Autor Thema:  Nun wirklich: Die Farben der Falken  (Gelesen 1534 mal)

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quex

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Nun wirklich: Die Farben der Falken
« am: 23. April 2008, 22:23:58 »
Als Ergänzung zur vorangegangenen Vorstellung hier mal etwas zur Farbgebung von Stalins Falken.

Titel: Kraski Sokolow- Colors of  the Falcons. Soviet aircraft camouflage and markings in World War II
Autoren: Hornat,Jiri/Migliardi,Bob
ILIAD Design, Ottawa 2006.
ISBN: 0-9739994-0-3

Im Paperbackformat gibt es hier auf 56 Seiten eine Einführung zu Tarnanstrichen und Markierungen der Flugzeuge der Luftstreitkräfte der Roten Armee zwischen 1940 und 1947.
Die Entwicklung der Farbgebung wird anhand zahlreicher Fotos und Dokumenten in den verschiedenen Stadien erläutert. Besonders detailliert wird auf die Entwicklung und Einführung der NKAP Norm aus dem Jahr 1943 eigegangen. Die Darstellung wird durch farbige Profile unterstützt, die auf drei Seiten die unterschiedlichsten Flugzeugtypen und Tarnungen repräsentieren. Angesprochen werden auch die Sonderanstriche (Winter, Südfront, Marine) sowie die Innenlackierung und die Farbgebung der Lend and Lease Typen. Schlußendlich wird noch kurz auf die gängige Markierungspraxis (persönliche und Hoheitszeichen) eingegangen.
Abgerundet wird das Werk mit einer Farbtabelle mit teilw. FS Nummern.

Fazit:
+ kurzweilig
+ gut zu lesen
+ gute Gesamtübersicht
+ Abdruck der Quellen
+ Farbtabelle
- keins ( außer nur in engl. erhältlich)   
" Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
KurtTucholsky

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Wolf

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Re: Nun wirklich: Die Farben der Falken
« Antwort #1 am: 23. April 2008, 22:56:40 »
Was mich mal interessieren würde, was ist denn an der Aussage dran, dass die russischen FLugzeuge teilweise mit Traktorenfarbe bemalt wurden, weil nichts anderes verfügbar war?
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft

quex

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Re: Nun wirklich: Die Farben der Falken
« Antwort #2 am: 24. April 2008, 10:59:26 »
Tja, mehr als Aussagen kenn ich auch nicht. Hornat/Migl. schreiben, daß das Werk 292 in Saratow eine ehemalige Traktorenfabrik gewesen sei und bei Engpässen beim AMT 4 auf ein helles Gelbgrün aus der Traktorenproduktion zurückgegriffen hat. Dieses Tarnschema sei demnach als Trakoren-Schema bekannt geworden. Ein Bild mit vermutlich dieser Lackierung zeigt eine Jak 7 DI. In Saratow sollen JAk 1 und Jak 7 produzirt worden sein.
Dagegen schildert E. Pilawski den oben erwähnten Mangel an AMT 4 für das Werk 153 in Nowosibirsk. Als Produktionsstandorte für Jak 1  nennt er Saratow und Nowosibirsk. Für die Jak 7 - Produktion werden die Werke in Nowosibirsk (153), Gorki (21) und Moskau (301) genannt. Also nicht Saratow. Pilawski schreibt ausschließlich über die Jäger der VVS.
Eine CD zur IL2 soll in Vorbereitung sein. Allerdings zählt er bei der Verwendung des Traktorgrün in einer Farbtabelle  auch das Werk 18 auf. Diese befand sich in Kubitschew und produzierte IL 2.

Alle diese Aussagen sind im jeweiligen Text nicht belegt.
Die Disskussion um diese Thema kannst Du auch hier: http://vvs.hobbyvista.com/Forum/showthread.php?tid=698 verfolgen. Aber auch die ergab nichts wirklich greifbares.


Nebenbei: Wie zum Gei... bekomm ich denn Bilder in den Text implantiert? ?( *dummi*
« Letzte Änderung: 24. April 2008, 11:02:15 von quex »
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