Autor Thema: Schiffe * Im Bau * USF Constitution - Erstellung der Takelage - 1. Vorstellung Modell  (Gelesen 18344 mal)

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Marcus.K.

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Hallo Holzwürmer, Vizeadmiräle und Schiffsjungen,

am Samstag war es soweit. Ich habe beim großen E eine schon gebaute Consititution ersteigert, sie aber mangels Zeit erst Samstag holen können. Wenn ich gewußt hätte, wie eindrucksvoll das Modell ist ...

O.k. sie ist nicht ganz soooo gut gebaut, wie vieles, was ich hier bei Euch so sehen kann. Aber dennoch sauberer als je ein Modell bei mir vor Jahren wurde.

Warum hab ich ein fertiges Modell, bei dem nur die Takelage noch fehlt, geholt?

Zwei Gründe:
1. ich bin nicht ganz sicher, ob ich den Bau eines Modellschiffes überhaupt durchstehe. Die Zeit, die Winzigkeit der Details. Ich verliere üblicherweise gern mal die Lust! Also ist das hier eine "Probe", bevor ich einen meiner noch unangetasteten Bausätze verpfusche.

2. Zum wirklichen Modellbau fehlt mir einfach die Zeit. Mit zwei kleinen Kindern (3 Jahre und 13 Wochen) ist einfach nicht genug zusammenhängende Zeit da, um Farben anzurühren und zur streichen - oder auch um Holz zu bearbeiten. Für letzteres fehlt auch der Platz!
Also: ein Fertiges Modell vom Schrank nehmen und ein paar Strippen ziehen - das müsste so Abends zwischen 8 und 10 noch funktionieren. Da trocknet keine Farbe ein, da muss man nicht 1/2 h mit Auf- und 1/2 h mit Abbau verschwenden. So denke ich mir mal ...

Warum gleich die Connie? Ich liebe dieses Schiff einfach und wollte ursprünglich vielleicht auch noch dran rum malen oder Bauliche Veränderungen machen .. Mal sehen.

So, genug gelabert: hier mal Bilder auf die Schnelle:

Die USF Constitution von Revell


Der Bug - man erkennt recht gut die dem Bausatz beigelegten Wanten - leider haben die seit der Befestigung von ca. 30 Jahren etwas an Spannung verloren.

Da Modell wurde in den 60igern in Amerika gekauft und später gebaut. Der Erbauer - ein ehemaliger Marineflieger und Lufthansapilot, der zur Ausbildung auch auf der Gorch Fock war, hat die segellosen Rahen (damals lagen den Bausatz keine Plaste-Segel bei) quergestellt und leider angeklebt .. mal sehen, was da noch machbar ist.


Das Heck der Schönheit. Man sieht, dass die Feinheiten der Gravur sehr schön bemalt wurden. Leider klafft ein schöner Spalt zwischen Heckspiegel und Rumpfhälften. Überhaupt sind die ein oder anderen Details nicht ganz nach meinem Geschmack gestaltet. So ist z. B. die Backbordbatterie ausgefahren und hat geklappte Stückpfortendeckel während die Steuerbordbatterie eingefahrene Kanonen zeigt.
Aber was solls - hier kann ich auch lernen, wie es aussieht, wenn man z. B. nicht ganz so penibel arbeitet.


Hier die Originalschachtel, die natürlich etwas gelitten hat in den letzten 40 Jahren. Sie enthält noch ein wenig garn, ein paar Kleinteile, die noch fehlen und ein paar Blöcke unterschiedlicher Größe. Von der ehemaligen Besatzung (ca. 20 Figuren laut Schachtel) leider keine Spur mehr. Entkommen, dessertiert! Feigen Hunde!


Hier nur das vordere Deck. Die Holzstruktur der Planken wurde leider ziemlich mit Farbe zugekleistert. Auch die Farbe selbst ist leider gewöhnungsbedürftig - aber ich will nicht meckern. Ich kann es ja selber nicht!! Leider sind auch die beiden Stöße zwischen den drei Decksteilbereichen überdeutlich. Wie konnte man nur ein so schönes Deck dreiteilen!!? Eigentlich erstaunlich, dass der Bausatz trotz diesen Fehlers so gute Kritiken erhält. Aber wenn ich mir wiederum den Rest ansehe: diese Detaillierung der Oberflächen - super schön! Bei Gelegenheit halte ich mal meine Rumpfhälften meiner noch ungebauten Connie daneben um zu sehen, ob´s noch die selbe Form ist.


Jetzt noch das Achterdeck. Auch hier sind die Plastikteile etwas lieblos angeklebt - z. T. auch nicht angemalt (oder wenigstens nicht als "Holz" kenntlich gemacht). Auch die Vertäuung der Carronaden ist natürlich nicht akzeptabel. Ein Detail, das ich selbstverständlich korrigieren muss!

UND hier mal jetzt eine Frage an die Cracks:
Das Modell zeigt die Mastspitzen - die Stengen? - in einer Form, wie ich sie bisher noch nicht (bewußt) bemerkt habe. Nämlich die oberste Rah (ist das nicht das Royal?) an einer Stange befestigt, die vor der sehr langen .. hm , wie heißt diese Stenge? .. ist das nicht der Flaggenstock? .. befestigt ist? Kann das stimmen? Kennt jemand diese Form? Gibts dafür Belege? Ich werde auch mal meinen Kedge Anchor befragen.


Ach ja, daneben steht noch eine weitere kleine Schönheit, die mir der Verkäufer - quasi als Entschädigung für meinen langen Anfahrtsweg - noch dazu geschenkt hat: die Bluenose. Hersteller: keine Ahnung, weiß es von Euch jemand?


[img=http://img98.imageshack.us/img98/4836/dsc0005mh1.th.jpg]
Leider hat sie die 70iger-Jahre Plastik-Segel. Vielleicht mache ich mich irgendwann mal an die ran. Die könnte man doch mit der Tempo-Kaffee-Leim-Methode ersetzen? Und dann auch so .. wie sagt man das .. ausrichten, dass flotte Fahrt denkbar ist. Vielleicht auch als Diorama mit Wellengang? Mal sehen, was die Zeit so bringt.

Zurück zur Connie.
die Frage 2 an die Cracks: wo kann man über Internet Taue und Blöcke in vernünftiger Qualität und zu vernünftigen Preisen ordern? Selber machen kommt (noch) nicht in Frage. Irgendwann mal werde ich eine Euerer Reeperbahnen bauen - aber bis dahin muss ich noch Geld ausgeben. Woher also? Bin für jeden Tipp sehr dankbar!

Edits: Bilder korrigiert und ein wenig Text korrigiert - nix großes - und immer noch viele Tippfehler. Bin aber jetzt wirklich müde...
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2011, 12:34:40 von Wolf »

Klaus Lotz

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USF Constitution - Erstellung der Takelage - 1. Vorstellung Modell
« Antwort #1 am: 22. Oktober 2007, 00:58:30 »
Hallo,

Tauwerk kannst Du hier bekommen.http://www.home.foni.net/~agondesen/tauwerk.htm
Bin mal gespannt, was Du aus der alten Dame machst.

Gruß

Klaus

The Gunslinger

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USF Constitution - Erstellung der Takelage - 1. Vorstellung Modell
« Antwort #2 am: 22. Oktober 2007, 05:27:32 »
Zitat
Ich liebe dieses Schiff einfach


Ich auch , sie ist einfach eine absolute Schönheit  :P  :P  :P  .
Ich hab das Teil vor Jahren mal gebaut .
Bin echt gespannt was du an dem Modell noch machst . :)

Mfg Thomas :winken:
zur Zeit in Arbeit :
1:200 Trumpeter Sovremenny + WEM Ätzteilsatz
Baubericht   Stand 3.6.07

Marcus.K.

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USF Constitution - Erstellung der Takelage - 1. Vorstellung Modell
« Antwort #3 am: 22. Oktober 2007, 09:24:39 »
Hallo Ihr Beiden,

ja, bin auch gespannt, was draus wird. Jetzt, da ich sie habe, kann ich auch anfangen mir Gedanken über das "wie soll sie präsentiert werden" machen.

Der Mizzen-Mast (Besan-Mast?) ist ein wenig krumm geworden im Lauf der Zeit. Einerseits denke ich, das lässt sich bestimmt über eine entsprechendens Stehendes Gut lösen. Andererseits habe ich dauernd darüber nachgedacht, ob ich die wackeligen Plastikmasten durch hölzerne ersetzen soll. Aber genau genommen kann ich das nicht. Ich habe keine Drehbank und von Hand schnitzen ist irgendwie auch nicht. Und einfach einen Rundstab nehmen geht ja auch nicht, weil sich ja der Durchmesser mit der Höhe ändert und auch die Kopfstücke ein Mehreck (Viereck, Achteck) krönt.

Danke auch für den Tip mit dem Takelgarn. Ich nehme an, Du hattest gute Erfahrungen mit der Qualität? Ich muss mal sehen, was ich so als erstes brauche. In meinem Kegde Anchor (den HWE ja vorgestellt hatte) habe ich ja schon entdeckt, dass auf den letzten Seiten die Dimensionen der verschiedenen Taue aufgelistet sind (sortiert auch nach Schiffstypen - und die Constitution wird ja wohl eine 1st Class Frigate sein - wenn nicht die, welche dann??)  

Hab allerdings noch Schwierigkeiten mit den Angaben. Ich kann noch nicht eindeutig deuten, was welche Zahl darstellt... Aber das kriege ich noch hin, wenn ich mal etwas mehr Zeit habe. Oder vielleicht auch mit Eurer Hilfe!

Zur Darststellung:
da mein Vorbesitzer die Rahen dem alten Plan gemäß in gerefftem Zustand aufgehängt hat und ich die Rahen vermutlich nicht vernünftig lösen kann, werde ich das Schiff wohl auch im Hafen oder vor Anker liegend darstellen. Ich dachte dabei an eine Belade-Situation. Vielleicht dass eine Kanone oder ein paar Fässer o.ä. an Bord gebracht werden, die von einem Kutter aus herüber geschafft wurden. Der Backbord-Anker hat sich ja vom Ankertau gelöst. Den würde ich dann auch gleich fallen lassen - d. h. man könnte das tau "im Wasser" versenken und hätte dann eine Anker als Ersatzanker über. Hatte ein Schiff wie die Constitution nicht mehr als zwei Anker dieser größe?

Noch eine, zwei Frage an die Cracks:
- gibt es einen Unterschied in der Rahstellung zwischen gerefften (angeschlagenen) Segeln und dem zustand mit nicht angeschlagenen Segeln?
- Wann wurden die Segel abgeschlagen? Eher weniger Häufig oder eher oft?
- Bezugsquellen für Blöcke für Masstab 1/96 (oder nah daran?). Ich weiß, es ist irgendwie feige, viele Details einfach zu kaufen anstatt selber zu machen. Aber aus den oben erwähnten Gründen (Zeit und Platz) möchte ich mich erst mal Stückweise der Geschichte nähern und da ist das Zukaufen ein Weg, sich mit den sicher auch spannenden Details erst mal nicht aufzuhalten. Ich bitte um wohlwollendes Verständnis ...  ;)

Ich habe übrigens gestern Abend noch im Kedge Anchor nachgesehen und am Beispiel der Main- und Mizzen-Stays versucht nachzuprüfen, wie im Buch beschrieben ist, wie das Stehende Gut zu benutzen ist. Als Vergleich hatte ich dann die Abbildungen von Lennarth Petersens herangezogen. Dabei fällt mir auf dass,
a) ich mit den verbalen Beschreibungen des Kedge Anchor ohne Bild zunächst kaum klar komme  8o
b) die Bilder n Lennarth Petersons Buch sehr anschaulich sind - aber eben eine britische Fregatte zeigen - und nicht die Constitution.
c) beide Darstellungen in einigen Bereichen von dem, was üblicherweise an der Constitution so getakelt wird (entsprechend der Revell-Darstellung?) doch deutlich abweicht. Details dazu später mal.

Resumée: ich begreife auch hier mal wieder, dass es deutlich schwieriger ist, so eine Arbeit durchzuführen, als einem Andern beim Machen per Board "über die Schulter zu schauen". Denn wenn Ihr hier Lösungen präsentiert, habt Ihr meist einen wichtigen Schritt schon erreicht: ihr wisst dann schon, was ihr erreichen wollt. Für mich ist das noch völliges Neuland - ich freu mich schon auf´s Erkunden!

modellbau.fan

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« Antwort #4 am: 22. Oktober 2007, 10:34:34 »
Hallo Marcus,
na dann mal los ... und toi toi toi!  :P  Ich persönlich finde es echt schwer ein "halbfertiges Modell" zu übernehmen: Wie weit wird der Rückbau bzw. wieviel übernimmt man unverändert und wo macht man weiter ... nicht das es zu einer Büchse der Pandora wird.  ;)

Blöcke etc. in diversen Maßstäben hatte ich mal bei moduni.de unter Zubehör gesehen.
CU modellbau.fan  :winken:

jaerschen

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USF Constitution - Erstellung der Takelage - 1. Vorstellung Modell
« Antwort #5 am: 22. Oktober 2007, 15:05:02 »
Hallo Markus,
schön das du überhaupt die Zeit gefunden hast dein Zuschauerdasein zu beenden. Das von Klaus gezeigte Takelgarn ist optisch sehr schön , ich bin auch ansonsten sehr zufrieden. Es hat jedoch 2 Eigenschaften die du unbedingt wissen solltest. Zum einen solltest du vor dem Abschneiden  die Schnittstellen mit Sekundenkleber behandel, da sich das Garn sonst aufdrullert. Die zweite kommt dir bei einem Kunststoffmodell allerdings sehr entgegen. Es ist etwas elstisch und macht deshalb trotz geringer Spannung einen straffen Eindruck.

Eine Frage zur Bemalung: Lässt du den ätzenden Farbton des Decks, oder wirds noch überarbeitet?
Gruß
Jürgen :winken:


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Marcus.K.

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USF Constitution - Erstellung der Takelage - 1. Vorstellung Modell
« Antwort #6 am: 22. Oktober 2007, 23:40:13 »
Habe mir heute abend noch mal das Deck angesehen .. ja die Farbe ist schon etwas ätzend. Fast einen Stich ins pink .. hua.. Ich fürchte aber, dass sie auch so dick aufgetragen ist, dass allein mit neuem
Farbauftrag nix zu gewinnen ist. Ich denke aber mal drüber nach. Gefallen tut mir das Deck so nicht.

Klar ist mittlerweile wirklich, dass die Wanten runter müssen. Wo ich noch mit mir ringe ist die Frage, ob ich die Plastik Cateyes und Lanyards (Jungfern und Taljereeps) absäbeln und durch "richtig" ersetzen soll. Verglichen mit den Bilder des Hull-Modells fällt auch auf, dass beim Modell nicht alle Jungfern auf der gleichen Höhe sitzen - die Jungern der Pardunen (backstay - ein einleuchtender Begriff) sind da am Vormast (Foremast) etwas tiefer als die übrigen.

Aber bei den Wanten fällt mir noch was auf. Wenn ich mir so ansehe, wie dicht die Wanten an der Rah des Vorsegels (Fore course) und Großsegels (Main Course) vorbei läuft, frage ich mich, wie weit man die Rah denn herumschwenken konnte, ohne dass die Wanten dadurch berührt wurden. Dass kann nicht allzu weit gewesen sein, oder? Ist das normal? Hat mal jemand Bilder, die den Abstand zeigen?

Etwas spannend und noch unklar für mich ist die Frage, wie die Bentinck-Wanten (Futtock Shrouds)  an der Connie ausgeführt waren: Revell zeigt sie als "doppelte Bentinck-Wanten". Also wie bei Mondfeld auf S. 303 oben in der Mitte, alle einer Seite zusammengefasst und mit einem Tau unten an Deck (oder an der Reling) auf der gegenüberliegenden Seite befestigt. Marquardt, das Hull-Modell und der Kedge-Anchour stellen - soweit ich das erkennen kann - eher eine "Einfache Bentinck" dar, die am Mast oben verspannt sind (Mondfeld S. 303 oben rechts).  Ich denke, ich folge da dem Hull-Modell. Oder weiß das jemand besser?

Wow, jetzt muss ich endlich mal die Terminologie wirklich lernen - am besten zweisprachig.

Hier mal die Bücher, mit deren Hilfe ich meine Takelage erstellen möchte:

1. USS Constitution aus der Anatomy of the Ship-Reihe von Karl Heinz Marquardt. Trotz aller Kritik am Buch gibt es einen schönen Überblick über Masten, Rahen und Tauwerk zwischen 1803 und 1815.

2. Rigging von Lennarth Petersen - die Bilder sind selbsterklärend und man erkennt sehr viele Details. Die Funktion der einzelnen Stränge erklärt sich praktisch von selbst. Aber Achtung: wie schon erwähnt zeigt das Buch eine britische Fregatte, die auch deutlich kleiner ist als ihre amerikanische "Verwandte".

3. Natürlich: Mondfelds Schiffsmodelle - wie könnte man darauf als Nachschlagewerk verzichten ... Ich verschaffe mir dort die deutschen Namen der Dinge ...

4. The Kedge-Anchor von William Brady - als Standard-Werk um 1840 ist es nicht zeitlich nicht allzuweit von meiner Constitution um 1815 entfernt. Allerdings fällt es mir, wie schon gesagt, schwer, zu verstehen, was Brady da beschreibt.  

5. Zuletzt meine wichtigste - aber leider am wenigsten umfangreiche - Quelle: das Isaac-Hull-Modell, von dem ich leider nur wenige Bilder habe, die Ihr hier nochmal ansehen könnt:  KLICK MICH

Wer von Euch hat denn den Kedge-Anchor noch? Ab S. 340 beginnen die Tafeln mit den Längen und Stärken von laufendem und stehendem Gut. Aber weiß jemand, was die "Size 8" für ein Maß ist? Ich vermute mal, dass das die Stärke ist. Aber in welcher Einheit?

Und wer kann mir sagen, ob das Stehende Gut (um das es erstmal am Anfang geht für mich) rechts oder linksdrehend war? Handelt es sich dabei eher um Cable-laid ropes oder umd Common oder plain-layed ropes (wie auf S. 35  alternativ dargestellt). Oder war gar die eine Seite mit rechts- und die andere Seite mit linksdrehenden Tauwerk ausgeführt???

Welche Bücher würdet Ihr mir zur Vervollständigung meiner diesbezüglichen Bibliothek empfehlen?

Auch steht noch die Frage nach der seltsamen Bemastung im oberen Bereich aus. Laut Marquardt ist zwischen 1803 und 1815 (gem. einer Listung von 1815) oberhalb des Main-, Mizzen- und Fore-Topmast je ein relativ kurzer Topgallantmast. Darüber kommte dann je der relativ lange Royal-Mast.

Das Hull-Modell, das das Schiff um 1812 zeigt, scheint aber eher je einen durchgehenden Topgallant Mast zu zeigen, an dem auch die Royal-Rah befestigt ist. Dahinter ist dann der Royal-Mast oder Sky-Pole angebracht - seht euch mal das letzte Bild genau an!


In jedem Fall ist die Revell´sche Lösung (vgl. Bild oben im ersten Beitrag) nicht nachzuvollziehen.
Daher nochmal meine Frage an Euch: kennt jemand eine solche Konfiguration?

hwe

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« Antwort #7 am: 23. Oktober 2007, 08:45:06 »
Hallo Marcus,

erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem "Schnäppchen"!

Das ist eine schwierige Aufgabe, an die Du dich da heranwagst.

Ich kenne das auch, wenn man ein Modell übernimmt, das jemand anderer angefangen hat, findet man schnell 1000 Stellen, die man selbst anders machen würde.  ;(

Mir sind zum Beispiel wieder auf den ersten Blick die falschen Brocktaue aufgefallen. - Furchtbar!  :2:  :rolleyes:

Ansonsten hast du einen ganzen Haufen Fragen auf einmal.

Blöd ist auch, dass die Bemalung nicht so ganz zufriedenstellend ist und auch die Fugen zwischen den Teilen nicht verspachtelt wurden.  :rolleyes:

Das würde für mich bedeuten, dass ich an den Stellen einschreiten würde. - Was wiederum Farben- und Lösungsmittelgeruch bedeuten würde, was bei dir ja wohl leider auch ein Problem darstellt.

Schwierig, schwierig.

Ich würde an deiner Stelle vielleicht erstmal mit der Überarbeitung der Bluenose anfangen. - Wenn Du bei der etwas verpfuschst, tut es dir erstmal nicht so weh, wie bei der Conny. Du kannst die geplanten Techniken schonmal ausprobieren und lernen und die Conny wird dann um so besser.

Ein paar deiner Fragen will ich versuchen zu beantworten:

Ja, es gibt deutliche Unterschiede in der Takelung, je nachdem, ob mit gerefften Segeln, oder nicht. Da musst du eben drauf eingehen.

Die Masten durch Holzmasten zu ersetzen ist nicht sooo schwer. - Einfach einen Rundstab in eine Bohrmaschine einspannen und langsam laufen lassen. - Und schon kannst Du mit geeignetem Werkzeug
das eine Ende problemlos zuspitzen. - Mit etwas Übung geht das schon.

Ob die einzelnen Taue nun cable-laid oder rope-laid sind, hätte ich im Kedge-Anchor gesucht.

Die "8" kann tatsächlich eine Menge bedeuten, das kann ich im Moment auch nicht sagen, ich schnappe mir den Kedge Anchor heute abend mal, wenn ich Zeit habe. - Derzeit vermute ich, dass es sich entweder um die Anzahl der Kardeele in der Basisausführung geht. - Andere Auslegungen wären: Durchmesser ( 8 Inch - Hossa! Das ist schon recht dick, kann aber für den Zweck richtig sein.) oder Umfang.
Noch eine Möglichkeit wäre, dass die damals gewisse Tau-Typen hatten: "Dafür nimmst Du 8er Tau !" - Und jeder weiss, was gemeint ist...

Mehr Zeit habe ich leider gerade nicht.

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es weiter geht. - Übrigens hast Du dir die schwerste Aufgabe gleich zu Anfang vorgenommen. - Einen technologisch hoch ausreiftes Dreimast-Kriegs-Segelschiff (Vollschiff) zu takeln. - Und den Spaß am Rumpfbau hast Du aussen vor gelassen... - Kann ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen, liegt aber wohl an deinen besonderen Umständen. - Wie gesagt, auch wenn es noch so sehr juckt, ich würde erstmal die Blue Nose "überarbeiten".

Ciao,

HWE
 :mariinee:

PS: Farbe, auch alte, kann man wieder abbekommen. - Siehe auch den Baubericht meiner Soleil Royal...

Nachtrag. Ich habe mir gerade eben nochmal deine letzte Frage mit dem Flaggenstock bei der Revell-Conny angeschaut und muss sagen, dass auch ich stark irritiert bin. - Eine solche "Lösung" ist mir bisher auch nicht untergekommen. - Und wenn du die Takelage des Hull-Modells nachbauen willst, ist das definitiv "Müll". - Komisches Zeug. - Ich gebe gern zu, die Conny ist nicht gerade mein Spezialgebiet, aber das kommt mir komisch vor. - Anyone?

Marcus.K.

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« Antwort #8 am: 23. Oktober 2007, 14:49:18 »
Hallo Herbert,

Zitat
Das ist eine schwierige Aufgabe, an die Du dich da heranwagst.

Och na ja, ich denke, der Masstab ist ja eher groß (1/96 verglichen zumindest mit meinen beiden Franzosen in 1/150).

Zitat
Ich kenne das auch, wenn man ein Modell übernimmt, das jemand anderer angefangen hat, findet man schnell 1000 Stellen, die man selbst anders machen würde.  ;(  

Da wußte ich ja, auf was ich mich einlassen würde.
Aber abgesehen von dem Spalt am Heck und von dem etwas misslungen Decksfarbe, ist es sehr gut gebaut.
- Na ja, manche Spalte sind etwas offen.
- Und o.k. das Kanonendeck ist leider weiß gestrichen worden,
- und gut, die Masten sind etwas seltsam (???)
- und ja, auch die Brocktaue sind nicht korrekt
- und unter Deck gar nicht vorhanden ...
- ja und da ist dann auch das befremdliche Detail mit den einerseits ausgefahrenen Kanonen ..
- ja und die Stückpfortendeckel, die sich mit der aktuellen Sichtweise (1812-1815 eher herausnehmbar denn klappbar)
- und die Rahen sind schon angeklebt
 ... und .. und und ... ....



Hm..

Aber das wußte ich ja mehr oder weniger vorher schon. Was die geklebten Rumpfteile betrifft - da werde ich nicht mehr viel verbessern.
Zitat
PS: Farbe, auch alte, kann man wieder abbekommen. - Siehe auch den Baubericht meiner Soleil Royal...

Die Bemalung - auch da werde ich vermutlich nur noch wenig optimieren - jedenfalls nichts flächendeckendes veranstalten. Was ich mit dem Hauptdeck mache ... mal sehen, vielleicht übe ich ja doch noch das Streiche - wobei ich hier auf die Maserung des Plastiks nicht zählen kann. Abbeizen traue ich mich an dem zusammengebauten Brocken dann doch nicht. Dafür ist das Schiff zu weit gebaut und ich will nicht riskieren, dass viel kaputt geht - wegen der Farbe. Da lasse ich mir etwas einfallen ...

Zitat
Mir sind zum Beispiel wieder auf den ersten Blick die falschen Brocktaue aufgefallen. - Furchtbar!  

Na ja, der Vorbesitzer war Marine-Flieger (Starfighter, Tornado) und Lufthansapilot. Da muss er sich mit der Takelung von alten Kanonen nicht unbedingt auskennen  :D
Und DAS läßt sich ja relativ leicht korrigieren. Schnipp, schnapp - alte Broktaue ab!

Zitat
Ich würde an deiner Stelle vielleicht erstmal mit der Überarbeitung der Bluenose anfangen. - Wenn Du bei der etwas verpfuschst, tut es dir erstmal nicht so weh, wie bei der Conny. Du kannst die geplanten Techniken schonmal ausprobieren und lernen und die Conny wird dann um so besser.

Ja und nein - denn dieses Modell ist ja quasi schon eine Übung. Aber vielleicht mache ich es trotzdem. Auch wenn ich es gar nicht geplant hatte. Die Idee gefällt mir immer besser ... die Bluenose im Sturm ... hm ... hoch am Wind ... jaaaa ... ... träum  :10:

Zitat
Ja, es gibt deutliche Unterschiede in der Takelung, je nachdem, ob mit gerefften Segeln, oder nicht. Da musst du eben drauf eingehen.

Ja und wie sehen die Unterschiede aus?
Klar ist mal, dass die Rahen (abgesehen von den Großsegeln) herabgelassen wurden.
Gibt es eine unterschiedliche Position zwischen "Segel geborgen" und "Segel abgeschlagen"?
Gibt es einen Segelzustand, bei dem die Hauptsegel (meinetwegen gerefft) gefahren, aber die andern Segel noch geborgen sind? Z. B. beim Auslaufen? Oder würde man bei Sturm und beim Auslaufen mit den Mars oder Bramsegeln beginnen, bevor das Hauptsegel benutzt wird? Mir ist so, als würde ich mich an solche Bilder erinnern...
Widersprecht mir bitte, wenn das möglich ist: aber vermutlich MUSS ich die Constitution vor Anker legen, oder?

Also wichtigste Fragen für mich derzeit:
welche Taustärken brauche ich für dieses Schiff - würde man schnell herausfinden, wenn man wüßte, welche "Einheit" im Kedge-Anchor entspricht die Tabelle?
Welche Blöcke (Blockgröße) kann / muss ich dazu nehmen?
Wie kann ich das Deck "retten"? ...

Und später dann:
welche Situation kann ich mit Laufendem Gut und Segel bei dieser Rahstellung abbilden?

Ich bin gespannt auf Eure Vorschläge ..

USronald

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« Antwort #9 am: 23. Oktober 2007, 17:09:20 »
Hallo Marcus,

Sehr interessant, und ich bleib dran am bericht :baby:

Was ist aus diesem projekt geworden: hier. Ich waere da sehr gespannt was das werden sollte, weil ich plane fur genau so ein umbau. Es gibt in diese grosse nicht viel mehr als Beagle oder Bounty, wobei letzte zu "alt" ist fur mein geplantes zeitalter (ende 1800).

Ich bin gespannt :1:  :D

Grusse,  8) Ronald 8)
Gruss, Ronald

- Meine 1:55n3 ACW anlage: http://youtu.be/I3qV380BOnw

- www.metusajunction.blogspot.nl

jaerschen

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« Antwort #10 am: 23. Oktober 2007, 19:22:39 »
Hallo Markus,

ich versuch mal wenigstens ein paar sachdienliche Hinweise zu deinen Fragen (von den vielen) zu geben.

Aus den mir zu Verfügung stehenden Büchern hab ich fplgendes abgeleitet:
Für das Tauwerk der Wanten und der Stage würde ich kabelgeschlagenes (also links) verwenden, da die Engländer dieses bevorzugten und die Amerikaner sich doch recht stark an diesen orientierten.
Für das stehende Gut bevorzugte man Taue mit Wantschlag. Dies waren 4 Kardeelen die um eine dünne Leine (die Seele) geschlagen waren. Taue dieser Art werden allerdings schwer zu beschaffen sein, es sei denn man fertigt es selbst. Welches mit 3 Kardeelen hingegen ist recht gut zu bekommen. Ich persönlich denke das in diesem Maßstab der Unterschied sowieso sehr schwer zu erkennen sein wird.

Was die Nähe der Rahen zu den vorderen Wanten betrifft, ist es durchaus realistisch das diese so dicht beisammen waren. Immerhin waren aus diesem Grund die vordersten Wanten zum Schutz des scheuerns durch die Rahe komplett gekleidet.

Was die Bemastung betrifft hab ich bei Petrejus einen Hinweis gefunden das die obere Bemastung sogar nach Art des Einsatzes und der jeweiligen Jahreszeit variieren konnte. Es ist also durchaus denkbar das beide Varianten ihre Berechtigung haben.
Gruß
Jürgen :winken:


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HMS Triton 1773 1/48

AnobiumPunctatum

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« Antwort #11 am: 23. Oktober 2007, 19:41:33 »
Hi Marcus,

schade, dass DU Deinen Traum zurückstellen oder aufgeben musst.

Am besten wäre es, Du würdest alle Decksaufbauten noch einmal entfernen. Dann kannst Du versuchen mit ölfarben noch etwas zu retten. Ansonsten befürchte ich, dass Du sehr viel Zeit und Arbeit in ein Modell investieren wirst, mit dem Du nie richtig zufrieden bist. Die Mängel in der AUsführung und Lackierung lassen sich ohne größere EIngriffe nicht beseitigen.

Dazu fehlen Dir aktuell Zeit und Platz. Warum baust Du an Deinem kleinen Modell nicht weiter? Ich denke der andere Weg war der bessere. Wenn DU auf einem SChrank etwas Platz hast, kannst Du Dir ein bastelbrett anfertigen, welches Du bei GElegenheit auf einen Tisch legen kannst und anschließend kurzerhand zurück auf den Schrank.
:winken:  Christian

in der Werft: Medway Longboat, 1742 - 1/24; HMS Winchelsea, 1764 - 1/48
auf dem Zeichenbrett: HMS Triton, 1773

"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

Marcus.K.

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« Antwort #12 am: 24. Oktober 2007, 08:40:04 »
Hallo Ronald,

Zitat
Was ist aus diesem projekt geworden: hier. Ich waere da sehr gespannt was das werden sollte, weil ich plane fur genau so ein umbau. Es gibt in diese grosse nicht viel mehr als Beagle oder Bounty, wobei letzte zu "alt" ist fur mein geplantes zeitalter (ende 1800).

Keine Angst - da wird es weitergehen. Ich muss es nur einfach verschieben, weil ich im Moment mit meinen beiden Kindern (3 Jahre und 13 Wochen) einfach nicht genug Zeit bekomme, mich mal zwei, drei Stunden am Stück an einen Basteltisch zu setzen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit: wenn der kleine Andreas so 2 oder 3 Jahre alt ist, ist er schon viel selbstständiger und vieles an Hausarbeit und Kinderbetreuung läuft dann reibungsloser und weniger zeitaufwendig.

Was hast Du denn vor? Du weißt aber schon, dass die Revell-Beagle eigentlich auch den Revell-Bounty-Rumpf hat??

modellbau.fan

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« Antwort #13 am: 24. Oktober 2007, 09:00:48 »
Hallo Marcus,
das mit der knappen Zeit kenne ich auch: Ich habe auch 2 "Terroristinen" zu Hause.  ;)  Das gibt sich auch nicht im Alter bis 3 Jahre ... da ist im Moment meine Kleine ...
Aber wenn man keine Panik mit Zwang zum Rapid Modeling hat, dann geht es auch mit 'ner gemütlichen Stunde am Abend.  :1:
Die Empfehlung mit dem Bastelbrett von Christian finde ich auch gut, so habe ich früher auch meine Polymer-Bauten aufgesetzt.
CU modellbau.fan  :winken:

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« Antwort #14 am: 24. Oktober 2007, 09:19:13 »
@ Jürgen

ah, endlich sachdienliche Hinweise!  :D Danke, das sind gute Tipps.
Zitat
Für das Tauwerk der Wanten und der Stage würde ich kabelgeschlagenes (also links) verwenden

O.k. - also linksgeschlagen wahrscheinlich (oder hat jemand im Kedge Anchor anderes gelesen? .. Oh, gerade im Schreiben entdecke ich den Hinweis: S. 42 Punkt 84 ... lesen muss!!!! Ich informiere Euch heute Abend oder nach der Mittagspause, wenn ich´s studiert habe.

Zitat
Für das stehende Gut bevorzugte man Taue mit Wantschlag. Dies waren 4 Kardeelen die um eine dünne Leine (die Seele) geschlagen waren. Taue dieser Art werden allerdings schwer zu beschaffen sein, es sei denn man fertigt es selbst. Welches mit 3 Kardeelen hingegen ist recht gut zu bekommen. Ich persönlich denke das in diesem Maßstab der Unterschied sowieso sehr schwer zu erkennen sein wird.

O.k. also vier Kardeelen um eine Leine. Da ich mir (noch) keine Reeperbahn baue werden, muss ich mit dem "Makel" leben. Aber an DEM Modell kann ich das auch gut. Das wird mal anders, wenn ich sie KOMPLETT selber baue. Dann ist das beste gerade gut genug.  :6:

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Was die Nähe der Rahen zu den vorderen Wanten betrifft, ist es durchaus realistisch das diese so dicht beisammen waren. Immerhin waren aus diesem Grund die vordersten Wanten zum Schutz des scheuerns durch die Rahe komplett gekleidet.

Ist es denkbar, dass bei richtigem Wind die Rah sammt Segel nach vorn oben "angehoben" wird? Ich habe noch nie einen großen Rahsegler unter Wind beobachten können - weiß das einer?
Das würde erklären, warum bei einem Modell die Rah so an den Wanten scheuern MUSS (ich finde es unglaublich eng), während das in der Realität wohl nicht passieren konnte (denn sonst müssen die ja alle paar Tage die Kleidung ersetzen!

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Was die Bemastung betrifft hab ich bei Petrejus einen Hinweis gefunden das die obere Bemastung sogar nach Art des Einsatzes und der jeweiligen Jahreszeit variieren konnte. Es ist also durchaus denkbar das beide Varianten ihre Berechtigung haben.

O.k. .. auch das macht Sinn - obwohl ich mich frage: unterwegs konnten die doch nicht so viele verschiedene Masten dabei gehabt haben. Also Austausch nur im Hafen?!? Na, ich werde schon was sinnvolles draus machen. Wie gesagt: an DIESEM Modell sehe ich das (noch) nicht so eng, will mir aber Mühe geben, zumindest zu lernen, und zu dokumentieren wie es sein müsste!

@Anobium Punctatum
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schade, dass DU Deinen Traum zurückstellen oder aufgeben musst.
 ?(  ?(
Wie... aufgeben? Ich und aufgeben? Niemals!!!
Nein, im Gegenteil: ich bin ganz froh, dass ich einen Weg gefunden habe, wie ich auch heute schon praktisch am Modellbau teilnehmen kann! Mal eine Strippe vorzubereiten und am nächsten Tag dann anzuschlagen, das sind Sachen, die man mal immer wieder in einer Stunde so durchziehen kann.

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Am besten wäre es, Du würdest alle Decksaufbauten noch einmal entfernen. Dann kannst Du versuchen mit ölfarben noch etwas zu retten. Ansonsten befürchte ich, dass Du sehr viel Zeit und Arbeit in ein Modell investieren wirst, mit dem Du nie richtig zufrieden bist. Die Mängel in der AUsführung und Lackierung lassen sich ohne größere EIngriffe nicht beseitigen.

D´accord! Da gebe ich Dir recht. Mit einer kleinen Einschränkung (.. kommt gleich).
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Dazu fehlen Dir aktuell Zeit und Platz.

Genau - und gerade weil es nicht "mein" Modell ist und ich ja weiß: es geht mir VOR ALLEM mal um die Takelage, kann ich mit einigen der "Mängel" durchaus ganz gut leben. Wenn ich mal .. iiiiirgend wann einmal .. "meine" Constitution selbst gebaut habe, dann würde ich diese hier vermutlich auch irgendwie leichten Herzens "entsorgen" können.
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Warum baust Du an Deinem kleinen Modell nicht weiter?

Weil ich bemerken musste, dass es eben auch bei dieser Arbeit (ich habe bereits so ein Brett, auf dem alles stehen bleiben kann) doch notwendig ist, mal mehr als eine Stunde durchgehend daran arbeiten zu können. Und wenn man mal den Kleber auf einer Leiste aufgetragen hat und sie GERADE anbringen will, kann man halt schlecht aufspringen und das Fläschchen für den Kleinen machen, der gerade anfängt los zu plärren, weil er Hunger bekommt. ... So gern ich das Früchtchen habe. Das passt halt nicht zusammen. Aber beim Knoten, da kann man auch mal aufhören und die Sache kurz mal hinlegen ... (hoffe ich wenigstens).
Aber keine Sorge: die Plastikbearbeitung wird wieder kommen - und von den Holzmodellen, wie Du oder Jürgen sie machen .. da träume ich noch gerne von. Und da werde ich auch irgendwann einmal hinkommen. Ist doch gut, wenn man noch Steigerungsmöglichkeiten sieht und von etwas Träumen kann!