Genie und Wahnsinn - die Rafale ist ein ganz fantastischer Bausatz mit wenigen Schwächen, dann aber richtig. Es gibt im Netz eine Menge Reviews, daher möchte ich mich hier nur auf die Dinge beschränken, die mir besonders aufgefallen sind.

Genie: Detaillierungsgrad und auch die Qualität der Details sind einfach überragend, mindestens auf dem Niveau von Tamigawa. Bei einigen Kleinigkeiten sieht die Rafale im Original etwas anders aus, aber na ja, dieses wie ich finde sehr formschöne Flugzeug ist sehr gut getroffen. Ein Fehler ist eine Positionslampe auf der Spitze der Seitenflosse, was sich aber problemslos durch einfaches Abschleifen lösen läßt. Die Auslegung des Bausatzes ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, z.B. bei getrennten Wannen für beide Cockpits, aber im Ergebnis sehr durchdacht, da so die Cockpits dicht nach innen abschließen und sich keine Probleme mit eindringendem Sprühnebel ergeben. Cockpit und Fahrwerk sind sehr detailliert und bestehen aus einer Unmenge von Einzelteilen. Die Passgenauigkeit ist größtenteils hervorragend. Die Steuerflächen sind zwar angegossen, aber freigestellt.

Wahnsinn: Die Passung der Lufteinläufe und der Tragflächen ist, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Bei den Tragflächen ist das leicht zu korrigieren, bei den Lufteinläufen ohne größere Flurschäden nicht. Ich habe mich an dieser Stelle für vorsichtiges Angleichen und Auffüllen der Kante entschieden, ohne sie aber ganz verschwinden zu lassen. Die Cockpitverglasung ist sehr dick, nicht ganz klar und auch nicht ganz schlierenfrei. Leider auch leicht zerkratzt, da Revell hier an einem kleinen Extrabeutel gespart hat. Fast alle anderen transparenten Teile, vor allem die HUDs, die Sensoren vorne vor dem Cockpit, die Spitzen der Magics und die Positionslichter, hatten unschöne Lufteinschlüsse, was dazu führe, dass ich diese weitestgehend übermalt habe. Einem Modell dieser Qualität hätte auch ein Innenleben in Form von Triebwerkseinläufen nicht geschadet, statt die Lufteinläufe offen in der Höhle des Innenrumpfes enden zu lassen. Was besonders verwunderlich ist, da die Schächte des Hauptfahrwerks nach vorne hin offen sind und so für eine schöne Lichtquelle sorgen, wenn man von vorne auf das Modell schaut. :D

Ich habe mich beholfen, indem ich die Schächte verschlossen habe (mit Teflonklebeband, das ich gerade zur Hand hatte) und den gesamten Innenrumpf mattschwarz lackiert habe, um zumindest optisch für einen gewissen Tiefeneindruck zu sorgen.

So ein bißchen hatte ich das Gefühl, dass sich bei dem Modell zunächst die Entwickler und Formenbauer so richtig ausgetobt haben, um zu zeigen, was sie können. Und das ist eine Menge! Anschließend scheinen aber auch die Kostenrechner zu Wort gekommen zu sein. ;)

Wobei man aber nicht vergessen sollte, dass der Einfluss der Kostenrechner zu einem Revell-typisch preisgünstigen Modell geführt hat. So bitte ich meine Kritik auch zu verstehen: Preis und Leistung stehen in einem spitzenmäßigen Verhältnis zueinander. Es wäre aber eben noch besser gegangen, aber dann wahrscheinlich auch teurer!

Viele Grüße, Christian

Nachtrag:

Etwas Vorsicht ist auch bei den Decals angebracht, das hätte ich fast vergessen. Zum einen braucht es eine wirklich hochglänzende Oberfläche wie eine polierte Schweineschwarte, um silbern zuverlässig zu verhindern. Zum Test geklebte Decals auf normal glänzender Oberfläche zeigten deutliches Silvering. Daher habe ich zweimal hochglänzend lackiert, dann ging´s. :)

Zum anderen sind Unmengen von Weichmacher notwendig gewesen, um die sperrigen Dinger zum richtigen Anschmiegen zu bringen. Auf Mr. Mark Softer haben die kaum reagiert, erst nach mehrmaliger Anwendung von Mr. Mark Setter ging´s dann. Nach dem matten Klarlack wirken die dann aber wirklich wie auflackiert, es ist kein Hauch eines Trägerfilms mehr zu erkennen.
« Letzte Änderung: 14. Juli 2017, 22:32:56 von Hobbybastler »

Erdinger

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #9 am: 26. Mai 2007, 08:38:55 »
Grüß dich, Christian!

Vielen Dank für deinen ausführlichen und hilfreichen "Genie und Wahnsinn" Bericht! Werde ich mir ausdrucken und ab in die eingelagerte Box damit  :) .

Ähnliche Erfahrungen wie du habe ich bezüglich der Abziehbilder mit denen aus der 48er "Val" gemacht: Schön auf Future aufgebracht widerstanden diese der Anbringung von Micro Sol ohne Mühe... Auch mit SolvaSet, meiner "Keule" für Abziehbilder ging diesmal nichts, sie ließen sich fast gar nicht in die Blechstöße einbringen. Hat mich doch geärgert, hätte ich nicht vermutet. Die Oberfläche erwies sich nach Trocknung als wasserabstoßend, sodass es auf der Fläche der Abziehbilder nicht gelang, die Blechstöße mit der von mir bevorzugten Wasserfarbe zu betonen. Na ja, nächstes Modell...

Wo beziehst du die Agama-Sachen?
Grüße!
Thomas 
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Rolle

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #10 am: 26. Mai 2007, 09:15:53 »
Hallo,
sehr schönes Modell, eine Düse die mir auch mal gefällt.
Sehr sauber gebaut und ein schönes Finish!

Allerdings, nach deiner Erklärung, wie du die Oberfläche lebendiger gestaltet hast, wirk es auf mich doch eher fleckig. Etwas mehr von der Grundfarbe an einigen stellen, wäre besser gewesen.
Die Idee mit den schwarzen und weißen Pünktchen ist so schlecht nicht, vielleicht wäre aber eine weicher Übergang zu den einzelnen Punkten besser gewesen.
Habe ich eine einfarbige Maschine, müsste man mal testen?
Gruß aus Hamburg
Rolf Karotka
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Hobbybastler

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #11 am: 26. Mai 2007, 10:03:26 »
Zitat
Original von Erdinger
Wo beziehst du die Agama-Sachen?


Moin!

Die Sachen habe ich von TS-Modellbau, nähere Infos am besten direkt bei Agama. :winken:

@ Rolle: Danke für den Hinweis.

Viele Grüße, Christian

The Gunslinger

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #12 am: 26. Mai 2007, 19:42:47 »
Hi ,

hübsch die kleine Französin , ein rundum gelungenes Modell  :P  :P  :P

Mfg Thomas :winken:

Hobbybastler

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #13 am: 06. Juli 2007, 02:29:09 »
@ The Gunslinger:

Sorry für die späte Antwort, aber irgendwie hatte ich das übersehen. Auch Dir ein dickes Danke, aber "kleine Französin" - na ja! :D

Die Rafale ist doch recht stämmig, im Moment ist sie nach den Business-Jets der größte Vogel auf meinem Regal. Eine F-16 wirkt zierlich im direkten Vergleich, von den Starfightern und Sabres mal ganz zu schweigen. Die Spannweite ist recht beachtlich, daher habe ich mich auch für eine recht bescheidene Auswahl bei den Außenlasten entschieden. Fette Apache-Marschflugkörper unter den Flächen würden den Brummer imho noch massiver wirken lassen, und die elegante Linienführung eher stören als betonen. ;)

Viele Grüße, Christian

control

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Dassault Rafale B (1:48 von Revell)
« Antwort #14 am: 06. Juli 2007, 13:28:22 »
Dann mußt Du Dir erstmal die M ansehen! Mit Ihrem Trägerfahrwerk sieht sie leider völlig verunstaltet aus   :5:
Deshalb steht sie bei mir auch relativ weit unten im Regal (da sieht man´s nicht so  :D )

Btw. wirklich ein sehr schönes Modell  :P

So long
control
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