Autor Thema:  Les Curtiss H-75 de l’Armée de l’Air  (Gelesen 2000 mal)

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Primoz

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Les Curtiss H-75 de l’Armée de l’Air
« am: 20. September 2011, 12:18:56 »
Les Curtiss H-75
de l’armée de l’Air.


Autor: Lionel Persyn

Verlag: Editions Lela Presse / Collection Histoire de l'Aviation No 22.
2008

ISBN: 2-914017-46-4
EAN 9782914017466

Preis: 55 EUR (in Frankreich)

Format: A4
442 Seiten, 748 Fotos, 40 Farbprofile

Sprache: Französisch; Bildunterschriften zweisprachig französisch/englisch

http://www.avions-bateaux.com/en/livre-photo-livre_994.html

+ guter Gesamteindruck
+ viele interessante Fotos
+ alle französischen H-75 aufgelistet

- keine ersichtlichen Schwächen

Die Curtiss H-75 (oder P-36 bei der USAAF) war einer der wichtigsten Jäger der französischen Armée de l'Air im 2. Weltkrieg und so ist es nicht wirklich verwunderlich, dass in Frankreich ein ziemlich dickes Buch über dieses Flugzeug erschienen ist.

Das Buch ist ähnlich konzipiert und aufgemacht wie andere derartige Bücher dieses Verlages, mit vielen s/w-Fotos, einigen Farbfotos und Farbprofilen. Der Haupttext ist französisch, die Bildunterschriften zweisprachig französisch/englisch, sodass man es – sofern man über keine ausreichenden Französischkenntnisse verfügt – auch als reines Bilderbuch kaufen kann. Das Buch ist seriös gemacht, d.h. man hat den Eindruck, dass sich der Autor gut auskennt, auch die Bildunterschriften liefern konkrete Informationen, z.B. welche Piloten zu sehen sind, wann es aufgenommen wurde usw.

Das Buch ist in folgende Kapitel gegliedert:
1) Die französischen Bestellungen (ab S. 12)
2) Die französischen Versionen der H-75 (ab S. 30)
3) In der Armée de l'Air 1939-1940, gegliedert nach den einzelnen Verbänden (ab S. 60)
- Die H-75 in Farbe: Farbfotos aus 1940, Farbprofile, Fotos erhaltener H-75 (ab S. 240)
4) Drei Jahre bei der Vichy-Luftwaffe (ab S. 278)
5) Ende der Laufbahn 1943-1949 (ab S. 360)
6) Anhänge: Asse, Tarnbemalungen und Markierungen, Liste aller H-75, die unbekannten H-75

Im zweiten Kapitel findet man einige schöne Detailfotos des Cockpits, die den Modellbauer erfreuen werden. Aber auch sonst kann man angesichts der vielen Fotos in diesem Werk so einige technische Details erkennen, so ist z.B. auch klar ersichtlich, dass bei diesem Flugzeugmuster – außer bei beschädigten bzw. zurückgelassenen Maschinen – die Landeklappen nie ausgefahren waren, was auch eine Hilfe für den Modellbauer ist.

Im dritten Kapitel gibt es für jeden Verband (d.h. GC I/5, II/5, I/4, II/4, III/2, Werkstaffeln) – soweit bekannt – eine Liste der Piloten in jeder Staffel, dann folgt eine ausführliche Beschreibung der Einsätze insbesondere im Mai/Juni 1940 – für jeden Einsatztag wird angegeben, wie viele Einsätze geflogen worden sind und von wem; am Ende findet man Angaben über die Anzahl aller und der einsatzbereiten H-75 an neun Stichtagen (10., 15., 20., 25. Mai, 1., 5., 10., 15. und 20. Juni) sowie eine Auflistung der Abschüsse und Verluste.

In den Anhängen im letzten Teil des Buches gibt es eine Liste aller französischen H-75 mit kurzem Werdegang, was von der Seriosität des Werks zeugt.

Es handelt sich also um ein wirklich gutes Buch, das sehr zu empfehlen ist. Der einzige kleine Kritikpunkt aus Sicht eines Modellbauers wäre vielleicht, dass zu wenig auf die Tarnbemalungen und Markierungen eingegangen wird, aber andererseits sagen die sehr zahlreichen Fotos ja mehr als 1000 Worte.

Also: Wenn man sich für dieses Flugzeug interessiert, dann gibt es keinen Grund, dieses gute Buch nicht zu kaufen.
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