Autor Thema:  The Charles W. Morgan - John F. Leavitt  (Gelesen 6337 mal)

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Marcus.K.

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The Charles W. Morgan - John F. Leavitt
« am: 28. Februar 2009, 03:44:17 »
"The Charles W. Morgan", von John F. Leavitt

Paperback - 123 Seiten
Verlag: Mystic Seaport Museum;
Auflage: zweite überarbeitete und erweiterte Edition 1998 (Erste Ausgabe von 1973)
Sprache: Englisch
ISBN: 0-913372-10-2
Größe und/oder Gewicht: B x H x d = 22,8 x 20,4 x 1,1 cm
Planseiten: 5 Stück, ca. 40 x 20,4 
Preis: Laut Bucheinband 24,95 $, bei Amazon für ca. 19 $ oder sogar darunter zu erhalten. 



Hier z. B. bei Amazon: Charles W. Morgan bei Amazon
Vom Buch habe ich im Internet verschiedene Einbände gefunden - auch das Format scheint zu variieren.

Das Inhaltsverzeichnis zeichnet
- Foreword (des Museums)
- Preface
- Acknowledgements

1 "Build me straight, O Worthy Master"
2. A Typical Ship and Service
3. The most Profitable Voyage
4. The Morgan Rerigged
5. The Longest Voyage
6. Through the Golden Gate
7. The Troubled Voyage Home
8. The Second Broken Voyage
9. The Wings Sell out
10. A Life After Whaling

Afterword, by Roger Hambige, Shipwright

Appendix
1. Charles W. Morgan Logbooks (Liste der gefundenen Logbücher)
2. Summary of Voyages (Abfahrtsort und Zeitpunkt, Bezeichnung des Captains und Besitzers, Wert der Ladung und Ort und Zeitpunkt der Ankunft)
3. CWM Crew Lists (Auflistung der Mannschaftsmitglieder für die einzelnen Reisen)

Glossary
For Futher Reading (Buchempfehlungen)
Index

Fouldout plans of the CWM
- Outboardprofile and Rigging (Seitenansicht mit Takelage),
- Deck Plan and Bulkwards (Deckplan und Innenansicht des Schanzkleides),
- Construction Plan (Spantenrisse),
- Square Sails and Rigging (Takelage von Haupt- und Vormast),
- Cuttaway views (Schnittzeichnung des Rumpfes)


Beschreibung
Dieses sehr schöne Büchlein ist die ideale Inspiration für das von Revell Deutschland voraussichtlich im März neu aufgelegte 1/100 Modell der Charles W. Morgan - des letzten noch schwimmfähigen (oder gar existierenden?) amerikanischen Walfangseglers.

Das Schiff selbst liegt seit 1941 in Mystic Seaport an der Küste Conneticuts, einem Museum für "America and the Sea".

Das Buch erzählt erfrischend prägnant und wenig ausschweifend die wechselvolle Geschichte dieses interessanten und für seine Zeit typischen Walfängers von seinem Bau bis in die Zeiten der Überholungen in der museumseigenen Werft mit Trockendock in Mystic Seaport.

Gebaut 1841 in der Hochzeit des Amerikanischen Walfangs - vor allem von New Bedford aus, wurde die Charles W. Morgan sehr solide und gut gearbeitet. Sie war als typischer Walfänger dieser Zeit gebaut und als Vollschiff getakelt. Typisch die drei Walfangboote backbords und eines Steuerbords achtern. Später wurden größere Boote und auch eines mehr am Steuerbord-Bug verwendet.

Bis ca. 1860 war auch das "Hurricane-House" oder "Afterhouse" auf dem Achterdeck vermutlich nicht zu sehen. Erst in dieser Zeit wurde diese Bauart modern.

Den Namen erhielt es in Abwesenheit des Auftragsgebers durch dessen Neffen. Mr. Charles W. Morgan selbst war über diese Namenswahl wenig erfreut, beliess es jedoch dabei und notiert in seinem Tagebuch nicht ohne Stolz "she looks beautiful on the water".

In den ersten drei Kapiteln wird auf den Bau des Schiffes, die typische Ausrüstung eines Walfängers, auf seine Besonderheiten in Bauart und auf die Walfängerei in diesen Tagen im Allgemeinen eingegangen und man erfährt auch über die Photos, Skizzen und Graphiken, die das Buch auf jeder Seite auflockern interessante Details. Ein kleines Photo zeigt z. B. den Abdruck der Goldmünze, den man bei Restaurationsarbeiten unter dem Vormast gefunden hatte. Die Münze selber war wohl nicht mehr am Platz.

Es sind Photos vom Besitzer und Namensgeber (der mit seinem weißhaarigen Backenbart ein wenig an Dagobert Duck erinnert), aber auch von Kapitänen und Harpunierern abgebildet, Signallisten für die Kommunikation mit den Booten, die Anzeige in einer Zeitung, in der das Schiff zum Verkauf angeboten war, und natürlich viele Photos von der Verarbeitung der getöteten Wale.

Abbildung eines Walfangbootes mit Ausrüstung

Beim Abziehen des Blubbers - des Walspecks

Zeitgenössische Abbildung: wie man den Blubber abzieht (man denke an das Schälen eines Apfels!)

Das Kochen des Walöls

In den folgenden Kapitel geht es um die Reisen der CWM, die Erfolge, die Misserfolge, die glücklichen und unglücklichen Momente.

Beispiele:
Die CWM war ein sehr erfolgreiches Walfangschiff, das vergleichsweise hohe Renditen abwarf.

Ein anderer Erfolg?
In der Sibirischen See wurde ein Walfangboot beim "Nantucket-Sleigh-Ride" (der von der ersten Harpune getroffene Wal zieht das Boot an der Leine der Harpune oft Meilenweit durchs Meer, bis er soweit ermüdet, dass man sich wieder nähern kann und mit einem zweiten Speer dem Tier den Todesstoß versetzt - was nicht selten einen zweiten "Ride" zur Folge hat, da es offenbar nicht einfach ist, den tödlichen Punkt zu treffen!) ausser Sichtweite des Walfangschiffes gezogen. Trotz des Versuches, sich wieder zu finden, wurde das Boot nicht entdeckt. Die Bootsbesatzung segelte darauf in ihrem winzigen Boot bis zur Sibirischen Küste, wo man auf ein Gefangenenlager traf und dort - zwar zunächst unter Misstrauen - versorgt und weiter in die Zivilisation zurück gebracht wurde und schließlich nach Monaten zurück nach New Bedford fand.

Nicht selten gingen Boote beim Nantucket-Sleigh-Ride auch verloren und waren nie wieder gesehen.

Jahre später näherten sich im gleichen Seegebiet ein Boot mit verlotterten und verdächten Gestalten dem Schiff. Da es sich um Schiffsbrüchige hätte handeln können, ließ man sie - allerdings selbst bewaffnet - heran kommen. Einem der Männer gelang dann trotzdem das Eindringen über eines der Heckfenster - aber es stellte sich heraus, dass es sich um Ausbrecher aus eben jenem Lager handelte, in dem Jahre zuvor Matrosen der CWM Hilfe zuteil wurde. Man nahm die Männer mit nach Amerika und meldete den Vorfall den Behörden (die wenig bis gar nicht interessiert waren!). Drei der "Neuankömmlinge" verstrickten sich in ein Verbrechen mit Mord und Totschlag, und die Spur der Restlichen ging in der Geschichte verloren.

Hier wird nebenbei auch deutlich gemacht, dass eine sehr international aufgestellte Walfängermanschaft relativ offen mit anderen Kulturen umging. Es war eine Zweckgemeinschaft, die vor allem zwei Ziele zusammenhielt: 1. überleben - das Meer, die Waljagt, 2. der Profit der daraus resultiert.
Aber aus diesen Erfahrungen erwuchs wohl ein spezieller Seefahrertypus. Menschen, die den Wal von Booten aus Jagten, machten das nicht nur des Geldes wegen. Die Gemeinschaft - auch in der Härte - bot wohl auch andere Werte, für die die Entbehrungen sich wohl lohnten.

Einer der tragischen Momente:
es war üblich geworden, dass der Kapitän seine Frau mit an Bord brachte. Einige hatten gar ihre Kinder dabei.

Captain James Earle mit Frau und Sohn Jamie

Ein Kapitän musste miterleben, wie sein 16jähriger Sohn aus erster Ehe bei Arbeiten in der Takelage den Halt verlor und in die eisige See fiel. Trotz schnellstens durchgeführter Rettungsmassnahmen (und niemand bringt ein Boot schneller zu Wasser als ein Walfänger) wurde der Junge nicht mehr geborgen.

Noch auf der Reise wurde dem enttäuschten Mann allerdings durch seine zweite - mit an Bord befindlichen - Frau ein Sohn geschenkt, der auf den Namen des verstorbenen Sohnes getauft wurde. 

Eine andere - wenn auch fast poetische Tragödie: ein erfolgreicher, erfahrener Harpunierer wird bei der letzten Jagd einer 4jährigen Reise, die seine letzte hätte werden sollen, von einem hapunierten Pottwal-Bullen angegriffen, das Boot zerschmettert, der Harpunier nicht wieder gefunden. Aus den Überresten des Bootes nimmt man an, dass der Schwanzschlag des Tieres den Harpunier voll getroffen und getötet hatte.


Interessant auch: einer der langjährigen "2nd Mates" - also so etwas wie der zweite Offizier - war ein Nachkomme von Fletcher Christian, dem Meuterer von der Bounty. Er war der bewunderte Held eines Kapitänssöhne (der oben abgebildete Jamie), mit dem der Autor noch im Hohen Alter sprechen konnte.

Captn. Earle hatte einen Neuseeländischen Harpunier, den er sehr schätzte. Dieser stand Modell für ein Standbild vor der New Bedford Free Library:

Der Titel: a dead whale or a stove boat

Gegen Ende der "goldenen Walfangjahre" wird im Buch von mehr und mehr Schwierigkeiten gesprochen. Die Erträge sinken. Mittlerweile wird nicht nur der Pottwal für sein Öl gejagt, sondern man macht das Geld mit Walbein - den Barten bestimmter Bartenwale, das in diesen Tage den Kunststoff und die Stahlfeder vorwegnimmt. Aufgrund der steigenden Kosten wird auch beispielsweise der Heimathafen vieler Walfänger auch "unseres") nach San Fransisco verlegt. Das Führen der Manschaften wird gerade nach dem Bürgerkrieg, den man meist glücklich auf See verpasst hat, immer schwieriger, u. a. weil wohl die drakonischen (und vielleicht auch wirksamen?) Strafen (Flogging) nicht mehr erlaubt waren. Zwar gibt das Logbuch auch Jahre nach diesem Verbot noch klare Hinweise auf diese Bestrafungsmaßnahmen - insgesamt wird aber auch das Aufkommen von Gewerkschaften für Seeleute begleitet von immer mehr "in Eisen legen", Unruhen und Desertationen. Die Disziplin scheint spürbar nach zu lassen. Ob es allerdings richtig ist, Disziplin mit inhumanen Methoden aufrecht zu zwingen, sei an anderer Stelle diskutiert. Auch scheint der Zustand des Schiffes, das zwischenzeitlich seine Besitzer mehrfach gewechselt und eine Dampfwinde erhalten hatte, immer schlechter zu werden, wenden sich doch "grüne Jungs" beim ersten Halt auf den Kap Verden an das amerikanische Konsulat, um sich über den Zustand des "Seelenverkäufers" zu beschweren und eine Untersuchung anzuschieben.

Während des ersten Weltkrieges - den man natürlich erst verspätet wahr nimmt, will der Kapitän des Schiffes einer deutschen Mine gerade noch ausgewischen sein. Ein Eintrag ins Logbuch findet sich freilich nicht. Um U-Boot-Attacke aus dem Weg zu gehen, wurde auf dem Heimweg (jetzt wieder New Bedford) das "Island-hopping" betrieben. Aber auch dieser Sturm sollte dem Schiff nichts anhaben.

Schließlich sind die Reisen nicht mehr rentabel. Die Eigner rüsten für die letzte Ausfahrt, bei der am 21. Mai 1921 - nach 79 Jahren aktivem Walfang - der letzte Wal von der Charles W. Morgan aus erlegt wird. Die Preise für Walöl sind - auch aufgrund der Wirtschaftskrise - so sehr gefallen, dass mancher Walfänger nach 3 - 4 Jahren Jagd als Lohn EINEN symbolischen Dollar erhält, weil seine Schuld dem Eigner gegenüber (für Kleidung, Verpflegung und den eigentlich vergleichsweise winzigen Anteil an den Kosten für Schiff und Ausrüstung) sein "Gehalt" übersteigt.

Das Buch fasst das Leben des Walfängers bis hierher sehr schön zusammen:
Die Charles W. Morgan beendet ihre aktive Karriere nach 37 Reisen unter 19 amerikanischen Präsidenten. Das Land hat seit dem Stapellauf 22 Staaten aufgenommen und die Bevölkerung um 700 % zugenommen. Nur 41 Walfangfahrten mit 18 "traditionellen" Walfängern wurden nach dem Aus für die CWM von New Bedfort aus unternommen. Die Letzte Fahrt eines Walfängers von New Bedford war 1925. Die Walindustrie San Franciscos brach 1928 entgültig zusammen.

Doch es kommt noch nicht zum entgültigen Aus. Die vorläufige Rettung kommt von überraschender Seite: Hollywood! Die Besitzer halten das Schiff für Filmaufnahmen fahrbereit und es wird sogar als Schiff getakelt - nachdem schon Früh als Bark umgetakelt war. Es werden wenige Filme gedreht. Bei einem soll der Walfänger einen Ostindienfahrer "mimen" .. was mehr schlecht als recht gelang. Aber schon bald, nachdem auch die Filmkarriere beendet war, kümmerten sich Enthusiasten um die Zukunft des Schiffes. Harry Neyland, ein damals bekannte Marine-Maler New Bedfords, organisiert und finanzierte den Kauf des Schiffes zum Zweck des Erhaltes und der Erinnerung an die besten Tage der Stadt.

Aber erst 1938, mit einem Angebot, das Schiff in ein neues Museum in Mystic Seaport zu bringen, versprach sichere Finanzierung des sonst sicher verfallenden Walfängers. In New Bedford wurde das mit Bedauern gesehen ... aber da man hier das Geld nicht aufbringen konnte ... Ein damals veröffentlichter Reim verdeutlicht die Stimmung: "Ashes to ashes and dust to dust, if Mystic dont take her, the Devil must!". So wurde das Schiff noch gerade rechtzeitig, kurz vor dem die Stimmung dann beherrschenden Angriff der Japaner auf Pearl Harbour, von einem Coast Guard Schiff nach Mystic Seaport geschleppt, wo sie zunächst Jahre in einem Sandbett verbrachte, das den Rumpf sanft auffing.

Am Nikolaustag 1973 wurde dann das Schiff für Renovierungsarbeiten wieder aus dem Sand befreit, in der neu errichteten Werft restauriert und danach seinem alten Element wieder übergeben.


Bis hierher reicht der Bericht vom Verfasser John F. Leavitt, der 1905 geboren der "Shipkeeper" der Charles W. Morgan in Mystic Seaport war und 1974 verstorben ist.

Das "Afterword" beschreibt die seither unternommen Restaurierungsarbeiten und dürfte den Modellbauer in uns interessieren. Dabei wird erläutert, warum man das Schiff wieder zu Wasser ließ und es nicht wieder in Sand bettete, wie man sich darauf vorbereitet und welche Bereiche man wie umbaute.

So wurde tatsächlich die Phase zwischen 1890 und 1916 als Vorbild gewählt, in der das Schiff die meisten Reisen in die sibirische See unternahm - einzig wegen des durch Photos besser dokumentierten Aussehens.

In der 1974er Restautation wurden der Streifen mit den Stückpforten (der für einen der Filme 1922 vermutlich zum erstenmal aufgemalt wurde) schwarz übermalt - es blieben nur die beiden schmalen weißen Streifen, so, wie das Schiff auf Photos der Zeit zu sehen ist. Am Heck wurden die vier Heckfenster und der "dekorative Bogen" dem Adler zugefügt, so dass das Schiff hier wohl einer frühen Phase glich. Damals wurden Decksaufbauten, innere Schanzkleider, Davids, etc. in weiß gestrichen. Waterways, Hatch coamings and chicken coop/work bench (???) wurden in "electric blue" (??wie das wohl aussieht???) gestrichen.

Wegen der mangelnden Tiefe des Hafenbeckens, wurde das Schiff auch nicht bis auf die übliche Tiefe mit Balast gefüllt, so dass heute die Kupferbeplankung weiter aus dem Wasser ragt, als notwendig.

1977 und 1983 wurde das Schiff erneut überholt und umgebaut. Dabei wurden die vier Fenster im Heck entfernt - ebenso der schmückende Bogen. Es kamen zwei kleine "Portholes" dazu, die man von Aufnahmen um 1900 her kannte. Der Adler blieb. Untersuchungen von Papieren aber auch von Lackspuren am Schiff zeigten, dass in der Zeit zwischen 1895 und 1905 nur die Masten und Rahen und die Boote weiß waren. Die meisten anderen gestrichenen Flächen innerhalb der Schanzkleider waren in einem Ocker-Ton gestrichen.     


Die Planseiten, die von Leavitt 1971 gezeichnet wurden, zeigen das Schiff noch mit den vier Heckfenstern. Es ist als Bark getakelt. Die Seiten mit den Masten zeigen den Vor- und Hauptmast in der Ansicht von hinten. 

Sie sind leider nicht in einheitlichem Maßstab wieder gegeben - aber ein Masstab ist abgebildet. Allerdings sind sie auf Grund der mangelnden Größe vielleicht für einen Bastler des Revell-Modells noch ausreichend. Wer ein Scratchbau des Schiffes wagen will, sollte sich bei Mystic Seaport Museum Kopien der Pläne bestellen - vgl. die Homepage des Museums.


 :P and  :]
+++ endlich mal eine spannende Geschichte eines NICHT-militärischen hölzernen Segelschiffes - noch vor den Klippern
++ sehr schön, um einen Überblick über die Welt von Melvilles Helden zu gewinnen
+ Informationen bzgl. des Aussehens für einen Bastler des Revell-Modells
+ günstig im Preis
- in englischer Sprache (obwohl gut verständlich)
- etwas zu kleine Planseiten ohne Belegplan, die für Scratchbau schwer zu lesen sein dürften.

Fazit:
Das Büchlein kann man jedem, der sich für die Seefahrt neben Nelson, der Constitution und der Wasa interessiert durchaus empfehlen.
Es gibt einen schönen kurzen Abriss über das Schiff und seine Geschichte.
Dem Plaste-Bastler werden Planzeichnungen mit z. B. Takelplan und Beschreibungen helfen.

Quellen:
https://shipwiki.wikispaces.com/Charles+W.+Morgan
http://www.mysticseaport.org/index.cfm?fuseaction=home.viewPage&page_id=2107D43A-65B8-D398-7E75E1340789338E
http://www.ericjaydolin.com/book_detail.cfm?id=1
http://www.nytimes.com/2007/07/29/books/review/Barcott-t.html?partner=rssnyt&emc=rss

Hier noch Links zu Diskussionen um den Bausatz:
Modellsatzvorstellung von Bernd.B.
« Letzte Änderung: 01. März 2009, 01:13:31 von Marcus.K. »

Bernd B.

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Re: The Charles W. Morgan - John F. Leavitt
« Antwort #1 am: 28. Februar 2009, 09:20:35 »
"Ausführlich" hat eine neue Messlatte!  8o

Schöne Vorstellung und interessantes Buch, zweifelsohne, aber wahrscheinlich schon wieder komplett überholt - die Charles W. Morgan wird gerade totalrenoviert und ist auch nicht ausgestellt: http://www.nytimes.com/2008/11/16/nyregion/connecticut/16shipct.html (die Slide Show ist interessant, ebenso die Dockbilder für die Patinafraktion).

Ach ja ... dass das Buch von einem US-Museum über ein US-Schiff nur englischen Text hat ist in meinen Augen nicht negativ, sondern schlicht normal.

Marcus.K.

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Re: The Charles W. Morgan - John F. Leavitt
« Antwort #2 am: 28. Februar 2009, 13:35:54 »
Zitat
Ach ja ... dass das Buch von einem US-Museum über ein US-Schiff nur englischen Text hat ist in meinen Augen nicht negativ, sondern schlicht normal.
Jaaa, schon. Daher auch nur ein Minus. Denn die Sprache macht es eben vielen nicht-englisch-Bewanderten schwer.
« Letzte Änderung: 01. März 2009, 01:33:20 von Marcus.K. »

Marcus.K.

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Re: The Charles W. Morgan - John F. Leavitt
« Antwort #3 am: 01. März 2009, 01:32:04 »
Schöne Vorstellung und interessantes Buch, zweifelsohne, aber wahrscheinlich schon wieder komplett überholt - die Charles W. Morgan wird gerade totalrenoviert und ist auch nicht ausgestellt: http://www.nytimes.com/2008/11/16/nyregion/connecticut/16shipct.html (die Slide Show ist interessant, ebenso die Dockbilder für die Patinafraktion).
Danke für den Artikel. Interessant - und gute Bilder. Ich hatte von dem Projekt gehört - aber nicht danach recherchiert.

Nachdem ich den Artikel gelesen habe, glaube ich aber nicht, dass das Buch danach überholt sein wird.

Der Artikel schreibt, dass man das Schiff unterhalb der Wasserlinie wieder in Stand setzen will. Nachdem in den letzten 30 Jahren so ziemlich alles oberhalb der Wasserlinien ausgetauscht und/oder in Stand gesetzt wurde, ist jetzt eben das Unterwasserschiff und Rückrad dran. Das ist natürlich deutlich aufwändiger und riskanter - aber auch arbeitsintensiver und damit ein längeres und teureres Projekt. Aber am Aussehen des Schiffes wird sich zumindest nur deswegen nichts ändern.

Sollten weitere Forschungen andere Konfigurationen ergeben haben, könnten und würden die vermutlich noch im Umbau integriert werden. Aber soweit ich das verstanden habe, geht es darum primär erstmal nicht.

Drum: das Büchlein hat sich damit nicht überlebt ...  ;) und ist durchaus "kaufenswert" (hoffentlich kriege ich Prozente von den Mehreinnahmen bei Revell und beim Museum!  :D )

P.S. Wie war das, Bernd: hast Du Dein Modell schon gebaut? Oder wirst Du´s noch bauen?

Bernd B.

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Re: The Charles W. Morgan - John F. Leavitt
« Antwort #4 am: 01. März 2009, 09:02:58 »
Naja, mit "komplett überholt" war ich etwas zynisch, aber das Buch kann wirklich eine komplette Überarbeitung vertragen (ich hatte es mir 2003 in Mystic angesehen und es kam mir doch etwas veraltet daher ... vor allem, wen man gerade auf dem Schiff war). So ist es nicht schlecht, aber ...

P.S. Wie war das, Bernd: hast Du Dein Modell schon gebaut? Oder wirst Du´s noch bauen?

Ich habe das Schiff in den 1970ern schon mal gebaut (zusammengeschustert), das aktuelle Modell lacht mich noch im Kasten aus etwa einem Meter Entfernung vom Arbeitsplatz an (aus?). Gebaut wird es auf jeden Fall ... irgendwann.