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Autor Thema: Zivilfahrzeuge Ford-T, ICM 1:24, Update 23.11.2016 Kühlerfarbe  (Gelesen 9792 mal)

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bughunter

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Zivilfahrzeuge Ford-T, ICM 1:24, Update 23.11.2016 Kühlerfarbe
« am: 29. Mai 2016, 18:35:22 »
Ford-T, ICM 1:24


Vielleicht erinnert sich ja noch jemand, letztes Jahr hatte ich bei den Modellbautagen in FFB den Ford-T gekauft, da meine Frau dieses Auto sehr mag. Vor über einem Jahr hatte ich hier im MB den Bausatz vorgestellt.

Jetzt kamen einige Gründe zusammen:
  • Über Pfingsten sind wir beim Besuch des Dt. Museums wieder über einen schwarze Touring Blechliesel gestolpert.
  • Bei einem erholsamen Kurzurlaub über das lange Wochenende haben wir im Automuseum Amerang (sehr empfehlenswert!) einen roten Touring gesehen.
  • Meine Frau: wann baust Du nun den Ford-T?
  • Damit ein großer Karton aus dem Lager verschwindet
Ok, man brauchte mich nicht viel überreden - ein neues Parallelprojekt ist schnell begonnen  :D
Allerdings bitte ich um Nachsicht, das ist mein erstes Kunststoff-Modellauto. Ätzteile gibt es auch nicht, das wird ein oob-Bau.


Anders als in der Anleitung beschrieben habe ich mal mit der Karosserie angefangen:



An der Rückseite habe ich an der Naht der Teile eine "Zierleiste" (im Museum gesehen) aus Gussast aufgeklebt und etwas verschliffen.
Ach ja, der Kunststoff von ICM ist ja merkwürdig, recht weich, diese Teile gingen ja noch, Kleinteile brechen aber schnell. Und einen Gussast zu ziehen geht damit gar nicht - das Zeuch reißt sofort!



Die Details sind schön herausgearbeitet und die Passung nicht schlecht, hier die Sitze.



Allerdings habe ich die Rückwand des Vordersitzes nicht mit dem Sitz, sondern mit den Seitenwänden verklebt, um das Grün in einem Rutsch lackieren zu können. Hier steckt die Karosserie lose auf dem Chassis.



Die erste Farbe ist auch drauf, vor der grünen Lackierung mit Gunze H6 habe ich noch mit Alclad grau grundiert.
Laut Anleitung sollte der Boden weiß? Die Form des Bodens (Noppen, umlaufende Linien, Ford-Logo) entspricht aber exakt einer schwarzen Gummimatte, die ich im Netz gefunden habe. Möglicherweise haben sie ja verschiedene Zeiten fröhlich gemischt und die Blechliesel hatte 1911 noch ein Holzboden ... Das ist mir jetzt egal, die "Matte" ist nun schwarzgrau matt. 
Lose gesteckt:



Das darf jetzt erstmal aushärten, es gibt noch reichlich Kleinteile zur Beschäftigung ...
Netter durchdachter Bausatz bisher, allerdings ist es doch etwas anderes, ein Auto zu lackieren, als ich bisher gewohnt war :rolleyes:

Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen, was ich hier werkel ...

Viele Grüße,
Bughunter
« Letzte Änderung: 23. November 2016, 21:57:38 von bughunter »

Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

mumm

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #1 am: 29. Mai 2016, 18:51:54 »
DAS wurde ja auch langsam Zeit, endlich hat sich deine Frau mal durchgesetzt (schönen Gruß  :D)
Und gut das du hier doch die Klebertube rausgeholt hast und nicht mit dem Lötkolben rangegangen bist, so aus lauter Gewohnheit... X(

Die Farbwahl finde ich schonmal schick, auf den Rest schaue ich gespannt.

Peter  :winken:

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #2 am: 29. Mai 2016, 19:12:40 »
Wenn du mal wieder ein Landfahrzeug baust, muss ich doch glatt zusehen. :1:
Obwohl ich diesen Satz
Zitat
Ätzteile gibt es auch nicht, das wird ein oob-Bau.
noch nicht glauben kann. :D

Gruß
Peter
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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #3 am: 29. Mai 2016, 20:08:45 »
Oh, da werde ich mich auch mal dazusetzen.
Verspricht interessant zu werden.

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



Hans

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #4 am: 29. Mai 2016, 20:25:16 »
Ich dachte immer, die gibts nur in schwarzem Nitro-Lack?

H
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bughunter

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #5 am: 29. Mai 2016, 20:45:09 »
@all
Herzlich willkommen :winken:

Hans, auf der Packung ist er auch grün und von 1911. Wikipedia schreibt, daß die schwarze Lackierung "Japan Black" mit dem Modelljahr 1914 eingeführt wurde (vorher gab es gar kein schwarz) und von 1915-1925 produziert wurde (nur eine Lackierstraße nötig und am schnellsten trocknend).
Insofern passt das, und ein komplett schwarzer ist doch langweilig :6: Das Dunkelgrün ist gefällig.

Die auch verfügbare Bausatzvariante Roadster von ICM ist übrigens auf der Packung blau.

Viele Grüße,
Bughunter

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Hans

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #6 am: 29. Mai 2016, 21:02:00 »
Man lernt nie aus....erst mit der Serienproduktion kam das Schwarz und bis 1920 war es ein Asphaltlack. Siehste, Modellbauer sind doch Leute voller unnötigen Fakten...  :D
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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #7 am: 29. Mai 2016, 21:21:34 »
Wie, kein Flügel, kein Propeller und kein “Blech“!

Ich setze mich auch dazu und bin gespannt wie es weitergeht.

Vorsicht mit dem Verkleben von weichem PS mit TAMIYA EXTRA THIN.
AZmodel verwendet auch ein weicheres PS und ich habe die Erfahrung gemacht,
daß dieser mit dem EXTRA THIN stärker aufquillt als bei festerem PS (Sanding Stick lässt grüßen).
Vorsichtshalber erst mit Gussastresten die Reaktion überprüfen.
Beim Revell oder Faller Kleber verhält sich der Kunststoff relativ normal.

Viele Grüße  :winken:
Claus
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

bughunter

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #8 am: 29. Mai 2016, 22:48:02 »
Danke für die Warnung, aber das habe ich alles mit dem Extradünnen verklebt. Aber jeweils nur von innen, also der nichtsichtbaren Seite in dieser Kastenkonstruktion. Hat ultraschnell angezogen, hoffentlich hält das auch :rolleyes:

Viele Grüße,
Bughunter

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tsurugi

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #9 am: 29. Mai 2016, 23:20:14 »
Beim Bau einer Blechliesel muss ich als Ford Fan dabei sein.
Die Ford die vom Band liefen waren anfangs alle schwarz weil das die einzige Farbe war die schnell genug trocknete.
Alle anderen wurden wohl seperat gegen Aufpreis lackiert.
Ich hoffe ICM bringt den auch mal in 35 raus.
Einen weissen Boden kann ich mir nicht denken, die schwarze Gummimatte macht da mehr Sinn.

Gruß

Markus

f1-bauer

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #10 am: 29. Mai 2016, 23:41:58 »
Ah, der Frank baut die Tin-Lizzie  :klatsch:  sieht sehr gut aus - ist da wirklich nichts dran zum verspannen  :ziel:

Hier ist ein sehr schönes Video von einem 1911er Ford-T ...

... hinten am Fahrzeug sind zwei Original-Reifen aus der Zeit - in sehr hellem Gummi  :1: - fast weiß. Erinnerst Du dich? Das hatten wir auch schon bei Deiner Bausatzvorstellung. Schwarzen Gummi, sprich Rußbeimengung, gab es erst ab 1920! Insofern wäre auch die helle Gummimatte im Innenraum nicht ungewöhnlich.

Weiter gutes Gelingen, ich schau zu  :D

Gruß
Jürgen  :winken:

nuggetier

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #11 am: 30. Mai 2016, 01:20:24 »
Ätzteile gibt es auch nicht, das wird ein oob-Bau.
Dieser perfekte Bausatz braucht auch keine Ätzteile. :klatsch:
Schade dass ich nicht als erster mit diesem Modell einen Baubericht anfangen konnte. Ich habe mit diesem und auch dem anderen Ford T von ICM begonnen.
Fertig gebaute Modelle seit ich hier angemeldet bin: Porsche 356 B/C 1:24, ---  Umbau/Streckung ägyptische Figur "Sobek";
Angefangene Bauberichte:  "Rio Magdalena" 1:160, "Ghostbusters Cadillac", diverse "Citroen B14" 1:24, "Mississippi Queen" 1:271 http://www.modellboard.net/index.php?topic=43112.msg643463#msg643463, "Mississippi-Schauferaddampfer" 1:250, "Burgmodell" 1:400, "Odawara-Castle" 1:350, "Burg Eltz" Scratchbau 1:160, Umbau - aus '34er Ford wird ein Mercedes C

WaltMcLeod

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #12 am: 30. Mai 2016, 08:24:12 »
Oh, so eine Lizzy liegt bei mir auch noch rum ... allerdings das Teil von Revell in 1/16 ... gute Idee.
Bin mal so frei und setz mich dazu ... das grün schaut ja schon mal sehr schick aus .... tut immer wieder weh, wenn man beginnt das schön lackierte Teil dann zu verrosten, verdrecken, versauen, ......  :D

Wenn schon keine Ätzis und so ..... die "Felgen" könnt man doch sicher durch echte Holzfel....... dacht ja nur .....  :pffft:

:winken: Walter
         ... dahoam im schönen Oberalm

bughunter

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #13 am: 30. Mai 2016, 22:51:53 »
Hey, richtig was los hier - freut mich  :winken:

Hier ist ein sehr schönes Video von einem 1911er Ford-T ...
Das Video ist wirklich nett ...

Insofern wäre auch die helle Gummimatte im Innenraum nicht ungewöhnlich.
... aber selbst da liegt eine dunkle Gummimatte drin, plus schwarzen Reifen. Wenn ich einige ältere Fotos richtig interpretiere, war da ein Holzfußboden drin bzw drunter.
Auch bei den noch erhaltenen Oldtimern sind wohl Teile aus verschiedenen Zeiten möglich.

Ich werde die gut nachgemachte "Gummi"matte lassen (vom Besitzer später nachgelegt :1:). Den Boden in Holz aufzubauen, wäre ziemlicher Aufwand, da die Chassisplatte im Gegensatz zum Original auch die Träger beinhaltet und das gesamte Modell zusammenhält. Das ist wohl auch ein Tribut an den Maßstab. Der tolle Baubericht des Ford-T in 1:8 von Jens hier im MB hat leider die Fotos verloren :blaw:, in der Größe ist sicher mehr drin.

wenn man beginnt das schön lackierte Teil dann zu verrosten, verdrecken, versauen, ......  :D
:n??: Habe ich verboten bekommen, der bleibt schön!

Wenn schon keine Ätzis und so ..... die "Felgen" könnt man doch sicher durch echte Holzfel....... dacht ja nur .....  :pffft:
Klar darfst Du denken, ich habe auch in der Richtung gedacht, aber die sind so fein und filigran - dagegen sind meine Luftschrauben grobschlächtig  ?( Wie gerade erwähnt. in 1:8 würde es gehen ...
Was ich eventuell aus Holz machen könnte, wäre die Platte zwischen Motor und Kabine - das Teil ist von Auswerfermarken geprägt  :5: enthält aber auch Teile des Fensterrahmens etc., was wieder für das Originalteil spricht.

Weiterhin treibt mich die gold/chromefarbene Metallisierung um. Entchromen und neulackieren? Scheint ein recht weiches, gelbes Plastik drunter zu stecken.
Hätte da Pale Gold und Pale Burnt Metal von Alclad, aber ob ich das in etwa so hinbekomme, wie es jetzt aussieht? in Jürgens Video sehen die Teile schon recht golden aus.
Das ist auch Neuland für mich  :( Da habe ich ja was angefangen  :pffft::woist:, sollte wohl besser  :10: gehen.

Viele Grüße,
Bughunter

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f1-bauer

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Re: Ford-T, ICM 1:24
« Antwort #14 am: 31. Mai 2016, 01:05:48 »
Servus Frank,
tja, das ist das mit dem AMS, man zieht alles in Zweifel und kann nicht mehr einfach nur bauen. Alles ist vermeintlich eine Falle, das Deckelbild, die Bemalanleitung, die schönen Details im Bausatz, selbst normales poliertes Messing wird zum Problem  :pffft:

Die Reifen an dem Auto aus dem Video sind natürlich schwarz, weil heute keine ohne Ruß im Gummi mehr hergestellt werden. Die beiden Reifen am Heck des Autos im Video sind Originale, die der Besitzer wohl sicher nicht mehr aufziehen und fahren sondern bewahren wird. Die dunkle Gummimatte ist sicherlich auch der neuzeitlichen Restauration geschuldet. Warum machst Du denn auch die Reifen an Deinen Doppeldeckern nicht Schwarz sondern Hellgrau? Die Gummimatte im Innenraum über dem Holzboden ist doch ok. Die Farbangabe dazu in der Anleitung ist aber auch korrekt. Bitte nicht falsch verstehen, Du sollst nichts umlackieren. Du entscheidest und dann ist es eben eine restaurierte Blechliesel mit heutzutage üblichem schwarzen Gummi - alles easy  :V: Es geht nur darum, dass die Anleitung zum Bausatz hier mal korrekt ist und heller Gummi für 1911 nunmal nicht ungewöhnlich sondern Tatsache ist.

Gruß
Jürgen  :winken:

Edit hat noch weiter geschnuffelt. Für Original-Fanatiker werden sogar heute noch weiße Gummi-Fußmatten produziert ...
http://www.macsautoparts.com/ford_model_t/model-t-ford-front-floor-mat-rubber-white-with-ford-script-for-open-cars.html
... die wurden von 1909 bis 1914 auf den Holzboden gelegt. Ab 1915 waren die Fußmatten dann schwarz ...

... und ebenso werden, entgegen meiner Aussage oben, auch heute noch weiße Reifen hergestellt ...
http://www.snydersantiqueauto.com/wards-riverside-tire
... die kamen von 1909 bis 1927 an die Autos.

Die weißen Fußmatten wurden natürlich schnell schmutzig, die weißen Reifen haben einen sehr hohen Abrieb und verschleißen damals wie heute schnell. Daher verstehe ich jeden Eigentümer (und Modellbauer), wenn er heute zu "Schwarz" greift, weiß sieht natürlich auch gewöhnungsbedürftig aus.

Eine Info habe ich noch gefunden. Die Sitzpolster waren immer mit schwarzem Leder überzogen. Die Türinnenseiten waren als Standard mit schwarzem Kunstleder (Leatherette) verkleidet. Es wurden aber auch einzelne Originalautos gefunden, deren Türen innen mit Leder verkleidet waren. Gab wohl damals schon Sonderwünsche  :D Leatherette ist auf Fotos vom Glanz her ein wenig stumpfer als Leder.
« Letzte Änderung: 31. Mai 2016, 16:46:32 von f1-bauer »