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Autor Thema: Schiffe BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition (FERTIGGESTELLT)  (Gelesen 31241 mal)

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marco_1973

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Schiffe Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #120 am: 25. September 2018, 09:48:32 »
Hallo Bastelfreunde!

Wiedermal ist so Einiges entstanden. Das stelle ich euch heute in zwei Steps vor.

Aber vorweg noch ein Hinweis. Ich habe mir vor kurzem ein Buch über die BISMARCK gekauft, welches absolut top detailliertes und plausibel recherchiertes Referenzmaterial bietet. :D
Ich habe deshalb beschlossen, dieses Buch ab sofort als meine Hauptvorlage zu verwenden.

Es brachte mir auch einige neue Erkenntnisse, was sogar dazu führte, den von mir darzustellenden Ausrüstungsstand (vormals um den 5.5.41) nochmals zu überdenken. Ich werde nun den Zustand vor dem 22.4.41 darstellen, bevor der Befehl zu „Rheinübung“ eintraf, also Anfang/Mitte April. Der Hauptgrund ist, dass die Beiboote wahrscheinlich zwischen Ende April und dem 4. Mai nochmal getauscht wurden. Dabei wurde ein Admiralsboot sowie sämtliche Kutter von Bord gegeben, und dafür zwei neue Motorpinassen aufgenommen. Diese Pinassen sind mit dem Revell-Bausatz aber nicht wirklich umsetzbar und außerdem wollte ich gern die Kutter (z.B. an den Davits hängend) darstellen.

Von drei weiteren Punkten in diesem Zeitraum besitze ich jedoch keine genaue Kenntnis:
1.   Die Tarnung (Streifen) war im März noch unvollständig, die großen E-Messer auf Vormars und achterem Leitstand waren noch nicht mit einbezogen. Das heißt, sie 
      wurde irgendwann im April vervollständigt, vielleicht sogar erst Anfang Mai vor dem Hitlerbesuch.
2.   Irgendwann im April erhielt die BS zwei 2 cm-Vierlingsflaks auf der Scheinwerferplattform, wann genau, weiß ich nicht. Ich möchte sie aber schon gerne mit
      darstellen.
3.   Bei der Überfahrt von Hamburg nach Kiel Anfang März hatte die BS auf den Türmen A und D rot gepönte Decken, sowie auf Anton eine dritte 2 cm-Heeresflak.
      Letztere wurde wahrscheinlich in Kiel noch im März deinstalliert. Aber wurden auch die Turmdecken neu gepönt? Am 5. Mai hatte die BS gemäß Befehl „Rheinübung“
      gelbe Turmdecken. Und in der Zwischenzeit in Gotenhafen? Ich tendiere zu grauen Decken, so wie sie derzeit bei meinem Modell dargestellt sind. 

Das hieß jetzt in erster Linie für meine BS:
Tarnstreifen ohne E-Messer, Bugreserveanker doch vorhanden (wurde erst Mitte Mai entfernt) und einige diverse Details beachten.

So, nun zum eigentlichen Baubericht.

Zunächst habe ich mich weiter mit dem achteren Leitstand beschäftigt. Wichtige Teile, die es auf TP so nicht gibt, sind die dicken sichtbaren Abgasrohre der Dieselgeneratoren, welche zum Großmast führen. Ich habe sie aus Kupferdraht mit PVC-Ringen dargestellt, auf Foto 1 zu sehen. Ferner wurden andere Dinge wie Reling und Niedergänge komplettiert.

Weiterhin entstanden die ersten beiden winzigen Bordlautsprecher aus dem Hause Veteran Models, die muss man wirklich mit „Sie“ anreden (Foto 2; Position auf Foto 5 rot umkreist).
Ein zweiter Sonderanhänger entstand und wurde zusammen mit dem bereits fertigen positioniert.

Übrigens waren sämtliche Trittflächen (also auch insbesondere auf Niedergängen) dunkelgrau gehalten. Ich habe das nochmal mit geändert.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass mir die Eduard-Fallreeps nicht wirklich zusagen.  Habe mir deshalb den Ätzsatz von AM Works beschafft. Die ersten beiden backbord vorn und achtern sind nun in verstauter Position neu entstanden. Die Ätzteile sind zwar top, aber es ist auch eine ziemliche Friemelei. Jedenfalls sind die oberen Teile extra und ein Deck höher gelagert, siehe Foto 5 blau umkreist.

Die Verschanzungen um die achteren 3,7 cm-Flaks sind übrigens geschlossen, das hat Revell leider übersehen, ich habe das korrigiert (grün markiert).
Dank nunmehr detaillierter Vorlagen, habe ich nun auch den ersten Kutter nochmals abgeändert (Fotos 6 und 7).
An der Barbette von MA-Turm Bb I wurden Halterungen für die Bootsdavits angebracht - natürlich als Scratch. :6:

Im Zuge meiner neuen Erkenntnisse ist die Rumpftarnung nochmals leicht überarbeitet worden, die Streifen wurden im Bereich der Wasserlinie etwas gekürzt und die vorderen Streifen backbords dem Original angepasst (Foto 8 ). Im Gegensatz zur Steuerbordseite sind die Streifen nämlich etwas anders ausgeführt, der weiße Streifen ist etwas breiter und fällt im Bereich des Panzergürtels etwas steiler ab. Dies ist übrigens auch schön auf einem Originalfoto zu sehen. Die überarbeitete Rumpftarnung in der Totale ist auf den Fotos 9 und 10 zu sehen.

Im nächsten Post geht’s weiter…
« Letzte Änderung: 09. Juli 2019, 10:27:58 von marco_1973 »
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marco_1973

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #121 am: 25. September 2018, 09:51:31 »
Den Schornstein habe ich nebenbei mit angefangen, aber noch nicht fertiggestellt. Hier sind so einige Anpassungsarbeiten notwendig. Zunächst habe ich mir die Schornsteinkappe vorgenommen und mir die Mühe gemacht, die kleinen Auslassrohre aufzubohren, so dass diese hohl und somit realistischer wirken (Fotos 1 und 2). Danach musste das ganze Plastik-Gedöhns im inneren entfernt werden, hier hat sich wiedermal mein scharf angeschliffener Schraubendreher bewährt (Foto 3). Diese Konstruktion wurde nun durch Pontos-Ätzis ersetzt (Foto 4).

Bei den Scheinwerfer-Kalotten-Unterteilen war die Passgenauigkeit nicht so top. Zusammen mit den entsprechenden Ätzteilen war einige Spachtel- und Schleifarbeit notwendig (Foto 5). Anzumerken ist hier, dass ich die Steuerbord-Kalotte offen und backbord geschlossen darstellen möchte. Auf den Fotos 6 und 7 der nun derzeitige Zwischenstand mit lackierter (aber noch nicht verklebter) Kappe. Die Tarnstreifen sind hier noch nicht final, dienen nur der groben Orientierung.

Als vorerst letztes habe ich mich einer Sache gewidmet, welche viele BISMARCK- und TIRPITZ-Modellbauer (und vor allem auch Quellen!) ignorieren. Es handelt sich um die sogenannte Bug-Schallanlage, kurz „S-Anlage“. Sie war auf beiden Schiffen definitiv vorhanden und wahrscheinlich hat sie Revell aus Unkenntnis nicht mit in den Rumpf eingearbeitet. Die S-Anlage bestand aus drei Aussparungen im vorderen Rumpfbereich und stellte eine Art Sonar dar.

Diese Aussparungen jetzt nachträglich in den Rumpf einzuarbeiten, stellte schon eine Herausforderung dar. Zunächst habe ich mir die Ausschnitte maßstabgerecht aus meiner Vorlage mit einem Permanentschreiber auf den Modellrumpf übertragen, wie im Foto 8 zu sehen ist. Danach ging’s ans Eingemachte, und zwar mit Schlüsselfeile, geschärftem Schraubendreher und Schleifpapier. Und natürlich Geduld und Spucke und einer gewissen Vorsicht, beim Hantieren nicht wieder andere Dinge zu beschädigen…(Fotos 9 bis 12).

Zusätzlich gab es am vordersten Teil des Unterwasserschiffs eine Bugspiere, die im Rahmen des Minenräumens eingesetzt werden konnte. Der kleine runde Verschluss dafür ist im Foto 11 zu sehen. 

Im gleichen Atemzug wurde das MES-Kabel unterhalb der Wasserlinie originalgetreu etwas eingekürzt sowie der nunmehr notwendige Buganker eingesetzt.
Die fertige Bugschallanlage ist auf den Fotos 13 bis 15 zu sehen. Ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. :1:

Das war’s erstmal,

Euer Marco
 :winken: :winken: :winken:

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« Letzte Änderung: 09. Juli 2019, 10:34:15 von marco_1973 »
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stephan1973

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #122 am: 26. September 2018, 16:38:12 »
Marco,

sehr beeindrucken was du da zauberst :-)

Kannst Du vielleicht verraten welches neue Bismarck Buch dich so begeistert?

Schöne Grüße
Stephan

Ogyvara

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #123 am: 26. September 2018, 20:19:44 »
Dieses hier meint er...

https://www.zinnfigur.com/Buecher-Medien/Osprey/Osprey-Sonderausgaben/Skulski-Janusz-Draminski-Stefan-Anatomy-of-the-Ship-Battleship-Bismarck.html

Super update Marco... Ich les es mir später genauer durch in der Nachtschicht
Hab ja zu den letzten Updates n paar Fragen...
Vor allem finde ich bei meiner Tirpitz keinen 12.Lautsprecher...

Lang nix mehr gehört auf WhatsApp
Bist im Bastelwahn untergegangen?  :D

Freut mich das mein Buchtipp dir gut gefällt
« Letzte Änderung: 26. September 2018, 20:23:48 von Ogyvara »
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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #124 am: 07. Oktober 2018, 17:08:13 »
Weiterhin schöne Fortschritte, bin weiter dabei  8) :P
Ex nihilo aliquid fit


marco_1973

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #125 am: 08. Oktober 2018, 08:52:59 »
Moin Männers!

Melde mich wieder für ein neues Update zurück. Wieder in 2 Steps aufgrund der begrenzten Bildanzahl.

Zunächst habe ich einen zweiten Kutter gebaut, und zwar den backbord achtern hinter dem Katapult (inklusive aufgesetztem Dinghi – Foto 1). Bei den Kuttern sind Pontos-Teile übrigens Fehlanzeige, hier muss im Wesentlichen Eduard herhalten, ebenso bei den Bootsaufliegern. Ist mir echt ein Rätsel, warum man die in einer Platinum-Edition weggelassen hat. :2:

Dann wurde die Bugankervorrichtung vervollständigt (Foto 2). Hier kamen wiederum Ätzi-Kettchen von 1:35 – Modellen zum Einsatz. Ansonsten kann man dafür auch das Ätzteil-Set von Passion Models P35V-001 verwenden. Die Pontos-Ketten sind für die Zurrketten nämlich zu groß.

Dank des neuen BS-Buches konnte ich nun auch weitere Details der vorderen Decksaufbauten darstellen, z.B. Lautsprecher und diverse Stenge (gescratcht - Fotos 3 und 4).

Als nächstes hatte ich große Lust auf die vorderen Aufbauten. Die Seitenteile hatte ich ja schon früher angefangen. Nach Studium meiner neuen Buchvorlage fielen mir gleich einige änderungswürdige Dinge auf. Zum Beispiel die Beobachtungsstände/Wachhäuschen, welche erst nachträglich an Bord kamen und vorn auf dem oberen Brückendeck standen. Diese sind von Revell/Pontos mit Ätzis bedacht worden, bei Eduard fehlen sie komischerweise völlig (obwohl beim TP-Satz vorhanden). Egal, aber die Häuschen von Pontos stehen gemäß Bauanleitung viel zu weit hinten, das war mir eine Korrektur wert.
Ebenso ignoriert wurde ein klappbares Fenster auf der Mitte der Schanz. Dieses entstand bei mir aus Ätzi-Resten und Kristal Klear ( Fotos 5 bis 8 ).

Beim Deck darüber (unteres Mastdeck) mussten noch mühselig die Revell-Beobachtungs- und Zielgeräte entfernt werden, da diese ja durch Veteran-Teile ersetzt werden sollen. Dabei geht natürlich teilweise die Lochstruktur der Holzgrätings flöten, bzw. war an den betreffenden nie welche. Das ist halt ein kleiner Nachteil, wenn man die Geräte austauschen möchte.
Die Niedergänge/Treppen, welche bei Revell nur rudimentär angedeutet sind (geschlossene Tür seitlich und oben keine Öffnung), wollte ich mit darstellen. Daher habe ich die Türen und Deckseinstiege „geöffnet“ und innen Ätzi-Treppen angebracht; oben auf dem Deck Eduard-Geländer, welche sogar für diesen Zweck vorgesehen waren (Fotos 9 bis 11).

Dann ging ich noch eine Etage höher und nahm mir den Kommandoturm vor. Hier wollte ich auf einer Seite die schwere gepanzerte (350 mm!) Stahltür geöffnet darstellen. Dies gelang mir mit meinem Lieblingswerkzeug (angeschliffener Schraubendreher) sowie Schlüsselfeile und Sandpapier. Am Türdurchbruch habe ich zusätzlich noch die Materialstärke etwas reduziert, so dass ich auf etwa 1 mm kam. Die Tür selbst ist natürlich Scratch. Auf der Backbordseite dann geschlossen dargestellt.
Oben auf dem Kommandoturm wurden sämtliche Beobachtungsgeräte durch Veteran ersetzt. Der seitlich Tarnanstrich wurde entsprechend angepasst ( Fotos 12 bis 18 ).

Auf dem vorletzten Foto sieht man noch schön den „Vorbau“ hinter Turm Bruno. Hier war einige Spachtel- und Schleifarbeit notwendig, denn die Kanten sind leicht abgerundet.
Auf dem letzten Foto sieht man noch die von mir mittels abgeflachten Cu-Draht korrigierten E-Leitungskanäle an der Rückseite der vorderen Aufbauten.

So, das war’s erstmal für heute.

Euer Marco
 :winken: :winken: :winken:

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« Letzte Änderung: 08. Oktober 2018, 14:50:32 von marco_1973 »
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marco_1973

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #126 am: 08. Oktober 2018, 08:53:51 »
Fotostrecke, Teil 2...
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Exodus

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #127 am: 08. Oktober 2018, 09:34:47 »
Hallo,

so viele Details  8o

Gruß Johne

Ogyvara

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #128 am: 08. Oktober 2018, 10:21:31 »
Was soll man da noch sagen Marco...
Ich denk besser kann man es nicht umsetzen.

Freut mich irre dass das Buch dir so viel Hilft.


Die Stahltüre find ich ja mal richtig genial ebenso die Zurrketten.
Für letzters hab ich die dünne Kette aus dem Trumpeter Kettenset genommen und mit Tamiya X11 bemalt.
Das ging sehr gut.

Was ich absolut nicht verstehe ist warum Pontos die Kutter und Auflieger komplett weglässt
Ich meine ok das nicht alles dabei ist wie bei meinem Pontos Full Detail Bismarck Set.. Das versteh ich und ist auch logisch bei dem Preis Unterschied
Aber hey... Kutter und Auflieger sollten auch in deiner abgespeckten Pontos Version dabei sein...
Aber die TRIPITZ Platinum is nicht besser was ich so gelesen hab.
Da fehlt auch einiges und ohne Eduard könnte man vieles nicht so darstellen wie es sein sollte...

Mal bezüglich Radar... Wie siehts da aus Marco?? Hat da Pontos alles richtig gemacht bei der Bismarck?

Was das Austauschen der Geräte angeht so empfehle ich dir einen Dremel bzw Proxxon. Mit geringer Laufzahl kannst du die angegossen Teile (in dem Fall die Beobachtungs Geräte) von Revell fein säuberlich wegfrässn.


Was mir ebenfalls nicht gefällt is das Pontos in Sachen Wachhäuschen Position so geschlampt hat.


Jedenfalls wieder ein mega geiles Update!
Danke dafür... DEIN Bericht wird mir sehr helfen bei meiner Bismarck.
Bin nur sehr sehr sehr unschlüssig welche ich baue..

In dem neuen Buch auf Seite 54/55 ist ein Tarnanstrich zu sehen wo Turm A und D am Dach rot angemalt sind...

Ebenfalls gefällt mir der Anstrich auf Seite 58/59 mit den Gelben Turm Anstrichen


« Letzte Änderung: 08. Oktober 2018, 10:23:08 von Ogyvara »
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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #129 am: 08. Oktober 2018, 11:11:23 »
Aber die TRIPITZ Platinum is nicht besser was ich so gelesen hab.
Da fehlt auch einiges und ohne Eduard könnte man vieles nicht so darstellen wie es sein sollte...

Mal bezüglich Radar... Wie siehts da aus Marco?? Hat da Pontos alles richtig gemacht bei der Bismarck?
Ja, bei der TP Platinum ist auch nicht alles perfekt, wen's interessiert: Link

Die Pontos-Radarmatratzen für die BS sind korrekt.

LG
Marco
 :winken: :winken: :winken:
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Ogyvara

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #130 am: 08. Oktober 2018, 20:40:39 »
Sehr schöne Bewertung!
Da kann sich manch einer ne Scheibe abschneiden.
Top Marco!!
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marco_1973

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #131 am: 19. Oktober 2018, 13:54:25 »
Hallo Leute,

Heute wieder ein kleines Update. In ca. 32 Stunden ist Folgendes entstanden:
2 x leichte Flak 3,7 cm
2 x leichte Flak 2 cm (Einzellafette)
Teile des vorderen Aufbaus
Aufzug für 3,7 cm – Munition

Bei der Dreisieben werden Plastikteile vom Originalbausatz sowie Pontos-Ätz- und Drehteile verwendet. Der Zusammenbau ist genauestens erklärt. Besonderheiten gibt es hier eigentlich nicht. Der Anstrich erfolgte in RAL7001 und anthrazit; auf Fotos erscheinen mir die Rohre nicht ganz schwarz, ist aber meine persönliche Empfindung, oft wird schwarz angegeben (Fotos 1 bis 3).

Die Zwozentimeter C/30 Single besteht ausschließlich aus Pontos-Teilen. Beim Zusammenbau nach Anleitung wird man leider feststellen, dass der Hülsenauffangkorb zu weit vorn platziert ist, nämlich mittig zur Lafette. Ich habe dies korrigiert, denn in der Realität war der Korb weiter hinten angebracht (Fotos 4 und 5). Auf Foto 6 dann die fertig bemalten und am achteren Aufbau bestückten Geschütze.

Als nächstes habe ich mich weiter mit dem vorderen Aufbau beschäftigt. Hier kommt eine besondere Vorrichtung zum Tragen – ein Aufzug für 3,7 cm-Flakmunition. Er befand sich vorn unterhalb der Admiralsbrücke, auf dem Aufbau mit den beiden obersten 3,7 cm-Flaks. Hierzu muss man wissen, dass es von diesem Aufzug zwei Varianten gab, eine höhere mit einer Art Rahmen und eine vereinfachte ohne Rahmen mit einem einfachen Ausleger. Laut meiner Buchvorlage kommt für April 1941 schon die letztere Variante zum Einsatz. Aber leider ist sowohl bei Pontos, als auch bei Eduard nur die alte Rahmenvariante verfügbar… :5:
Das hieß wieder mal improvisieren, mit Hilfe von Ätziresten und Cu-Litze sowie wiedermal einem meiner Haare (!)  :pffft: entstand ein authentischer Munitionsaufzug ( Fotos 7 und 8 ).

Weiterhin wurden um den Kommandostand herum die filigranen Veteran-Beobachtungsgeräte und Ferngläser angebracht (Foto 9). Das Holzdeck dahinter ist nicht ganz korrekt, es fehlt ein Oberlicht (grün markiert) und diverse Kleingeräte (blau markiert).
Die kleineren Oberlichter auf dem Foto 10 mussten auch angepasst werden, d.h. die Aussparungen an den Aufbauteilen außen vergrößert und die mittlere ganz neu (gelb markiert).

Ferner wurden Rettungsflöße bestückt, wobei die obersten zu tief saßen und versetzt werden mussten (Fotos 11 bis 13).

Zuletzt habe ich mich mit den seitlichen Teilen des vorderen Aufbaus befasst (vorerst nur Steuerbord). Dabei wurde einiges gescratcht, z.B. die Teile um das vordere Positionslicht.
Aber einiges ist noch nicht verklebt.

Soweit erstmal für heute…

Schönes Wochenende!

Euer Marco
 :winken: :winken: :winken:

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« Letzte Änderung: 09. Oktober 2019, 09:36:22 von marco_1973 »
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Sorcerer

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #132 am: 19. Oktober 2018, 20:35:56 »
 :respekt: :respekt: :respekt: :klatsch: :klatsch: :klatsch:

marco_1973

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #133 am: 06. Dezember 2018, 09:18:12 »
Hallo Leute!

Alle schon im Weihnachtsstress?
Hatte auch in letzter Zeit viel um die Ohren, z.B. Küchenrenovierung. :rolleyes:
Daher erst jetzt ein neues Update.

Hauptsächlich neu entstanden sind:
-   die SL-8-Fla-Leitstände
-   die beiden Exerzierkanonen
-   die beiden Brückennocks am vorderen Aufbau

Ferner einige Details am vorderen Aufbau (z.B. diverse Leitern, Trossenrollen, Relinge) sowie eine Überarbeitung der Tarnstreifen vorn. Die Admiralsbrücke ist ebenfalls in Arbeit.

Der heutige Bericht beschäftigt sich nur mit den drei erstgenannten Punkten.

Für die SL8-Geräte war etwas Scratching von Nöten, denn von Revell/Pontos oder Eduard war da kein Upgrade vorgesehen. Zunächst einmal gespachtelt und verschliffen, denn die Teile waren nicht hundertprozentig passgenau (später dann auch jeweils der gesamte Sockel am Aufbau, sonst sieht man die Stöße). Die Plastikknubbel am eigentlichen Messgerät habe ich durch Cu-Litze ersetzt, ebenso zusätzlich ein kleiner Aufsatz hinten oben. Die drei runden Klappen entstanden aus Ätzi-Resten. Als Vorlage diente mein neues BISMARCK-Buch.

Als nächstes habe ich mir die beiden Exerzierkanonen (10,5 und 15 cm) vorgenommen, welche hinter Turm Cäsar platziert sind. Wiederum ist hier keinerlei Detallierungs-Upgrade vorgesehen! :(
Also – Scratching – wie gehabt! Die Ergebnisse sind auf den Bildern 2 bis 6 zu sehen.

Dann kamen die beiden Brückennocks am vorderen Aufbau dran. Anders als bei meiner TIRPITZ wollte ich sie diesmal ausgeklappt darstellen. Anhand von Originalaufnahmen habe ich festgestellt, dass diese „Ebene“ inklusive der Reling im März/April 1941 mit Persenning abgedeckt war. Diese wollte ich unbedingt mit darstellen. Die Nocks selbst entstanden zu 100% aus Pontos-Teilen. Die Auflage (hinten oben) an den Aufbauten habe ich durch Scratch ersetzt, weil viel zu klein. Wie man die Persenning am besten darstellt, kommt gleich.
Der Mechanismus zum Ein- und Ausklappen wurde übrigens Anfang 1941 nochmal geändert. Modellbauer stellen oft nur die alte (einfache) Variante dar, wenn überhaupt. Die neue Variante war ein Zugseil durch eine Art 90-Grad-Rohrbogen, welcher sich am vordersten Aufbau seitlich befand. Einen Teil davon habe ich schon dargestellt, wie auf Bild 15 zu sehen ist. Als Zugseil habe ich „Black Lycra Rigging 0,091mm“ von Infini Model verwendet. Die Blechverkleidungen (Bilder 9 und 10) fehlen übrigens bei Pontos (unverständlicherweise) ;(, also wiedermal gescratcht. Die Nocks von Eduard sind nicht so filigran und kamen daher für mich nicht in Betracht. Die fertigen Nocks sind auf den Bildern 10 bis 12 zu sehen. An den Aufbauten werde ich sie aber erst viel später anbringen, die Gefahr der Beschädigung beim Hantieren ist mir zu groß.

Nun zur Persenning. Diese wurde hauptsächlich als Wetter- und Seeschlagschutz verwendet. Ich habe lange überlegt, wie man die gescheit darstellen kann. Ich habe schließlich zweilagiges Toilettenpapier (ohne Muster, also das billigste was es gibt) verwendet, wovon ich auch nur eine Lage genutzt habe, da bleibt nur ein „Hauch“ von Papier übrig. Wie bin ich nun vorgegangen?
Zunächst habe ich das entsprechende Stück Reling (Ätzteil) ganz normal lackiert, und zwar beidseitig. Mit Hilfe von Stahllineal und scharfem Bastelmesser vorsichtig ca. 5-6 mm breite Streifen aus dem Klopapier geschnitten. Dann die Reling auf der Außenseite leicht mit verdünntem Weißleim bepinselt und den Streifen entsprechend platziert, so dass die Relingstruktur deutlich wird (Bild 13). Dann mindestens 30 Minuten trocknen lassen. Anschließend außen weiß bemalt, wieder trocknen lassen. Danach mit beige ganz zart trocken gemalt, so dass ein „leicht vergilbter“ Schimmer entsteht.  Am Ende wird das überschüssige Papier wieder mit dem Bastelmesser entfernt (Bild 14) und die Reling dann an Ort und Stelle angeklebt (Bild 15).

So, genug erstmal für heute.

Allen ein schönes Weihnachtsfest!

Euer Marco
 :winken: :winken: :winken:

Bauzeit bisher:  496 h
« Letzte Änderung: 02. Januar 2019, 09:57:51 von marco_1973 »
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marco_1973

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Re: BISMARCK 1:350 Revell Platinum Edition
« Antwort #134 am: 02. Januar 2019, 09:54:35 »
Hallo Leute!

Erstmal für alle hier im Forum ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019!
Möge euch auch bei eurem Hobby jede noch so große Herausforderung gelingen! :D

Ich selbst habe die freien Tage auch wieder mit zum Basteln genutzt und in 48 Arbeitsstunden entstanden im Wesentlichen:

-   Sämtliche Trossenrollen
-   Die Komplettierung der mittleren Artillerie steuerbords
-   Der hintere Wellenbrecher steuerbords
-   Sämtliche Beiboote

Für die Trossenrollen oder „Cable reels“ hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich sie, bis auf wenige Ausnahmen, so darstellen wollte, wie sie meistens in Erscheinung traten – nämlich mit Persenning abgedeckt. Hierzu habe ich mir vor einigen Wochen aus China einige Plastik-Rundstäbe verschiedener Durchmesser (3-6 mm) zukommen lassen, welche dafür hervorragend geeignet sind.

Mit der feinsten Revell-Bastelsäge wurden nun die Rollen auf Länge gesägt und erhielten in der Mitte ein kleines Loch. In dieses dann einen Minibohrer (0,1 mm größer als das Loch) und dann mit der Minibohrmaschine, Rundfeile und Schleifpapier in der Mitte (90° zur Drehachse) etwas Material abgetragen, so dass der Eindruck entsteht, die Persenning hängt in der Mitte etwas durch. So entstanden alle größeren Rollen in den entsprechenden Durchmessern.
Anschließend matt weiß lackiert und zuletzt mit beige etwas trocken gemalt (Bild 1). Als Halterungen wurden Ätzis verwendet, und zwar aus dem Lionroar-Set R3511 „Cable reel for German Navy vessels”. Zuletzt wurden die fertigen Reels an den entsprechenden Stellen auf dem Hauptdeck montiert (Bilder 2 bis 5). Vorlage war natürlich wieder mein neues BISMARCK-Buch.

Auf dem Bild 2 sieht man auch den analog der Backbordseite fertiggestellten letzten Wellenbrecher mit gescratchtem Ottergeräte-Minikran.
Ebenfalls analog der Backbordseite entstanden die mittleren Geschütztürme Stb. I bis III, d.h. es erfolgte eine Komplettierung mit Ätzis und der entsprechende Farbanstrich (Bild 6).

Als nächstes wollte ich sämtliche Beiboote fertigstellen. Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich seit dem Kauf des BISMARCK-Buches gerade hier neue Erkenntnisse gewonnen hatte. In der Quintessenz kam ich zu dem Entschluss, meine BS nicht am 5.5.41 darzustellen, sondern um den 1.4.41 herum. (Nebenbei gesagt, bedeutet das auch, dass ich keine 2 cm-Vierlinge darstellen kann, diese kamen erst Mitte April an Bord). Jedenfalls hatte ich nun dank des neuen Buches Prima-Vorlagen für die einzelnen Beiboote:
-   4 Verkehrsboote 11,5 m
-   1 Admirals-/Chef-Boot alter Bauart 11,5 m
-   1 Admirals-/Chef-Boot neuer Bauart 11,5 m
-   1 Kapitänsboot/Motorjolle 7,7 m
-   2 Bereitschaftskutter 8,5 m
-   3 Kutter 8,5 m mit aufgesetzter Jolle 6 m
-   1 Kutter 8,5 m mit aufgesetztem Dinghi 3,8 m

Die Verkehrsboote hatte ich schon vor dem Buchkauf fertiggestellt. Hier habe ich nur nochmal etwas überarbeitet (mittlere Sitzbänke und Farbanpassung). Ebenso waren schon ein Bereitschaftskutter und der Kutter mit dem Dinghi fertig (keine Änderungen).

Alle anderen Boote entstanden neu. Bei den Chefbooten war zu beachten, dass es sich um zwei unterschiedliche Typen handelte, welche sich hauptsächlich im Heckbereich unterschieden. Der Revell-Bausatz hat das vereinfacht und stellt nur Chefboote der alten Bauart zur Verfügung (spitzes Heck). Die neue Bauart hatte ein nur leicht abgerundetes Heck bei gleicher Gesamtlänge. Dieses Boot musste also gescratcht werden, siehe Bilder 7 bis 10). Für die Kutter habe ich Ätzis von Eduard verwendet, aber nicht komplett wie dort vorgesehen. Da wären die zu flach geworden. Den obersten Aufsatz habe ich aus dem Revell-Originalteil gemacht, allerdings war die Bearbeitung relativ aufwendig (siehe Bild 11). Übrigens hat auch Eduard gepatzt. Für die oben aufliegenden 6 m-Jollen sind nur zweimal Ätzis vorhanden, benötigt werden aber drei – also wieder mal war Improvisieren angesagt!

Bis auf die Steuerruder, Propeller und Sichtschutzscheiben wurden sämtliche Ätzis für alle Boote von Eduard verwendet, denn Revell/Pontos bietet hier nur eine sehr magere Aufwertung an. Weiterhin kamen einige kleine Scratches zur Anwendung. Farben nach Buchvorlage, Verglasung mit Kristal Klear. Die fertigen Boote dann alle auf den Bildern 13 und 14.

So, das war’s erstmal
bis demnächst!

Euer Marco
 :winken: :winken: :winken:


Bauzeit bisher:  544 h
« Letzte Änderung: 09. Juli 2019, 11:08:53 von marco_1973 »
Modellbau ist brotlose Kunst auf höchstem Niveau
Im Bau: Update Tirpitz 1:350
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