Autor Thema: Flugzeuge Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)  (Gelesen 4053 mal)

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GerhardB

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Flugzeuge Re: Bitte um Rat bei der Lackierung eines Helis
« Antwort #15 am: 23. August 2017, 17:34:18 »
Das Originalbild kann ich leider nicht sehen, warum auch immer.


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Hans

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Re: Bitte um Rat bei der Lackierung eines Helis
« Antwort #16 am: 23. August 2017, 17:44:37 »
Wenn man sich ein bisschen von Revell-Bauanleitungen löst und ein kleinwenig herumsucht, bekommt man:

FS34087, Olive Drab.

als Standardanstrich. Dem Vernehmen nach verblich der Farbton relativ schnell und Nachbesserungen erschienen dunkel. Das Marine Corps scheint zudem einen leicht glänzenden Anstrich bevorzugt zu haben, was sich auf Fotos auch als "dunkler" ausdrücken kann.

Eine Suche nach diesem Farbton erbringt etliche Anbieter.

Tamiya Spray hat auch Olive Drab, aber das ist eine Trap. Olive Drab für Panzer ist anders als für Flugzeuge und der Farbton wurde etliche Male leicht geändert. Gleichwohl hätte ich keine Hemmungen, dieses Spray einzusetzen.

Sollte dein Heli auch fliegen, würde ich robustere Lacke als Alkohol- oder Wasseracryl empfehlen. Da nutzt zB auch ein matter Schutzlack nix, die Haftung ist einfach schlechter als Lacke auf Lösemittelbasis (schlechte Bezeichnung, gemeint sind dabei Lösemitte auf Kohlenwasserstoffbasis, brutal gesagt, die stinkigen Lösemittel).

Ich würde das Ding, falls wirklich geflogen wird, mit einer ordentlichen Grundierung versehen und dann einen Lack aus dem Restaurierungsbedarf nehmen:
http://www.militaerlacke.de/lack/spraydosen/usseries/sprayfs24087595olivedrab.php
Nur als Beispiel.

Die Schattierungen und Verschmutzungen kannst du dann mit Airbrush und Acryl plus Schutzlack machen.

H
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Hans

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #17 am: 23. August 2017, 17:57:37 »
Ein Blick aufs Original hilft oft. Hier eine UH-1D der Luftwaffe. Wird bei der UH-1B nicht viel anders gewesen sein, denke ich. Kleine Schrauben gibts tatsächlich, kann man googeln. Selbst die Schrauben aus den Uhrmachersets, die es billig in der Bucht oder bei Conrad gibt, sollten reichen.

Ich würde die Scheibe ausschneiden und den Rand verkleinern, aber nicht entfernen. Dann etwas 2K-Kleber fixieren (nur wenige Punkte) und dann vorbildgetreu festschrauben.


« Letzte Änderung: 23. August 2017, 17:59:54 von Hans »
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Hans

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #18 am: 23. August 2017, 18:04:30 »
Ich habe die beiden Threads im Baubericht zusammengeführt. Dann tun sich auch die Heli-Experten leichter.
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Romeo Delta

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #19 am: 23. August 2017, 21:07:24 »
Guten Abend!

Ich komme gerade von der Arbeit zurück und sehe gerade, was sich hier getan hat.

@Hans : Vielen Dank! Das mit den Schrauben könnte klappen. Mal sehen, wo ich so kleine Schrauben und Muttern herbekomme.

@GerhardB : Im Prinzip hast du Recht. Ein paar Schrauben können sogar die Lösung sein. Es ist der 'Trauerrand' den ich loswerden möchte, weil er einfach falsch aussieht.

Ich habe gestern aus Verpackungsmaterial eine größere Scheibe zur Probe angefertigt und geschaut, ob man sie dann auch innen anbringen könnte. Hier ein Bild. in dem ich auch eingezeichnet habe, wie das klappen könnte:


* Fenster0001.jpg (139.33 KB)


Die roten Linien zeigen den ursprünglichen Montagerand. Er soll komplett dem Dremel zum Opfer fallen, wodurch die gesamte Fensterfläche frei wird, was dann originalgetreu aussieht.

Einen neuen Holm aus Polystyrol in der Mitte anzubringen (weiß eingezeichnet), zu verspachteln und mit einer Doppelreihe Nieten zu verzieren ist kein Problem. Besonders stark muss er nicht sein. Er muss nichts halten. sondern nur aussehen.

Die Scheibe selbst ist nicht einmal befestigt. sieht aber jetzt schon gut aus. Nur an den Seiten steht sie etwas ab, aber sie wurde auch nur grob eingepasst. Mit den Schrauben würde sie sicher bombig sitzen. Kleben ist jetzt definitiv 'out'.

Die blauen Punkte sollen andeuten, wo die Schrauben dann hinkommen. Das stimmt auch mit Hans' Bild überein.

Die Kamera sieht alles. In den roten Kreisen sehen wir ein paar kleine Fehler. Statt der (zugespachtelten) Furchen gibt es auf der Nase Nietenreihen. Ein paar Nieten scheinen aber etwas schlecht platziert zu sein. Das ist ganz schnell korrigiert. Und das Pitotrohr auf dem Dach spielt Wetterfähnchen. Es lässt sich nicht herausziehen, ist aber frei drehbar. Nichts. was ein dicker Tropfen Uhu Hart auf der Innenseite nicht beheben könnte. Dann kann das nach innen ragende Stück Draht auch nicht den Akku anpieksen. Das mögen Lipos überhaupt nicht.

Ganz habe ich auch die Hoffnung noch nicht aufgegeben, ein Cockpit mit Pilotenfiguren einbauen zu können. Dann macht sich die große Scheibe natürlich richtig gut. Im Moment ragt der Akku noch in der Mitte bis fast an die Scheibe heran. Mit etwas Glück kann ich aber zwei kleinere Akkus parallel schalten und rechts und links im Bereich der Seitentüren unterbringen. Offene Seitentüren sind bei diesem Modell sowieso außerfrage. Das hat allerdings auch weitere Folgen. Der Akku ist das größte und schwerste Einzelteil, wenn man vom Rumpf absieht. Das hat Folgen für die Trimmung, die für einen Heli enorm wichtig ist.

Romeo Delta

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #20 am: 23. August 2017, 22:00:35 »
@Hans: Über den Lack hatte ich mir auch shon Gedanken gemacht. ich hatte gehoft, daß ein ordentlicher Klarlack Schutz genug ist. Klar, daß wir eine ordentliche Grundierung brauchen, aber hoffentlich versiegelt sie die Nieten und auch die ganzen drangeklebten Teile. Die Lüftungsöffnungen auf dem Dach waren einmal Blister für Vitaminpillen. andere Teile sind Spritzguss und andere wiederum aus dem 3D Drucker. Der Rumpf selbst ist Glasfaser und was Lösungsmittel betrifft eher hart im nehmen. Das Aluminium ist vermutlich auch nicht kritisch, aber die Nieten aus Weißleim vertragen nicht so viel Alkohol. Davon werden sie gummiartig und wieder formbar, härten aber wieder aus.

@GerhardB: Keine sorge. Scalehelis sind nicht unbedingt für Kunstflug geeignet. Die halbsymmetrischen Rotorblätter schränken diese Möglichkeit sogar ein. Dieser Heli soll gefährlich und originalgetreu aussehen. Am besten packen wir noch ein Surfbrett auf die Kufen (habe ich nicht sowas bei den Modellautos in 1/16 gesehen?) und spielen noch Wagner.  :3:

Für wilderes Fliegen ist der größere Bruder, ein T-Rex 550 zuständig. Dagegen ist der T-rex 450 in kleiner, pummeliger Zwerg.  8o
Hier ein paar meiner Videos. auch wenn ich noch bestimmt kein Großmeister bin:

https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=SLZC5mNHCwY
https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=XYtHdGAHSWc
 

Romeo Delta

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Backbleche und Höllenlöcher
« Antwort #21 am: 27. August 2017, 19:39:18 »
Diesmal geht es mehr auf die Unterseite. Dort befinden sich das 'Backblech' und das 'Höllenloch'.


* Backblech.jpg (32.42 KB)


Hier zum Vergleich ein Bild von einer ausgestellten Huey: http://www.grubby-fingers-aircraft-illustration.com/images/UH-1B_A2-1020_05_med.jpg

Das 'Backblech' erhielt seine  Spitznamen offensichtlich wegen seiner Form. Es ist wohl eine Abdeckung. welche die Infrarotstrahlung des Ölkühlers abschirmen soll. Etwas mehr Schleifarbeit kann wohl nicht schaden. dazu noch vier dicke Nieten pro Befestigunslasche und das Backblech ist bis zur Lackierung fertig. Die schwarze Farbe wirkt irgendwie sinnvoll für ein Teil, das Infrarotstrahlung abschirmen soll.


* Hellhole.jpg (114.18 KB)


Das 'hell hole' ist die Öffnung für den Lasthaken. Im Inneren des Rumpfs war leider nicht viel Platz. Der kleine Kasten aus Polystyrol muß sich unter der Schiene für die Mechanik ducken. Der Platz reicht gerade eben. um im Inneren Kabelstränge und natürlich den Lasthaken als Attrappen anzubringen. Wäre Platz für ein Servo, könnte man sogar einen Kanal opfern und den Lasthaken funktionstüchtig machen. Der runde Bumper am Haken ist etwas groß geraten, aber die gibt es in verschiedenen Größen. Das gilt auch für den Haken selbst. Zum Glück wird der Deckel des Kastens und der Haken nur von Aluklebeband festgehalten. Man kann ihn also jederzeit öffnen und daran arbeiten.

Außerdem wurden bereits sieben Halterungen für positions- und Antikollisionsleuchten angebracht. Es fehlen noch die Landescheinwerfer. Ein Bild wird es dazu geben, wenn die Verkabelung erledigt ist. Danach noch die Nieten der Bauchseite und die Bauphase geht langsam dem Ende zu.

Es bleiben dann vor der Lackierung nur noch folgende Dinge zu tun:
- Frontscheibe (und alle anderen Scheiben) vorbereiten
- Winde auf dem Dach (3D Druck oder scratch)
- Waffen (3D Druck). können aber zur Not auch noch nach dem Lackieren angebracht werden.

Und das ist nur ein Test, ob überhaupt jemand all dies liest:
Abweichend von allen Bildern habe ich beschlossen, den Heli pink zu lackieren.
« Letzte Änderung: 28. August 2017, 11:39:15 von Romeo Delta »

Hans

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #22 am: 27. August 2017, 21:44:48 »
Winde UND Waffen, gabs das?
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Romeo Delta

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #23 am: 27. August 2017, 23:28:45 »
Winde UND Waffen, gabs das?
Das ist eine gute Frage. Die UH-1E ist ein relativ seltenes Modell und bis heute haben nur wenige überlebt. Es wurden laut Wikipedia nur 192 davon gebaut. Dementsprechend wenig Bilder findet man davon. Dazu kommt, da die Marines eine Weile lang zuwenig Helis hatten und UH-1B von der Army ausgeliehen hatten. Viele Bilder einer angeblichen UH-1E sind also doch UH-1B.

Dies sind die Informationen, die ich habe:
- Die UH-1E wurde aus der UH-1B entwickelt. In vielen Punkten stimmen sie überein.
- Erkennungszeichen der UH-1E: Die Winde auf dem Dach und der links (Backbord) liegende Tankdeckel. Heli 151886 hat beides und wird auch überall als UH-1E bezeichnet.
- Die Winde wird immer als Merkmal der UH-1E beschrieben, unabhängig von der Verwendung des Helis.
- Manchmal hat man die beschädigte Winde entfernt und nicht ersetzt wenn sie nicht benötigt wurde.
- Das Bild zeigt 151886 mit der Winde und Lasthaken, aber ohne Waffen. Ich nehme allerdings an, daß es erst nach dem Krieg entstanden ist.
- Die Art der Bewaffnung ist unbekannt. Da muss ich dem Revell Modellbausatz glauben. Allerdings wird eine für die Zeit korrekte Bewaffnung genannt. Es werden z.B. keine der erst später verfügbaren Gatlings gezeigt.

Hier wenigstens ein Bild einer heute noch für vorführungen fliegenden UH-1E mit Winde und moderneren Waffen: https://cdn.jetphotos.com/full/5/24162_1467931649.jpg

Der Lasthaken war ganz sicher bei allen varianten der Huey vorhanden. Es war halt ein fliegender VW-Bus und Waffen waren nur ein Nachgedanke. Und wenn eines Tages der letzte Blackhawk zum Schrottplatz geflogen wird, dann wird er am Lasthaken einer Huey hängen. :D

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #24 am: 28. August 2017, 11:11:59 »
Tip: zu den Farbtönen, Tamiya XF-51 Khaki Drab vermischt mit Tamiya XF-62 Olive Drab.
Genaueres hierzu gibt es im "The Weathering Magazine" Vietnam Ausgabe 8 zum nachlesen.

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Gruß Gerhard

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #25 am: 28. August 2017, 11:34:32 »
Tip: zu den Farbtönen, Tamiya XF-51 Khaki Drab vermischt mit Tamiya XF-62 Olive Drab.
Genaueres hierzu gibt es im "The Weathering Magazine" Vietnam Ausgabe 8 zum nachlesen.
Super! Vielen Dank! Ich werde mur das Magazin bestellen. So teuer ist es ja nicht.

Gestern habe ich noch damit begonnen, einen Kabelbaum für die Positionslichter und Landescheinwerfer zusammenzulöten. Einen Scheinwerfer auf der Bauchseite muss ich weglassen. Er liegt an einer Stelle, wo ich innen keinen Platz habe, den Reflektor und die LED anzubringen. Aber es bleiben ja noch acht weitere Lichter. Die Löcher und Abdeckungen für die meisten sind bereits fertig and das Positionslicht oben auf der Turbine hat zur Probe bereits rot geblinkt.

Hajo L.

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #26 am: 28. August 2017, 19:38:41 »
Lila?? No way!


HAJO
"My theory is longer, thicker and harder than yours." (Frank Farrelly)

Aufgrund der Photobucket-Problematik sind zahlreiche Bilder von mir nicht sichtbar. Bei signalisiertem Interesse stelle ich die fehlenden Bilder gerne über einen anderen Host wieder online.

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #27 am: 28. August 2017, 20:41:59 »
Lila?? No way!


HAJO

Lila? Wo?

XF51 wird in der Farbtabelle als NATO Oliv bezeichnet, XF62 als Grüngrau. Je nach Mischungsverhältnis wird wohl ein dunkleres Oliv dabei rauskommen.

Revell wollte 75% Olivgrün 361 und 25% Schilfgrün 362, beide seidenmatt. Das ergäbe ein etwas helleres Oliv. 

Die Tabelle übersetzt Olivgrün 361 mit XF51. da sind wir schonmal einig. XF62 wird zu Revell 67, das stimmt also nicht überein.

Edit: Außerdem geht es hier um das Marine Corps, nicht die Army! Die hatten wohl wieder eine Extrawurst bei der offiziellen Farbe!

Kennt jemand eine Website, wo man Farben mischen und das Ergebnis ansehen kann?
« Letzte Änderung: 28. August 2017, 20:53:21 von Romeo Delta »

Romeo Delta

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #28 am: 28. August 2017, 21:15:31 »
So langsam wird es echt verwirrend.

Dies ist ganz sicher eine frühe UH-1E. Alles passt, der Tank, die Winde und auch daß sie zum Marine Corps gehört:

https://www.google.de/search?client=firefox-b&biw=1920&bih=947&tbm=isch&sa=1&q=huey+%2B+tk-2&oq=huey+%2B+tk-2&gs_l=psy-ab.3...4335.6371.0.6609.5.5.0.0.0.0.174.513.0j3.3.0....0...1.1.64.psy-ab..2.0.0.k1dktN3OwkI#imgrc=jt_lGmrLLnoudM:

Bewaffnet ist sie auch, was eine andere Frage beantwortet. Allerdings sind die Waffen auf ganz andere Weise angebracht als bisher angenommen. Diese Laffetten sehen ganz anders aus. Ich habe einige Bilder von angeblichen UH-1E gesehen, die zwar eher wie UH-1B aussahen, aber dafür die andere Waffenkonfiguration hatten. Was ist denn jetzt richtig?

Hier noch eine andere Seite, die behauptet, daß man nicht die Laffetten der Army verwendet hat: http://vietnam-hueys.tripod.com/Marine%20Corps%20Hueys.htm


Und im Gegensatz dazu dieses Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:UH-1E_of_HAL-3_escorting_PBRs_in_Vietnam_c1968.jpg
Es wird behauptet, dies sei eine UH-1E, aber sie hat keine Winde, die Waffenkonfiguration der Army und könnte genausogut eine UH-1B sein.

Und hier wenigstens eine Seite, die auch behauptet. daß dies eine UH-1E ist. sogar in der richtigen Konfiguration und von der richtigen Einheit. Ohne Winde, wie es aussieht: http://www.popasmoke.com/visions/displayimage.php?album=search&cat=0&pid=836#top_display_media
« Letzte Änderung: 28. August 2017, 22:20:24 von Romeo Delta »

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Re: Bell UH-1 Huey Rumpf für T-Rex 450 (HeliArtist, ungefähr 1:16)
« Antwort #29 am: 30. Dezember 2017, 12:37:19 »
Nach einigen Monaten mit viel zu wenig Zeit kommt jetzt ein kleines Update. Es ist zugleich auch ein erster Erfahrungsbericht über die Nützlichkeit (oder eben nicht) von 3D Druck im Modellbau und vermutlich stehen mir noch ein paar Lektionen bevor.

Meine ersten Eindrücke:
- Selbst bei einem relativ großen Maßstab gerät man schnell in einen Bereich, wo kleinere Details unter die Auflösung des Druckers rutschen und 'verpixeln'.
- Man kann nicht in dünne Luft hinein drucken und die dann nötigen Stützstrukturen muß man gut verstecken und später arbeitsintensiv wieder entfernen.

+ Immerhin kann man sich Teile anertigen, die es so im benötigten Maßstab nirgendwo zu kaufen gibt.
+ Man kann experimentieren und herumprobieren. Jeder neue Anlauf kostet nur ein paar Cent Material.

Mit diesen Weisheiten habe ich mich dann an den größten Brocken für diesen Heli herangetraut: Der Bewaffnung. Alle Teile sind selbst entworfen und dabei war das größte Hindernis, aussagekräftige Bilder zu finden. Wie alles an der Huey, scheinen auch die Waffen ständig umgebaut und weiterentwickelt worden zu sein. Man findet keine zwei Bilder, auf denen nicht deutliche Unterschiede zu finden sind.

Hier zunächst ein Eindruck vom Experimentierstadium. Die Teile sind nicht sonderlich sorgfältig nachbearbeitet und oft auch fehlerhaft oder sogar unbrauchbar:

* Waffen1.jpg (148.16 KB)


Das obere MG zeigt, was passiert wenn die Software Stützstrukturen nicht für nötig hält und in mehreren Schritten konnte ich den Drucker dann auch überreden, die Rohre zu drucken. Auf das letzte MG habe ich dann etwas Farbe geklatscht, um zu sehen, ob wenigstens ein paar Details zum Vorschein kommen. Die Anbauteile  wie Schulterstützen. Handschutz, Visier oder Zweibein fehlen im Original wirklich und an Stelle der Abzugsmechanik befindet sich nur ein quaderförmiges (oder manchmal auch zylindrisches) Kästchen mit einem Kabel. Wenn man sich die Mühe macht. die Überreste der Stützstrukturen sorgfältig zu entfernen, sind die MGs am Ende ganz brauchbar.

Mit der Breite der Lafetten habe ich noch etwas herumexperimentiert, die anderen Teile waren erfischend unproblematisch, wenn man davon absieht. daß die Raketenwerfer sich gerne beim Abkühlen verziehen.

Aus den besser gelungenen Teilen habe ich dann einen Prototypen zsammengesetzt, um einen Eindruck von der Passgenauigkeit und der Stabilität zu bekommen. Hier ein Bild neben dem Heli mit einer Abbildung. die wohl wirkich aus der Dienstvorschrift stammt:

* Waffen2.jpg (149.23 KB)


Das Bild ist horizontal gespiegelt. um eine ähnliche Perspektive wie in der Zeichnung zu erhalten. Ich finde, das könnte klappen. Noch ein paar mehr Details (Gurte!) und alles sorgfältig nachbearbeitet und man kann es wirklich gebrauchen ohne sich schämen zu müssen.

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