Autor Thema:  3D-Drucker - Tipps und Tricks  (Gelesen 13666 mal)

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Duckdalb

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #60 am: 29. September 2019, 16:54:14 »
Danke. Durch Netfabb und andere englische Programme steige ich noch nicht durch. Eine automatische Reparatur bieten alle und danach ist ja alles gut. Ich hätte den Fehler nur gerne vorher "gesehen".  :rolleyes:

Leichte Überschneidungen habe ich jetzt belassen, weil offenbar die Auto-Reparatur daraus "solide" und "wasserdicht" macht - mir also die mühsame Verschmelzung in Handarbeit abnimmt.
« Letzte Änderung: 29. September 2019, 16:57:23 von Duckdalb »

tengel

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #61 am: 29. September 2019, 18:51:11 »
Netfabb basic gibt es auch in Deutsch.
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Duckdalb

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #62 am: 29. September 2019, 19:08:59 »
Hm, ich finde nur die 30-Tage-Trial-Version von Netfabb. Da ich in 30 Tagen nie im Leben so ein Programm beherrschen werde, lade ich es mir erstmal nicht herunter. Da sind die 30 Tage schon um, bevor ich einen Hicks gemacht habe...

Habe jetzt Meshlab auch mal installiert. Das Problem ist eigentlich, dass ich zwar tolle Sachen am Modell machen kann, sich damit aber mein Grundverständnis vom Prinzip eher entfernt als annähert.
Modellieren tue ich weiterhin in Cinema4d, weil ich das schon seit 10 Jahren mache. Einfache Autoreparatur gibt es dann auch in Cura usw.

Was ich brauchen könnte, wäre ein Programm, dass mir dann die Zerschneidungs- und Unterstützungsarbeit abnimmt. Angenommen, ich möchte eine Optimierung durch Zerteilen vornehmen, würde ich z.B. Stifte und Löcher einsetzen, um die Teile passgenau zusammenzufügen. Das wäre jetzt reine Handarbeit.

Die Teile sollen dann platzsparend auf dem Druckerboden angeordnet werden. Das Tool sollte Einzelobjekte auch löschen oder anordnen können (jetzt ist es so, dass das nicht in jedem Splicer geht). Oder ich möchte ein T-Stück modellieren: das Tool sollte dann die fertige „Gussform“ mit Schweißnut errechnen (was übrigens bei detailliertem Rendern auch viel besser aussieht als einfache Zylinder-Durchdringung). Das geht zwar auch in Cinema, aber nur mit Plugins und Formelberechnung (!).

Für jemanden ohne 3D-Programm sind die komplexen Programme wirklich hilfreich. Aber dann kann ich auch gleich FreeCAD probieren... ;)

tengel

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #63 am: 29. September 2019, 19:51:07 »
Autodesk: "Die Netfabb-Version mit der Sie 30 Tage lang die Premium-Features nutzen und dann auf die Basic-Funktionen beschränkt werden.
Eine optionale Registrierung beim Hersteller beschleunigt den Programmstart."

Für die Anpassungen mit Zapfen und Löchern, dem Zerlegen des Modells kommst Du um ein 3D-Programm nicht herum - Meshmixer und Netfabb basic helfen ein Modell 3D-Drucktauglich zu machen, sind aber bei den 3D-Aufgaben ein wenig überfordert.

Einfach gesagt, Du musst in Deinem "Lieblingsprogramm" Cinema 4D das Modell zerlegen und mit den gewünschten Montagehilfen versehen.
Dann die Teile als stl.files exportieren und per Netfabb oder Meshmixer anpassen, prüfen, ggfs. reparieren und dann Drucken.
Von Vorteil ist dabei immer, zu wissen für welchen Drucker man das Modell designed.
Für FDM-Druck muss man immer im Hinterkopf behalten, der Drucker baut das Modell in Schichten auf - also wie stelle ich das Teil in den Drucker damit der Schichtaufbau optimal verläuft.
Beim Druck bei einem Dienstleister wie shapeways mit Industrie-Druckern wird die Positionierung der Teile immer von denen erledigt. z.B. wird der Bauraum der Pulverdrucker bis zum Anschlag vollgestopft - Stützen oder Supportmaterial braucht man da auf grund des Laser-Sinterns der Druckmaterials nicht.

Ich habe mir mal das Bild Deiner Figur auf den Rechner geladen und wenn es Dir Recht ist, kann ich Dir ein paar Tipps zum Zerlegen und Anordnen der Teile in einen FDM-Drucker wie dem Ultimaker geben.

« Letzte Änderung: 29. September 2019, 19:55:23 von tengel »
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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #64 am: 29. September 2019, 22:45:25 »
Danke für die Infos und dein Angebot. Da ich erst selbst ein bisschen Erfahrung sammeln will, werde ich die Möglichkeit, den Ultimaker zu nutzen, auch wahrnehmen. Ansonsten wäre das Modell bei Fabbit oder Twinkle oder anderen ohne Registrierung für 40-60 Euro in ca. 25 cm Höhe zu haben. Soviel kosten unbemalte Garage-Kits aus Japan dann auch...  ;)

Für den SLS-Pulverdruck müsste ich das Modell aushöhlen und Löcher reinbohren, für den FDM-Druck brauche ich das nicht. Wie das Modell letztlich aufgebaut und realisiert wird, hängt also vom Druckverfahren ab. Da der Pulverdruck eine zusammenhängende Oberfläche ohne Stützreste ermöglicht, läuft es darauf hinaus. Allerdings ist PA12 deutlich teurer, so dass ich kein Material für innen verschwenden möchte.

Zerlegen könnte ich es natürlich selbst, ich schrieb nur, dass es eine mühsame Prozedur ist, und dass es nie mein Ziel war, 10 Teile zusammenzukleben UND SOWIESO dann noch die Stützen abzupfriemeln... Das Ziel war, eine Figur in einem Stück sauber zu drucken (mehr oder weniger) - und wenn es darauf hinausläuft, dass es mit dem Ultramaker nicht geht, lasse ich es bei einem Dienstleister eben anfertigen.

Ich habe ja keinen eigenen FDM-Drucker, den ich natürlich in jedem Fall nutzen würde (wofür hätte man den sonst...?) - aber wenn unterm Strich eine Fremdbestellung oder ein anderes Verfahren billiger und besser ist, na dann...

Ich probiere die Programme aus: was können sie, was nicht, was braucht man, was nicht? usw. Da will ich die Fehlermeldungen, die Möglichkeiten usw. einfach selbst lernen.

Ich hätte später sicher noch andere Teile, die sich für den Würstchendruck besser eignen (z.B. eine Verriegelung für die Waschmaschine oder irgendein anderes Ersatzteil).

Das mit Autodesk Netfabb hatte ich gar nicht kapiert... Danke.
« Letzte Änderung: 29. September 2019, 22:48:34 von Duckdalb »

mause

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #65 am: 30. September 2019, 08:54:32 »
Wie schon einmal geschrieben, verwende ich nur noch Rino 6. Das Programm kostet zwar etwas, dafür kann ich mir die ganzen anderen Programme sparen. Ich zeichne die Teile und speichere diese zum Drucken als stl. Datei ab. Hierbei gab es bisher noch nie irgendwelche Probleme mit Flächennormalen oder Löchern im Netz.
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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #66 am: 30. September 2019, 14:06:16 »
Da mein Hauptaugenmerk auf Charakteranimation liegt, wechsle ich erstmal nicht. Das Problem mit den Normalen liegt daran, dass Cinema4d zum geglätteten Rendern Vierecke braucht. Für dieses Programm ist es oberstes Ziel, keine Dreiecke im Mesh zu haben. Alle meine Meshs bestehen fast nur aus Vierecken. Außerdem können N-Gons verwendet werden. Dadurch gibt es ab und zu "verwrungene" Polygone, die gewölbt oder geknickt sind, wenn die vier oder mehr Eckpunkte nicht auf einer Ebene liegen. Beim automatischen Export als STL-Datei gibt es anscheinend Fehler, da diese verbogenen Polygone "kippen" können, also zu mehreren Dreiecken mit falschen Normalen konvertiert werden.

Habe jetzt herausgefunden: Verwandle ich das Mesh vorher in Dreiecke, passiert das nicht.

Das bedeutet zwar, dass ich danach ein Highpoly-Mesh aus Dreiecken habe, dass nur schwer weiterverarbeitet werden kann. Ich lege also eine Extra-Exportdatei nur für den Druck an. Ansonsten brauche ich dieses Mesh nicht mehr...
« Letzte Änderung: 30. September 2019, 14:09:11 von Duckdalb »

Darklighter

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #67 am: 30. September 2019, 16:38:08 »
Wie schon einmal geschrieben, verwende ich nur noch Rino 6. Das Programm kostet zwar etwas, dafür kann ich mir die ganzen anderen Programme sparen.
Kommt stark drauf an, was man machen möchte. Für die Bearbeitung von Polygonnetzen fehlen Rhino sehr viele Funktionen. Wüsste jedenfalls nicht, wie ich da ein Netz aushöhlen oder glätten könnte. "Sculpten" im Stil von ZBrush oder Blender kann man damit auch nicht. Für technische Sachen ist es dagegen super, wobei ich das kostenlose Fusion360 da auch nicht schlecht finde.
Gruß
Markus

Duckdalb

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #68 am: 30. September 2019, 16:56:17 »
Die letzten Cinema4d-Versionen haben sogar inzwischen auch ein "Z-Brush" an Bord.
Hier geht es wohl darum, dass es CAD-Programme und Modellierprogramme gibt. C4d ist zum exakten Konstruieren nicht gemacht, wohl aber geeignet. Rhino kenne ich nicht. Für technisches Konstruieren würde ich mich lieber in FreeCAD einarbeiten, da ein neues Programm immer mal so mindestens ein Jahr Lernen braucht...

Duckdalb

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #69 am: 02. Oktober 2019, 16:18:06 »
Nebenfrage: lässt sich PA (FDM-Druck) mit Humbrolfarben bemalen oder löst sich das an?

Meine Figur wird jetzt bei einem Dienstleister gedruckt, der die Stützen auswaschen kann. Dann ist aber eine Schichtdicke von 0,26 vorgegeben - mal sehen, ob's fein genug ist.
« Letzte Änderung: 02. Oktober 2019, 16:20:16 von Duckdalb »

mause

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #70 am: 03. Oktober 2019, 11:32:23 »
PLA ist von der Verarbeitung vergleichbar mit Polystyrol. ---> JA, man kann das mit allen Farben bemalen, die auch auf den gängigen Modellbausätzen Verwendung finden.
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Romeo Delta

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #71 am: 03. Oktober 2019, 15:09:37 »
Aus trüber Erfahrung kann ich davon berichten, daß PLA gegen die üblichen Lösungsmittel ziemlich resistent ist. Gut, wenn man es bemalen möchte, schlecht wenn der Drucker von schlechtem Filament verstopft wurde.

Duckdalb

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #72 am: 03. Oktober 2019, 16:50:11 »
Ja, habe ich auch gehört von einem, dem im Betrieb über Nacht ein PLA-Garnknäuel um die Düse gewachsen war...

@Romeo Delta: dein Avatarbild zeigt auch was Nettes für den 3D-Druck... :)

Romeo Delta

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #73 am: 03. Oktober 2019, 22:24:04 »
Ja, habe ich auch gehört von einem, dem im Betrieb über Nacht ein PLA-Garnknäuel um die Düse gewachsen war...

@Romeo Delta: dein Avatarbild zeigt auch was Nettes für den 3D-Druck... :)
Es ist noch schlimmer. Der ganze Druckkopf scheint verschmutzt zu sein. Alle Versuche, ihn wieder sauber zu kriegen, sind fehlgeschlagen und jetzt muss ich den Kopf komplett zerlegen und alles reinigen.

Und ja, eine solche Mütze steht schon auf meiner Liste. Allerdings möchte ich zuvor den Eagle fertig drucken. Der hat das Kaliber der Studiomodelle wenn er fertig ist und wird mich noch eine ganze Weile beschäftigt halten. Wenn der Drucker wieder fit ist.

Duckdalb

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Re: 3D-Drucker - Tipps und Tricks
« Antwort #74 am: 04. Oktober 2019, 16:51:19 »
Manno, das ist echt Mist. Meinen Tintenstrahldruckkopf spüle ich einfach unter fließendem Wasser ab, aber hier..?

Gibt es Reinigungsfilament, das - erhitzt - Lösungsmittel abgibt? Nur so ein Gedanke.

Da PLA 2% Wasser aufnimmt, reicht 20-jähriges Wässern vielleicht aus...  8o  ;(